00:00:00: Am dritten November wählen die USA einen neuen Kongress.
00:00:04: Diese Zwischenwahlen sind vor allem für Präsident Donald Trump ein wichtiges Stimmungsbarometer, was zunächst nach amerikanischer Innenpolitik klingt darauf schaut tatsächlich die ganze Welt Denn die Midterms entscheiden darüber wie viel Spielraum Trump in den kommenden zwei Jahren noch hat bei Handel und Zöllen In der Außenpolitik Und Bei Der Staatsfinanzierung.
00:00:25: Was passiert eigentlich genau bei dem midterms?
00:00:28: Was heißt das für die Kapitalmärkte und was können wir als Anlegerin oder Anlegar daraus mitnehmen?
00:00:35: Wir sprechen drüber in dieser Folge.
00:00:37: Investments in Zeit.
00:00:48: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Mikrotrift Makro Investments in Zeit.
00:00:53: Und heute mal mit einem Deep Dive zu eigentlich einem politischen Thema, und der Frage warum es auch für die Kapitalmärkte spannend werden könnte?
00:01:02: Und einige Ahnen das vermutlich schon beziehungsweise haben sie in der kurzen Begrüßung eben schon gehört.
00:01:07: Das geht um die Midterms und dazu begrüße ich heute einen echten Investment Strategen.
00:01:12: bei mir ist Roger Vogt.
00:01:14: er arbeitet im Chief Investment Office bei der DK und mit ihm werde ich heute darüber sprechen.
00:01:19: Hallo und herzlich willkommen Roger!
00:01:21: Schönen guten Morgen!
00:01:22: Ja, Roger hol uns doch am besten mal ganz am Anfang ab also dieser dritte November der jetzt ja quasi vor der Tür steht.
00:01:28: mehr oder weniger.
00:01:29: was passiert denn da?
00:01:31: Wer wird er eigentlich gewählt.
00:01:32: und warum ist es nicht nur so?
00:01:33: ein amerikanisches Ereignis sondern betrifft irgendwie auch Europa faktisch die ganze Welt und auch die Finanzmärkte.
00:01:40: bewegtes ja.
00:01:40: Also das ist ja so wie als würde eine große US-Wahl stattfinden.
00:01:44: jetzt
00:01:44: Ja, am dritten November wählen die oder wird in den USA eben der Kongress neu bestimmt, sprich das komplette Repräsentantenhaus.
00:01:54: Das heißt alle vierhundertfünfunddreißig Abgeordneten müssen sich dann der Wahl stellen und eben auch einen Gutein Drittel der Senatorinnen und Senatoren also exakt fünfunddreißig von ein hundert.
00:02:06: Der Wahltag ist in der Tat der dritte Elfte aber viele können jetzt bereits schon ihre Stimme abgeben im Bereich des Early Votings oder auch per Briefwahl.
00:02:19: Von dem her ist der Zeitpunkt, im Grunde genommen jetzt darüber zu sprechen genau der Richtige denn die Vorwahlen sind gerade abgeschlossen worden das heißt die Kandidaten mussten sich eben dann auch parteiintern durchsetzen.
00:02:34: Der neue Kongress wird dann am dritten Januar des Folgejahres dann erstmals zusammen treten.
00:02:42: Ja, President Trump steht nicht zur Wahl aber das Ergebnis entscheidet natürlich über den weiteren Verlauf über die letzten zwei Jahre seiner Amtszeit.
00:02:53: wie es ist dann eben um die Mehrheiten bestellt denn die Republikaner halten ja im Grunde genommen derzeit noch die Mehrheit sozusagen sowohl in Weißenhaus als auch im Kongress und zwar komplett in beiden Kammern.
00:03:08: die Frage, naja können die Demokraten als Herausforderer zumindest eine Kammer gewinnen?
00:03:15: Und damit eben eine deutlich größere Kontrolle ausüben gegenüber dem Präsidenten und der Regierungsadministration.
00:03:24: Und deswegen werden diese Midterms oder Zwischenwahlen auch gerne als Stimmungs- oder Vertrauensvotum wahrgenommen zur Halbzeit einer Präsidentschaft, und deswegen setzt das dann auch schon so einen gewissen Rahmen für die Präsidenschaftswahl, die dann zwanzig, achtundzwanzig stattfindet.
00:03:43: Daneben werden auch noch Gouverneure neu gewählt und einige Volksabstimmungen finden statt, das ist aber an der Stelle zu vernachlässigen.
00:03:53: Warum ist der Kongress jetzt eben entscheidend?
00:03:57: Das US-Politische System verteilt die Macht nicht nur auf den Präsidenten sondern eben auch Kongress, eben Repräsentantenhaus und Senat.
00:04:08: Diese Mehrheiten beeinflussen dann eben wie leicht kann man eben Handelssteuer- und Haushaltspolitik umsetzen?
00:04:16: Deswegen ist die entscheidende Frage schon bleibt Washington unter komplett republikanischer Kontrolle oder entsteht eine sogenannte geteilte Regierung oder können die Demokraten sogar beide Kammern hinzugewinnen?
00:04:31: Das sind dann eben Implikationen je nach Ausgang der unwahrscheinliche Fall, dass die Republikaner beide Kammern sozusagen behalten können.
00:04:41: Das wäre dann im Grunde der Status quo.
00:04:45: Können die Demokraten eben nur eine Kammer gewinnen, ist auch kein vollständiger Politikwechsel zu erwarten.
00:04:51: Aber dann ist eben schon doch ein deutlich schwierigeres Umfang für die Regierungspartei eigene Projekte umzusetzen und Theoretisch könnten auch die Demokraten beide Kammern gewinnen, können dann eigene Gesetze einbringen.
00:05:09: Hier muss man allerdings beachten dass der Präsident in Person von Donald Trump einen Vetorecht besitzt das heißt hier wird.
00:05:18: es ist unwahrscheinlich dass die Demokraten da eigene Gesetzen durch bringen werden.
00:05:23: also was zu erwarten ist sind sicherlich verschärfte Konflikte um Haushaltbudget und Schulden Die Frage warum über die USA hinaus entscheidend eben auch für Europa oder China.
00:05:37: Da muss man eben sagen, dass die USA schon dann auch irgendwo für die Kapitalmärkte, aber eben auch für die Wirtschaftssektoren dann schon entscheidend sind.
00:05:50: Und es geht eben um die Frage ja wie handlungsfähig und berechenbar sind denn die Signale?
00:05:56: Die aus Washington dann eben für die nächsten zwei Jahre dann kommen werden da sicherlich als thematischer Block.
00:06:04: Handel und Zölle wird uns sicherlich weiter begleiten.
00:06:08: das heißt wenn jetzt der sich anders zusammensetzen sollte.
00:06:13: Dann wird dieser handelspolitische Druck jetzt nicht verschwinden, aber es wird dann schon gewisse... Kontrollinstanzen eben mehr geben.
00:06:23: Das kann durchaus einen positiven Effekt haben, was man auch anschauen kann ist dann die Fiskal- und Zinspolitik denn es wird dann darum gehen wie werden denn die Steuern Ausgaben und Schulden sich weiterentwickeln?
00:06:39: Wie sind die Ableitungen für Staatsanleihen, Renditen US Dollar und Finanzierungskosten?
00:06:46: Und das sind ja auch Themen über die USA eben auch nach Europa übertragen werden.
00:06:55: Für Europa sicherlich auch wichtig der Bereich Sicherheit und Verteidigung, denn der Kongress bewilligt ja Mittel.
00:07:02: Und damit eben auch die Frage wo stehen wir denn in Europa mit unserer Sicherheitsordnung?
00:07:09: Mit der NATO?
00:07:10: Lastenverteilung und eben auch das Thema Ukraine Finanzierung da gibt es dann eben auch Hinweise.
00:07:19: und was China eben anbetrifft gab's jetzt neulich den Gipfel Da ist eben dieser doch große Wettbewerb zwischen diesen beiden Supermächten, der vor allen Dingen im Bereich Technologie Handel und Investitionen stattfindet.
00:07:37: Da sicherlich eben auch für Peking eben dieser Wahlkampf ein Indikator, wie wird China denn dann in den USA zukünftig gesehen?
00:07:48: Nicht zuletzt die Kapitalmarktanleger schauen auch auf diese Entscheidung.
00:07:53: Denn es ist schon Macht- und Richtungsentscheid der dann schon auch indirekte Auswirkungen haben kann auf Staatsanleihen Aktienmarkt, Dollar und Volatilität.
00:08:06: Und das ist im Grunde genommen so dach haben, den man jetzt erwarten kann für den dritten Elften?
00:08:12: Also eigentlich ein ziemlich mächtiger Rahmen tatsächlich.
00:08:15: Alles was da ausgelöst werden kann Du hast eben schon gesagt, die Handlungsfähigkeit hängt so ein bisschen dran.
00:08:21: Also wie handlungsfähig ist Donald Trump noch auf der einen Seite?
00:08:25: Auf der anderen Seite eine Chance für die Demokraten wieder handlungsfähiger zu werden auch mal Gegenpunkte zu setzen.
00:08:31: Wie sind die aktuelle Einschätzung?
00:08:33: also wir sind jetzt ja hier Anfang Oktober da kann man ja schon ganz gut sehen naja wir werden dem Mehrheiten denn vielleicht ausgehen.
00:08:40: gibt es schon erste Indikationen?
00:08:41: und Was sind denn die Unterschiede?
00:08:44: Wenn wir jetzt sagen, es gibt weiterhin vielleicht tatsächlich eine republikanische Vormachtstellung oder einen Wechsel hin zu den Demokraten.
00:08:52: Beziehungsweise was passiert wenn das beides geteilt ist?
00:08:55: Wir haben einmal den Republikanischen Senat und einmal den demokratischen Kongress beispielsweise.
00:09:01: Was heißt das dann eigentlich für die Politik in den USA?
00:09:05: Ja, kommen wir zunächst mal zum Erwartungshorizont und zu den Prognosen.
00:09:09: Wir erleben hier ein sehr offenes Wahljahr, das von doch gewissen Unsicherheit und auch Polarisierung geprägt ist.
00:09:21: Das Misstrauen in der Wählerschaft gegenüber Institutionen und Parteien ist doch stark ausgeprägt.
00:09:29: Das betrifft auch in diesem Zwei-Parteinsystem mittlerweile eben auch beide große Parteien, es ist ja eben so dass aufgrund der Finanzierungslage wenig wahrscheinlich ist das andere Parteien sozusagen hochkommen können.
00:09:43: also wir müssen immer davon ausgehen dass es immer dieses Duell Republikaner gegen Demokraten gibt.
00:09:50: Das darf man nämlich nicht vergessen, es gibt durchaus auch andere Parteien in den USA nur die haben überhaupt keine Chance groß zu werden.
00:09:56: Es gibt ja quasi eine grüne Partei, die hat irgendwie wahrscheinlich ein Prozent oder so.
00:10:00: Also diese sind eigentlich nicht existent weil einfach die Finanzierung nicht da ist überhaupt groß zu.
00:10:06: Ganz genau so ist es und da gab's in der Historie immer mal wieder die Versuche.
00:10:10: Vielleicht wird das irgendwann mal, wenn diese Frustration sich fortsetzt denn da gibt es tatsächlich auch Umfragen, die eben aus einem gewissen Zukunftspessimismus ausdrücken ähnlich wie es hier in Deutschland der Fall ist Das was man eigentlich von den USA weniger kennt weil dadurch eigentlich traditionell historisch eher der Optimismus überwogen hat.
00:10:31: Und dann gibt es ganz klare Aussagen und die Zahlen werden immer schlechter dass die USA sich eben auf dem falschen Weg befinden.
00:10:39: Und man kann es einfach auch daraus ableiten, dass wir seit der Jahrtausendwende immer wieder diese Wechselwählersituationen gehabt haben, die es vorher eigentlich weniger gegeben hat.
00:10:52: und von dem her – das deutet sich jetzt eben an – da kommen dann zu dem Thema Prognosen.
00:10:59: Die Prognose gehen davon aus, mindestens eine Kammer sehen werden, wo die Demokraten die Mehrheit erzielen werden.
00:11:08: Das ist nämlich das Repräsentantenhaus.
00:11:11: Hier ist der Vorsprung der Republikaner äußerst knapp mit nur ganz, ganz wenigen Sitzen drei Sitzen.
00:11:18: Das is' die geringste Zahl seit zweiundneinzig Jahren und man muss dazu sagen Da es eben schon den Charakter einer Protestwahl hat, verliert die regierende Partei im Schnitt fünfundzwanzig Sitze.
00:11:33: Und deswegen sind die Wahrscheinlichkeiten und Prognosen hier sehr hoch, dass die Demokraten dieses Repräsentantenhaus hinzugewinnen sollten.
00:11:44: Zu dem Zeitpunkt wo wir unsere Studie verfasst haben also vor zwei Monaten sah es im Senat eher so aus als wenn auch dort die Demokraten gewinnen können.
00:11:55: bei Das ist mittlerweile, hat sich durch das Momentum der Demokraten jetzt deutlich nach oben verschoben.
00:12:02: Da liegen wir jetzt sogar knapp über fünfzig Prozent.
00:12:05: Das heißt im Grunde genommen ein demokratischer Senat ist jetzt hier zum Top-Szenario aufgestiegen.
00:12:13: Hier ist die Situation, die dass die Republikaner noch vier Sitze Vorsprung haben also beziehungsweise drei Sitze vorsprungen haben.
00:12:22: Die Demokraten müssen also vier Sitze in dem Sinne drehen, weil bei einem Gleichstand würde dann der Vizepräsident Jade Evans im Grunde genommen den Ausschlag geben.
00:12:30: Kann man also den Republikanern zubuchen das heißt sie müssen also vier hinzugewinnen.
00:12:34: Historisch war es so dass die Regierungspartei dreieinhalb verliert.
00:12:38: Also da sind wir wirklich ganz eng dabei.
00:12:44: spannende Rennen, wenn man auf den dritten Elften blickt.
00:12:47: Und wenn wir da vielleicht noch mal zurückblicken so nach dem Jahr zum Jahr im Jahr ist, also in die erste Tramp-Fase der Amtszeit.
00:12:57: Da führten die Demokraten auch mit acht Prozentpunkten bei den nationalen Umfragen und haben es auch geschafft beide Kammern zu gewinnen.
00:13:05: Also das ist durchaus vergleichbar denn Werte des Präsidenten sind historisch schlecht.
00:13:12: Sie sind nicht nur schlecht auf der persönlichen Ebene, sie sind auch schlecht was die Wirtschaftskompetenz anbetrifft.
00:13:19: Was ja sehr überraschend ist denn das war ja eigentlich immer die Kernkompetenz gewesen von Trump und von den Republikanern also sozusagen zusammengenommen.
00:13:29: klares Bild fürs Repräsentantenhaus wo die Demokraten gewinnen sollten beim Senat durchaus ein sehr, sehr enges Rennen.
00:13:38: Du hattest eben die großen Finanzierungstöpfe der beiden großen Parteien angesprochen.
00:13:43: da noch mal die Zusatzinformationen dass die Republikaner und die Magerbewegung über deutlich mehr finanzielle Mittel verfügen ja ungefähr das Dreifache Und diese Mittel werden jetzt ganz, ganz gezielt eingesetzt.
00:13:57: und gerade wenn es dann um dieses Senatsrennen geht Dann geht man in den entsprechenden Bundesstaaten ist jetzt da auch ganz, ganz weit vorne.
00:14:08: Das heißt deswegen sollte man hier an der Stelle ein bisschen vorsichtig sein.
00:14:13: ja wir sind ja noch ein Stück weit weg und die heiße Phase kommt ja jetzt erst noch.
00:14:19: Die US-Amerikaner sind dann jetzt zurück aus der Sommerpause.
00:14:22: Die Ersten geben ihre Stimmen ab.
00:14:25: von dem her wird die ganze Sache jetzt auch deutlich am Momentum gewinnen.
00:14:31: Du hattest die Szenarien angesprochen.
00:14:34: Was ist denn jetzt eigentlich der Unterschied?
00:14:36: Klar, wenn die Republikaner beide Kammern behalten dann sind nach wie vor sehr große Gesetzesvorhaben möglich so wie wir sie ja im letzten Jahr erlebt haben mit der großen Steuerreform.
00:14:48: Aufgrund der Prognosen und Umfragen müssen wir dann davon ausgehen, dass das für die nächsten beiden Jahre deutlich schwieriger werden wird.
00:14:55: Denn wenn die Demokraten eben das Repräsentantenhaus gewinnen, können sie da tatsächlich diese Vorhaben blockieren.
00:15:07: Dann ist doch davon auszugehen, dass wir eine deutliche weniger umfangreiche Gesetzgebung haben werden.
00:15:14: Für die Märkte muss das gar nicht... negativ sein.
00:15:17: Das kann man auch in der Stelle schon mal sagen, was wir dann erleben werden und das wird relativ schnell auch nach den Midterms passieren dass eben diese Budgetfragen wieder auftauchen Haushalt und dass wir da dann auch wieder dieses Thema haben mit Schuldenobergrenze oder diesen Regierungsstillstand diesen Shutdown wenn Regierungsbeamte wieder nach Hause geschickt werden Wenn die Demokraten den Senat gewinnen, da kann man sagen das ist dann auch neben den Gesetzesblockaden ein wichtiges Thema was diese personelle Besetzung beispielsweise vom Supreme Court eben anbetrifft.
00:15:57: Also sollten sich da eben irgendwelche Personen ergeben, die ausscheiden Dann können hier die demokratische Partei eben doch deutlich Einfluss nehmen.
00:16:07: Gewinn die Demokraten beide kann man, hatte ich eben schon gesagt sind theoretisch auch eigene Projekte möglich, die der Präsident aber abwehren kann.
00:16:15: es ist schon dann eine grundsätzliche Verschiebung was das macht Architektur eben anbetrifft also Gesetze Haushaltbudget Das sind an dieser Stelle eben die Schlagworte
00:16:29: wenn jetzt davon ausgeht dass es tatsächlich zu einer Teilung kommt.
00:16:32: Das heißt also ein Haus ist demokratisch, das andere republikanisch welches auch immer wird's ja aber definitiv für Trump deutlich schwerer eigene Themen durchzubringen.
00:16:42: da kann man sich natürlich fragen er hat ja seine Agenda, ich würde schon sagen er hat ein ganz gesundes Selbstbewusstsein was er realisieren möchte und was richtig und was falsch ist.
00:16:53: Das wird nicht mehr so einfach möglich sein.
00:16:55: Du hast eben schon gesagt, der hat zwar ein Vetorecht.
00:16:57: wenn jetzt beides an die Demokraten fallen würde kann er immer noch Sachen verhindern, die die Demokraten unbedingt durchsetzen würden.
00:17:02: aber bei einem geteilten Haus wird es auf jeden Fall für ihn auch deutlich schwerer schon werden.
00:17:07: Wo hatte denn überhaupt noch Handlungsspielräume?
00:17:09: also was kann er dennoch umsetzen ohne dass die Demokraten ihm ja rein vorwerken können sozusagen?
00:17:15: Ja, da möchte ich noch mal den Bogen spannend zu seiner ersten Amtszeit.
00:17:21: Da hat Donald Trump im Grunde genommen verstanden und für sich auch die Entscheidung getroffen, dass er im Grunden genommen diese Zusammenarbeit mit dem Kongress weniger forcieren möchte.
00:17:34: Dann wurde dieser Agenda Projekt twenty-twenty five verfasst und da hat man sich schon von Anfang an auf die Projekte konzentriert wo er eben große Exekutiv.
00:17:46: Macht hat.
00:17:47: Also diese sogenannten Executive Orders, das ist im Grunde genommen das Charakteristikum dieser zweiten Amtszeit.
00:17:54: also nicht weniger als zweihundertzwanzig Executive Ordas haben wir nur im letzten Jahr erleben und dann wurden auch noch zehn neue nationale Notstände erlassen.
00:18:05: Das heißt Donald Trump reizt im Grunden genommen hier auch Spielräume der Verfassung ganz klar aus und seine Themenfelder sind eben Außenpolitik und Diplomatie.
00:18:17: Also diese ganzen kriegerischen Einsätze, die wir ja im Grunde genommen von Anfang Januar erlebt haben.
00:18:24: Es fing an mit Venezuela setzte sich dann fort mit dieser Grünland-Thematik.
00:18:29: Dann haben wir natürlich den Iran Krieg der sich so ein bisschen endlos fortsetzt.
00:18:35: Kuba könnte dann das nächste Thema werden.
00:18:37: also das sind Sachen da können die Demokraten auch bei einer wechselnden Mehrheit im Grund genommen wenig ausrichten.
00:18:46: sie können bisschen mehr Informationsbedarf und Kontrolle versuchen auszuüben, aber letztlich ist davon auszugehen dass der Präsident sich darüber hinweg setzen wird.
00:19:00: Und das betrifft dann es geht dann fließend über in den Bereich Militär- und Sicherheit.
00:19:06: also formell hast du recht eigentlich ist die Kriegserklärung grundsätzlich Aufgabe auch vom Kongress Aber das ist eben historisch so gewesen erst mal irgendwo einen Einsatz macht und versucht dann hinterher die Legitimation nachzuschieben.
00:19:22: Und wir haben es ja gesehen, Zölle ist ein Feld da kann er auch ganz frei agieren.
00:19:28: Wir haben das ja letztes Jahr im April erlebt – die Proklamation in Rosengarten vor dem Weißen Haus.
00:19:35: Das ist eben diese Volatilität!
00:19:37: Wir haben es jetzt neulich auch wieder erlebt mit Kanada-sprunghafte Zöllen gegen Freundschaftliches Nachbarland stehen im Raum und das sind die Themen, die uns dann in Europa eben auch beschäftigen werden.
00:19:50: Dann das Thema Sanktionen ist auch ein Feld was hier Donald Trump eben weiter ausüben kann.
00:19:58: Das ist relevant für China Russland und Iran.
00:20:03: Auch die Bereiche der Deregulierung oder Einwanderung Grenzschutz.
00:20:08: Das sind eben auch Themen wo im Grunde genommen noch einen sehr gutes und ein sehr breites Spielfeld eben übrig bleibt.
00:20:18: Wo es enger wird, ist dann – ich habe es schon erwähnt bei den Haushalt- und Ausgaben-, bei großen Gesetzesveränderungen, bei den Ernennungen von Personal – ja einen oppositionell geführtes Repräsentantenhaus kann natürlich auch Ausschüsse ins Leben rufen vorlagen, erwirken und Dokumente anfordern.
00:20:36: im Grunde genommen versuchen eine Transparenz herzustellen und die Regierung in die Defensive zu drücken.
00:20:42: Jetzt sind wir ja kein politischer Podcast, das überlassen wir lieber Robin Alexander oder anderen Journalisten und Journalistinnen.
00:20:50: Wir wollen jetzt eigentlich ein bisschen auf den Kapitalmarkt schauen.
00:20:53: also jetzt finden diese Midterms statt.
00:20:55: es gibt gewisse politische Auswirkungen in den USA.
00:20:59: was heißt es aber für die Kapitalmärkte?
00:21:01: Und warum gucken die so genau darauf wie das ganze Thema ausgeht in den USA?
00:21:07: Der Ausgang der Wahl ist für die Kapitalmärkte relevant, aber nicht der dominante Wertentwicklungstreiber.
00:21:15: So würde ich es mal sagen.
00:21:17: Der Wahlausgang verändert die Erwartungshaltung eben was die Friskalpolitik anbetrifft und was die Zölle und die Regulierung eben an betrifft.
00:21:27: Aber entscheidend für die breite Marktentwicklungen bleiben Wachstum, Inflation, Unternehmensgewinne... Und was macht die amerikanische Notenbank?
00:21:37: Geopolitische Risiken sind in der Regel dann auch noch zu beachten.
00:21:42: Ein politischer Stillstand, der durchaus möglich ist senkt die Wahrscheinlichkeit von großen Gesetzesvorhaben kann aber auch Haushaltskrisen auslösen und damit eben auch Volatilität bei Staatsanleihen dem US-Dollar oder Risikoanlagen wahrscheinlicher machen.
00:21:59: Deswegen, also das Wahlergebnis allein ist eben kein langfristiger Einflussfaktor.
00:22:05: Es ist ja auch immerhin keine Präsidentschaftswahl.
00:22:08: Das muss man an der Stelle auch nochmal betonen.
00:22:11: aber es gibt schon um die wirtschaftlichen Folgen, die dann für die nächsten zwei Jahre zu erwarten sind.
00:22:17: und da gibt es eben den Moment, wenn Unsicherheit reduziert wird durch ein klares Wahlergebnis.
00:22:25: Dann kann das ja sicherlich auch einen positiven Effekt haben und dann muss man eben schauen wie sich die Szenarien darstellen.
00:22:35: Da hat sich in der Historie schon auf der Richtungskarte durchaus ergeben dass ein geteilter Kongress eine geteilte Regierung nicht unbedingt schlecht sein muss.
00:22:46: In dem Zusammenhang, wo sich die Märkte eben jetzt präsentieren, denken wir dass der wichtigste Übertragungskanal derzeit eben der Anleihemarkt ist.
00:22:55: Wie glaubwürdig ist der amerikanische Fiskalpfad?
00:22:59: Was machen die hohen Defizite und wie sieht der Finanzierungsbedarf aus?
00:23:04: Und das wird man dann eben am US Treasury Markt sehen, der irgendwo da eine Schiedsrichterfunktion auch einnimmt.
00:23:13: Die Fortsetzung einer einheitlichen republikanischen Regierung ist unwahrscheinlicher geworden.
00:23:18: Das heißt, das kann ja auch Erwartungen von zusätzlichen Ausgaben, zusätzliche Steuergeschenken eben auch senken.
00:23:26: Deswegen neue große Maßnahmen auszubremsen.
00:23:31: Das muss kein Nachteil sein an der Stelle und das ist eben auch für europäische Investoren sicherlich zu beachten, denn wenn diese Langfristrenditen sich entwickeln hat dann eben auch Implikationen für deutsche Bundesanleihen aber auch für die anderen Anleihenmärkte in Europa.
00:23:49: Dann ist eben auch die Frage, wie können sich eben die hoch bewerteten Wachstumsaktien in dem Umfeld schlagen.
00:23:57: Das Thema künstliche Intelligenz ist da durchaus auf der lokalen Ebene immer kritischer zu sehen denn da kommt es dann eben auch zu Reibungen mit der Bevölkerung.
00:24:08: also durchaus ein bunter Satz von Themen, der sich daher gibt.
00:24:13: Oftmals guckt man auch ganz gerne zurück auf die Vergangenheit, versucht so Muster zu finden.
00:24:18: Und bei den Midtermjahren also Jahre in denen die Midterms stattgefunden haben da hat man festgestellt sie waren eher schwankungsreich im Vergleich zu den anderen Jahren.
00:24:28: Würdest du jetzt sagen ja das kann man grundsätzlich auch erwarten.
00:24:32: oder sagst du naja solche Vergangenheitsbetrachtungen die hängen natürlich noch an so vielen anderen Faktoren Das ist keine wirkliche Prognose die man jetzt auf diese eine Wahl zurückführen kann.
00:24:43: Erhöhte Schwankungen, darauf sollte man sich bis zum Wahlentscheid durchaus... einstellen.
00:24:51: Aber weniger als statistische Tendenz, du hast es so ein bisschen angedeutet das ist keine belastbare Prognose die man einfach aus der Historie einfach sofort schreiben sollte.
00:25:04: aber im Schnitt waren die Jahre tatsächlich volatiler und auch schwächer von der Wertentwicklung am US-Aktienmarkt als andere Jahre im Präsidentschaftszyklus.
00:25:16: doch einen deutlicher Zusammenhang.
00:25:19: Also diese historisch auffälligen Muster können natürlich nützlich sein, aber man sollte sie nicht als Handelssignal in dem Sinne missverstehen.
00:25:27: Da ist dann schon eine langfristig orientierte Portfolio-Struktur entscheidend und die sollte man jetzt nicht wegen eines Wahlkalenders sozusagen umbauen und man sollte auch derzeitige Situation eben auch mal einsortieren.
00:25:42: wir sind ja im niedrigen Volatilitätsumfeld bei Aktien und bei Credit Spread.
00:25:47: von dem her die Ausgangslage ist schon irgendwo auch anspruchsvoll.
00:25:52: Wir haben steigende Energiepreise, steigene Renditen in der Ableitung.
00:25:58: von dem her muss man auch sagen dass diese schwächeren Mitte im Jahre dann oftmals eben auch mit geldpolitischer Strafung Konjunkturabschwächungen oder Ölpreisschocks zusammengefallen sind.
00:26:10: da gibt es ja auch Man hört schon gewisse Parallelen zu diesem Jahr.
00:26:14: Und auch die jüngeren Beispiele waren eigentlich auch zur Vorsicht, nämlich zwanzig-zwundzwanzig und zwanzichachzehn war dann eben auch Jahre, die durchaus schwach gelaufen sind und die Themen waren eben auch hier Handelskonflikte, Inflationen und Zinserhöhungen.
00:26:34: Der typische Verlauf eines Mittörmwahljahres ist eben, dass man dann erst mal eine schwächere Phase hat bis in den Herbst hinein.
00:26:43: Bis kurz vor der Wahl.
00:26:44: was man dann aber schon sagen kann ist das unmittelbar nach der Wahl wenn dieser Unsicherheitsfaktor ausgeräumt wird.
00:26:51: Eine Phase beginnte die durchaus positiv gewesen ist.
00:26:55: also das Folgejahr war eben wirklich häufig sehr stark und da sind wirklich beeindruckende Zahlen zu nennen, also das sind dann auch in dem Sinne neun Monate danach gab es sogar noch Nienenverlust.
00:27:13: Also Stetsgewinne hit ratio ein hundert Prozent aber da haben dann eben Aktien und Wirtschaft dann eben auch gut abgeschnitten.
00:27:26: Die Frage ist, kann ich jetzt da den belastbaren Schluss daraus ziehen nach den Mithirms zwingend Aktien kaufen?
00:27:32: Ja es war in der Vergangenheit so.
00:27:36: Im aktuellen Umfeld sollte man Vorsicht walten lassen.
00:27:40: Man sollte eben nicht zu sehr auf dieses historische Muster setzen, es gibt auch Stimmen die sagen ja gerade wenn der Kongress dann eben nicht mehr im republikanischer Hand ist, wenn Donald Trump noch mehr über seine Exekutivmacht verfügt könnte er noch mehr eskalieren.
00:28:01: und das geht anhand in hand mit Gerüchten über gesundheitliche Probleme beim US-Präsidenten.
00:28:07: Also gibt es schon auch Marktorguren, die hier sagen wir haben das Peak von der Eskalation von Donald Trump noch gar nicht gesehen.
00:28:15: Ja und dann gibt's ja noch die sogenannten schwarzen Schwäne also die statistischen Ausreißer, die wir gar nicht einschätzen können, die dann einfach erscheinen und man wundert sich woher kommt das denn jetzt auf einmal?
00:28:24: Das haben wir auch schon erlebt!
00:28:26: Jetzt sind die Midterms ein Event der Stadt findet.
00:28:29: Wir haben aber auch noch ganz viele andere Einflussfaktoren an den Märkten, ganz viele Entwicklungen die aktuell passieren.
00:28:34: also sei es beispielsweise der enorm gestiegene Ölpreis der letzten Monate oder ganz andere Auswirkungen was sind denn wenn du jetzt drauf schauen würdest Themen die noch bis zu dieser Midtermwahl vielleicht die Märkte sogar stärker beeinflussen werden als das was wir in den USA politisch sehen.
00:28:53: Der wichtigste Knotenpunkt erscheint uns auf der Rendite Seite zu sein, denn du hast es schon angesprochen dass diese höheren Energiepreise dann eben die Inflation verstärken und dieser hartnäckige Inflasion hat ja dazu geführt das die Fett nun auch den Zinserhöhungspfad eingeschlagen hat.
00:29:16: Und das ist die spannende Frage wo bewegen wir uns hier?
00:29:21: Wir haben jetzt US Treasury Renditen, die oberhalb von fünf Prozent sind.
00:29:28: Die zehnjährige sogar bei fünf Komma zwei Prozent ein nahezu zwanzig Jahres hoch und das ist dann schon in der Ableitung Wort und ein schwieriges Umfeld.
00:29:41: Wir haben es dann auch diese Woche gesehen beim Öl, bei Entschuldigung beim Goldpreis den Rückschlag klar gold kann hat keine Rendite und das sind Themen.
00:29:51: und bei den konkreten Marktentwicklungen sollte man dann eben die makroökonomischen Daten US-Inflationsdaten im Blickfeld behalten aber eben auch den Arbeitsmarkt.
00:30:05: Auch interessant ist wie läuft's weiter mit der Fettkommunikation.
00:30:11: Wir haben hier den neuen Fettschef nicht zuletzt auch die Entwicklung in diesem festgefahrenen Iran-Krieg, der den Ölpreis eben weiter hochhält.
00:30:22: Und wir müssen schauen auf die Berichtssaison natürlich der Unternehmen Quartalsberichte und Ausblicke das bleibt das A&O eben auch was KI-Infrastruktur, die Halbleiter, die Hyperscaler Keppex, die Margenentwicklung usw.
00:30:38: betreffen.
00:30:39: Das sind im Grunde genommen die Marktparameter die wir tatsächlich dann eben als wichtiger erachten.
00:30:46: Und dann ist eben die Frage, welcher Marktfahrt wird jetzt eingeschlagen?
00:30:50: Bekommen wir einen Entspannungsszenario mit einem rückläufigen Ölpreis und einer abschwächenden Inflation?
00:30:56: Dann haben wir sicherlich auch auf der Rendite-Seite wieder eine gewisse Entspannung.
00:31:01: oder ist es dieses Szenario heier vor Longa, dass der Preisdruck nicht zurückkommt Junkturlage oder haben wir eben sogar das Starkflations-Szenario, dass zumindest mal von einem Teerisikoszenario ansteigt.
00:31:21: Wenn der Ölpreis weiter hoch bleibt die geopolitische Lage sich auch nicht entspannt oder noch weiter eskaliert und dann eben auch vielleicht die ersten Anzeichen einer Wachstumsabschwächung auftreten.
00:31:33: also von dem her ja Mithirms bleiben wichtig.
00:31:38: sie setzen den Rahmen zu dem Präsidentschaftswahl, das Wahljahr zwanzig, achtundzwanzig.
00:31:46: Aber bis dahin werden die Märkte doch eher auf unmittelbare Daten und Ereignisse dann eben handeln.
00:31:52: Deswegen ist die sinnvollere Frage für uns nicht wer gewinnt den Kongress sondern wie robust ist das Portfolio wenn zehnjährige US-Rendien weitersteigen Energie teurer wird?
00:32:04: Und die Fett dann länger restriktiv bleibt?
00:32:08: genau jetzt könnte man ja diese Mitterm-Wahl als weiteren Unsicherheitsfaktor sehen.
00:32:13: Könnte sagen, naja wir haben den Iran Krieg, wir haben dem Krieg in der Ukraine.
00:32:17: dadurch werden Energiepreise beeinflusst und jetzt kommen auch noch so Mittermwahlen dazu die auch nochmal Unsicherheit reinbringen dahingehend wie die US Politik in Zukunft überhaupt handeln kann.
00:32:29: Jetzt fragen sich natürlich Zuhörerinnen und Zuhörer was heißt denn das jetzt eigentlich für meine Geldanlage?
00:32:34: Und worauf sollte ich denn jetzt achten?
00:32:35: es sind diese Mitterms jetzt wirklich so wichtig?
00:32:38: sind es eigentlich ganz andere Themen.
00:32:40: Für die eigene Geldanlage heißt das vor allem nicht auf den Wahlausgang Wetten, denn selbst wenn man die Wahl richtig sozusagen antizipiert muss das nicht notwendigerweise am Markt belohnt werden.
00:32:53: also prominente Beispiele dafür gibt es ja viele wie auch Ersten Sieg von Donald Trump in zwei Tausend Sechzehn, wenn man sich zurück ändert.
00:33:02: Europas Börsen eröffneten Tiefrot mit Kursverlusten.
00:33:06: Die US Futures ebenso und am Ende des Tages am Ende desselben Handelstages lagen dann US Aktien sogar leicht im positiven Terrain eben weil dann sozusagen diese wirtschaftsfreundliche Agenda America First dann eben so zu sagen von den Märkten gefeiert wurden.
00:33:25: also was ich damit sagen will ist dass man hier eben das Portfolio entsprechend aufstellt.
00:33:33: Also die Midterms sind vielleicht ein Anlass, um da nochmal so'n Portfoliocech auch vorzunehmen aber keine belastbare Grundlage jetzt für hektisches Umschichten.
00:33:46: Historisch war einfach immer die größere Gefahr für Anleger in volatilen Wahlphasen aus dem Markt auszusteigen und dann eben anschließend nicht mehr reinzukommen.
00:33:56: Und das ist ja das, was die Statistik auch andeutet.
00:33:59: Das es dann eben mit Wecknahme des Unsicherheitsfaktors dann eben auch durchaus sehr schnell nach oben gehen kann.
00:34:06: und deswegen eben die Frage passt in?
00:34:09: Die Aktienquote derzeit zu meinem persönlichen Anlage im Horizont?
00:34:14: wie hoch ist meine Verlust-Tragfähigkeit die sektorale Ausrichtung?
00:34:23: sind vielleicht zu viele Technologietitel im Portfolio, wie ist die Dollarquote und habe ich eben ausreichend Liquidität.
00:34:31: Also das ist eben so dass man hier versucht vielleicht auch vor der Wahl, so gewisse Risiken zu entbündeln und jetzt eben hier zum Ausstieg zu läuten nur weil eine Wahlvollatilität erwartet wird.
00:34:47: Das denke ich mal ist kein guter Ratgeber deswegen eher einen pragmatischen Ablauf wählen die Zielallokationen und die tatsächlichen Gewichte abgleichen und dann auf Einzelpositionen Regionen und Sektoren schauen und dann eben vielleicht auch mal irgendwo Übergewichte an der einen oder anderen Stelle zurückführen.
00:35:09: Also das ist das, was man sicherlich hier sagen kann.
00:35:14: Größten Impact kann man sicher auf der sektoralen Ebene erwarten.
00:35:19: denn ja das sind immer wieder diese Branchen eben Energiebranche Finanzbranche die davon abhängen Technologie Gesundheitswerte Kryptowerte.
00:35:32: also da ist sicherlich der größte Hebel sozusagen anzusetzen.
00:35:37: Wenn du jetzt als Investment-Strategie bei der DK eben hergehst und sagst, okay wir sehen jetzt diese ganzen Themen auf uns zukommen?
00:35:45: Wir sind die Risiken vielleicht einer Mithörmwahl.
00:35:49: Wie setzt ihr das denn im Asset Management um?
00:35:51: also was passiert denn im Formmanagement dann?
00:35:54: wie bereitet man sich den auf so ein Ereignis vor?
00:35:56: oder Anders gefragt kann man sich darauf überhaupt vorbereiten?
00:35:59: weil du hast eben schon gesagt naja auf die Wahl selber, auf den Ausgang sollte man vielleicht gar nichts zu sehr setzen sondern eher auf andere Daten schauen.
00:36:07: Sagen wir mal, dass positive an einer Wahlsituation wie wir sie jetzt vorliegen haben ist ja so und das der Termin ist bekannt.
00:36:15: Also das Ereignis ist bekannt.
00:36:18: was unbekannt ist ist der Wahlausgang zum Vergleich der Ausbruch der Corona-Pandemie der völlig unerwartet kam zum einen vom zeitlichen und zum anderen eben auch vom Ausmaß denn da konnte man Zum Ausbruch eben noch keine Szenarien sich zurechtlegen, wie wir es ja jetzt hier auch gemacht haben.
00:36:38: Also das im Grunde genommen berügt doch schon an der Stelle.
00:36:43: Deswegen ist immer wieder der Umgang mit Politik und Geopolitik, da muss man eben auch klar festhalten dass hier auch nicht jede News dann eben sozusagen auch umgesetzt werden.
00:36:57: Das heißt auch nicht jedes Gesetz verändert eben nachhaltig Gewinne oder Cash Flows und politische Resultate können ja auch dann durchaus zum guten Teil eben auch eingepreist sein.
00:37:09: Da die praktische Leitdien hier eben politische Risiken als Faktor und Einzeltitelrisiken erfassen.
00:37:17: Und diese Konzentrationen eben begrenzen, um da eben möglichst unverwundbar zu sein.
00:37:23: Wir im Fundmanagement haben ja den Investment Prozess, der uns so eine Mischung gibt aus Top-Down vorgehensweise und Bottom Up Analysen.
00:37:35: Das heißt wir haben ja hier unser Investment-Komitee da wird eben die strategische Leitplanke gesetzt dann haben wir unsere taktische Asset Allocation wo dann im Grunde genommen solche kurzfristigeren Themen aufgegriffen werden.
00:37:50: und als dritten Punkt eben die bottom up Analysen die sich dann eben auch auf der Einzelwert-Ebene ganz klar mit den Themen auseinandersetzen.
00:38:04: Da kann es ja durchaus für die Positionen durchaus unterschiedliche Vorgehensweisen geben, ich denke was immer wieder wichtig ist einfach dieser Portfoliocheck nach Bausteinen Dann Richtung Multi-Asset blicken.
00:38:24: Den Rentenblock hatte ich eben schon genannt, den sollte man durchaus auch wieder ernst nehmen, denn es kann ja für jemanden der bis zur Entfälligkeit hält und die Kursrisiken durchaus tragen kann bis zur Endfälligkeit.
00:38:38: Durch das Interessant sein bei diesen Rendite Niveau einzusteigen.
00:38:44: Wie sieht's aus mit Diversifikation und Korrelationseffekten?
00:38:49: Einen Punkt möchte ich noch nennen, was mir aufgefallen war ist eben dass diese große Gewichtung der Tech-Aktien die eben ja nicht nur dann in den USA stattfindet sondern sich auch in den Weltindices sozusagen fortsetzt.
00:39:05: Dass man dann nicht irgendwelche Klumpenrisiken hinterher hat und sagt ok setze auf USA MSCI Welt vielleicht und Asien und überall sozusagen den Topgewichtungen durch die hervorragende Kursentwicklung überall Tech, Halbleiter, künstliche Intelligenz und denkt man ist regional sozusagen diversifiziert aufgestellt.
00:39:26: Also das ist sicherlich ein Punkt den man auch beachten sollte.
00:39:30: Ja zusammengefasst ist es natürlich jetzt so.
00:39:33: wir alle können uns glaube ich nicht frei machen von den Medien irgendwie auch näher beeinflusst zu werden, das heißt wir kriegen ja schon immer mit so was passiert.
00:39:42: Wird vielleicht nervös sieht diese oder jene Entwicklung jetzt gerade in dem Kontext dieser Midterms?
00:39:48: macht man sich vielleicht Gedanken soll ich mein USA Engagement verändern?
00:39:52: Sollte ich irgendwas tun?
00:39:53: Solle ich irgendwelche Gewichtungen verschieben?
00:39:55: Was wären denn nochmal so praktische Tipps wo du sagst Das sollte man auf jeden Fall beachten oder vielleicht so dos and don'ts im Zusammenhang vielleicht mal?
00:40:06: Ich denke, die wichtigste praktische Regel lautet eben nicht die tägliche politische Headline-Handeln sondern eben das eigene Portfolio auf Belastbarkeit prüfen so wie wir es eben auch beschrieben haben.
00:40:20: Und ich denke, wer einen klaren Anlagehorizont und ausreichende Liquidität und dann eben die passenden Diversifikation hat der muss eben auch wegen einer Mittermwahl grundsätzlich nichts ändern.
00:40:32: Das kann ja auch nicht über die eigene Finanzplanung eben entscheiden.
00:40:38: Diese Kongresswahlen sind medial sehr präsent, das wird jetzt noch zunehmen.
00:40:43: Besteht eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Prognosen und Umfragen und auch Misstrauen in diese Institutionen.
00:40:50: aber dieser Wahl im Speziellen bitte kein Übermaß an Bedeutung beimessen, nicht auf ein einzelnes Wahlszenario setzen.
00:40:58: politische Börsen haben in der Regel eben kurze Beine insbesondere wenn sie dann eben nicht überraschend auftreten.
00:41:06: Ja, die Midterms sind wichtig für die Politik und einzelnen Branchen aber eben kein Auslöser für ein pauschales Umschichten.
00:41:14: Wichtig ist dass man so sein eigenes Regelwerk vielleicht findet.
00:41:18: ja das man sagt ich stelle eben die Ziele vor diese Nachrichtenlage in dem ich mir sage Wann brauche ich denn eigentlich das Geld, was ich angelegt habe?
00:41:28: Wenn ich einen langfristigen Vermögensaufbau anstrebe.
00:41:33: Dann kann ich da sicherlich beruhigt daran gehen als wenn ich jetzt sage Ich bin kurz vor dem Ruhestand auf jeden Fall nicht all in oder all out gehen.
00:41:41: Das ist eben so.
00:41:42: diese Timing-Geschichte, die Problematik hatten wir auch eben angesprochen das regelmäßige rebalancieren hat sich was verschoben von meiner grundsätzlichen Ausrichtung und einfach auch so diese Trennung von Liquidität und Anlagegeld.
00:41:58: ich denke dass es auch wichtig und ja dass man sich immer wieder diese Konzentrationen sichtbar macht vor der Entscheidungsproblematik steht neues Geld zu investieren.
00:42:12: Der sollte in dem Sinne da jetzt eben keine Berührungsängste haben, da haben wir uns eben auch historische Daten eben angeschaut von ein Stiegen an All Time Highs und haben festgestellt dass die Performance-Nachteile da historisch überraschend gering gewesen sind.
00:42:31: das ist eine Analyse die dann seit dann.
00:42:36: diese Punkte sind wirklich marginal.
00:42:40: Also von dem her ist es eben entscheidend, dass man diese gewählte Aktienanleihenmischung die man hat eben auch in einem schlechten Börsenjahr einmal durchhalten kann.
00:42:50: Also Fazit da wäre von meiner Seite Diversifikation beibehalten Konzentrationen im Portfolio prüfen und Volatilität einfach irgendwo als einen normalen Bestandteil von einem Wahljahr einordnen und selber ruhig bleiben langfristigen Zielen eben auch diszipliniert bleiben und dann eben bei Unklarheiten eben auch die Expertise der Beraterin oder des Beraters vor Ort aus der Sparkassenwelt in Anspruch nehmen.
00:43:20: Ja Roger, ich glaube wir machen heute mal einen Schleifchen dran an unseren Parfors-Ritt durch die Midterms sozusagen.
00:43:27: das war ja wirklich.
00:43:29: also ich habe unglaublich viel mitgenommen muss ich sagen weil ehrlich gesagt wirklich damit beschäftigt.
00:43:33: Ich wusste es gibt diese komischen Zwischenwahlen in den USA, warum die stattfind.
00:43:37: ich habe gedacht das ist so eine Art Landtagswahl.
00:43:40: Wichtiger als dass es eigentlich wie eine Weichenstellung zur Mitte nochmal wie ein Stimmungscheck zu schauen was passiert da eigentlich.
00:43:47: aber ich hab auch mitgenommen Das kann die politische Landschaft im Washington verändern sollte uns aber auf langfristige Investments bezogen, nicht allzu nervös machen.
00:43:57: Auch wenn da natürlich dann wichtige Weichen gestellt werden hinsichtlich Wachstum, Inflation
00:44:01: etc.,
00:44:02: in den USA.
00:44:03: Trotzdem wäre langfristig investiert der sollte eher dieses Wahlkampfgetöse so ein bisschen von sich weghalten, sollte nicht zu sehr darauf achten, sich nicht bangemachen lassen und sich schon gar nicht darauf einlassen, darauf irgendwie zu wetten sondern Ruhe bewahren einfach langfristig weiter investieren, Fondsparpläne laufen lassen.
00:44:21: Die holen die ganze Volatilität aus der Anlage raus und von daher vielen Dank noch mal vor allem für deine kompetente Einschätzung!
00:44:28: Ich hoffe die Hörerinnen und Hörern haben auch so viel mitgenommen wie ich weil das sind wirklich so die Gespräche wo ich dann sage wow da habe ich jetzt wirklich ganz viel gelernt.
00:44:36: also von daher Vielen Dank nochmal.
00:44:38: wenn Sie die Bezuhörerin und Zuhörer Fragen haben rund um Das Thema Midterms, auch unser Dr.
00:44:43: Carter ist durchaus sprachfähig zu dem Thema in den nächsten Podcasts.
00:44:47: Da können Sie uns gerne schreiben an die E-Mailadresse www.podcasteddk.de und dann bauen wir da auch gern noch die Fragen in diesen nächsten Podcast ein.
00:44:56: Das war's von uns für heute!
00:44:57: Machen sie es gut und bis bald!
00:44:59: Tschüss!
00:45:10: Schreckstrich linker
00:45:12: MIMOS-Gruppe.