Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

Transkript

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00:00:00: Es ist die Zeit der Comebacks, leider nicht im positiven Sinne.

00:00:04: Nicht nur in den USA auch in Europa ist ein Thema zurück das lange nicht mehr so präsent war – die Staatsschulden!

00:00:11: Die Schuldenquote in den U.S.A steigt weiter und auch in Frankreich scheint es derzeit darum zu gehen die Staats-Schulden irgendwie einzudämmen.

00:00:20: Und dazu gibt es abenteuerliche Vorschläge….

00:00:24: …und auch die Inflation ist zurück.

00:00:26: allerdings war sie ja nie wirklich weg Und gerade in den USA macht sie den Notenbanken das Leben schwer.

00:00:32: Denn eigentlich erwartet der US-Präsident niedrige Zinsen.

00:00:37: und last but not least ist der Ölpreis auch wieder zurück, da wo er nicht sein sollte – inklusive den entsprechenden Auswirkungen an der Zapfsäule.

00:00:47: Wie wirken die Reformen in Deutschland?

00:00:49: Welche Möglichkeiten haben die Notenbank bei der Zinsentwicklung um?

00:00:53: was heißt denn neuerlich widergestiegene ÖlPreis für die Inflation?

00:00:58: Wir sprechen drüber in dieser Folge Micro trifft Makro.

00:01:12: Hallo und herzlich willkommen zur einhundertsechsten Folge.

00:01:17: Micro Trift Makro, heute ist Donnerstag der zehnte September zwanzig sechsundzwanzig.

00:01:22: Und bei mir ist wie immer der Chefvolkswetter Dekabank Dr.

00:01:25: Ulrich Carter.

00:01:26: Guten Morgen Ulrich!

00:01:28: Es ist jetzt ziemlich genau, übrigens einen Monat her habe ich gesehen.

00:01:32: Also am zehnten August haben wir das letzte Mal aufgenommen und es war ein Montag.

00:01:35: Und dann sind wir in so eine kleine Pause gegangen und die Zuhörerinnen und Zuhöre haben trotzdem etwas zu hören bekommen von unseren Kollegen aus der DK Investment.

00:01:43: Ein bisschen was zur Rohstoffen.

00:01:45: da war deine Kollegin auch dabei.

00:01:47: Ich glaube, da haben wir uns ganz gut über die Zeit gebracht.

00:01:50: Und ja, seitdem wir zum letzten Mal gesprochen haben ist auch echt viel passiert.

00:01:54: Es gibt einiges zu besprechen aber ich glaube wir können nicht jede Börsenentwicklung nachkommentieren die passiert ist denn da ging es ganz schön hoch und runter in den letzten Wochen.

00:02:01: oder wie hast du's wahrgenommen?

00:02:03: Ja das war ja schon häufiger jetzt auch im letzten Jahr in der Fall Sommerloch ist nicht mehr und ich möchte nicht daran denken was passiert wenn Blockchain-mäßig die Börse demnächst dann vierundzwanzig Stunden aufhaben.

00:02:19: Ja, wir haben ja noch was.

00:02:21: Die große Aufregung liegt ja so gerade hinter uns, obwohl es absehbar war hat die fast absolute Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt bei vielen einen Schockzustand ausgelöst.

00:02:31: und wollen wir hier nicht in die Politik einsteigen?

00:02:33: das ist ja nicht unser Kompetenzfeld.

00:02:35: aber an den Kapitalmärkten wird doch auch eh alles beobachtet.

00:02:39: Wie seht ihr das denn?

00:02:39: Aus Kapitalmarkt sich immerhin hat's ja bis in die USA Wellen geschlagen.

00:02:43: Der US Präsident hat sich dazu geäußert.

00:02:46: Es bleibt ja nicht unbeobachtet.

00:02:48: Ja, international wird das natürlich verfolgt.

00:02:50: Aber wir müssen wirklich trennen in Politik und Märkte.

00:02:55: wenn die internationale Politik reagiert dann sind damit natürlich auch politische Absichten dann auch verfolkt.

00:03:03: aber Wir schauen ja auf die marktreaktion und fragen uns was macht das mit anleihe und aktienmärkten?

00:03:10: Und da geht es jetzt dann weniger um dass also den merken gibt's weniger um das nationale schicksal deutschlands sondern halt um die rein wirtschaftlichen Bedingungen.

00:03:20: Davon darf man sich auch keine Illusionen hingeben, der Markt hat gar keine Moral.

00:03:25: das sind andere Maßstäbe nachdem da beurteilt wird.

00:03:31: Der Aktienmarkt zum Beispiel kümmert sich jetzt wenig darum ob es in Sachsen-Anhalt bessere oder schlechtere Bedingung für Fachkräfte gibt.

00:03:40: Sachsen anderen hat ja auch kaum Aktienunternehmen.

00:03:43: ich glaube nur ein einziges in den Indizes drin.

00:03:46: Also kurz gesagt, die Finanzmärkte, Aktiemärkte und Anleihmärkten haben eben auch nicht reagiert.

00:03:52: Wir haben es intern natürlich auch durchdekliniert und wir können uns schon Einflüsse vorstellen.

00:03:59: insbesondere zwei sind es wenn dann aber eher mittelfristiger Art.

00:04:06: also einmal ist natürlich das Thema Wenn der Trend der Protestwahlen mit solchen Anteilen der AfD Trend auf Bundesebene wird, dann kommen wir insbesondere in Probleme mit der Währungsunion.

00:04:25: Wir haben demnächst absehbar vielleicht wieder ein Thema wo man sich über die überbordende Verschuldungen von einigen Ländern, insbesondere Frankreich ist natürlich auch politischer Ebene in der Europäischen Union mal wieder verständigen muss wenn die Risikopremien für Frankreich zu groß werden und man merkt dass die Märkte Eine Antwort verlangen auf die Frage, wie soll denn die gesamteuropäische Verschuldung, die ja auch hinter dem Euro dann steht?

00:04:52: Wie soll die bewältigt werden?

00:04:54: und da sind Gespräche notwendig auf Regierungsebene.

00:04:57: Und wenn wir dann ein Partei haben mit maßgeblichem Einfluss in Deutschland, die eben die Europäische Union völlig ablehnt, kann man sich durchaus schwere Reaktionen vorstellen am Kapitalmarkt für europäische Staatsanleihen.

00:05:13: Aber wie gesagt, das deutet eher auf nächste Bundestagswahl hin und bis dahin ist eben noch einiges an Zeit jemals wenn sie regulär kommt.

00:05:24: Das andere Thema was wir diskutiert haben ist die unmittelbare Reaktion jetzt in der Bundespolitik auch Richtung der Reformen, die ja schon beschlossen worden sind also beispielsweise zurückdrehen von Elemente der Rentenreform etwa.

00:05:41: Das würde natürlich im Ausland bei internationalen Investoren eher eine negative Einschätzung über den Standort Deutschland bedeuten.

00:05:56: Da muss man natürlich sehen, dass das Image in Deutschland ja schon so schlecht ist, dass wir eigentlich auf Lichtblick gewarten, dass es sich ändert und auch ausländische Investoren.

00:06:05: Und wenn wir jetzt wieder substanzielle Rückschläge hätten, dass das Land sich einfach nicht bewegen möchte.

00:06:16: Dann wird der Eindruck verfestigt im Ausland, dass Deutschland einfach nicht reformfähig ist, dass auch von der Demografie her in Deutschland eben die Wählerinnen und Wähler die Mehrheit übernehmen, die vor allen Dingen eben am Status quo festhalten wollen.

00:06:36: Die Angst haben, dass es schlechter für sie ist ja auch wirklich riesige Herausforderungen für den Wohlstand.

00:06:44: Aber die damit eben nicht reagieren mit der Diagnose, okay da müssen wir uns ändern und anpassen, dann müssen wir anpacken sondern eher nein es soll alles so bleiben wie es ist.

00:06:54: bitteschön mit den Strukturen von gestern oder auch mit dem Wohlstandsniveau von gester Und Rentenversicherungssystem würde natürlich bedeuten, dass die Geburt gestarken Jageln dafür plädieren.

00:07:05: Die Rentenleistungen hochzuhalten und dann lieber die Beiträge dafür für die arbeitende Generation in den nächsten Jahren eher ein bisschen höher zu machen was wie gesagt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland vollkommen erklärbar wäre.

00:07:22: aber ob es eben gut wäre in dem Sinne das wir Fortschritt und Wachstum, Veränderung.

00:07:30: Und damit am Ende dann doch den Wohlstand in Deutschland hochhalten.

00:07:34: Das steht auf dem anderen Blatt und das wird eben im Ausland halt ganz nüchtern einfach abgewogen geschaut und da werden Signale eben dann aufgenommen.

00:07:42: aber nochmal man muss sagen des Image Deutschlands ist schon so schlecht.

00:07:46: es geht ja auch teilweise auch in Europa über dass die Investitionen und die die Investitionsgrade in dem weltweiten Portfolio in Europa eher sowieso schon untergewichtet sind.

00:08:00: Ja, aber daran wird sich hier entweder nichts ändern wenn wir nicht tatsächlich das Reformthema weiter bearbeiten.

00:08:08: Da kommen wir gleich vielleicht noch mal zu.

00:08:10: da ist ja auch einiges passiert jetzt in den letzten vier Wochen.

00:08:12: Lass uns aber auch nochmal auf die allgemeine Entwicklung vielleicht erst nochmal an den internationalen Börsen schauen.

00:08:19: Ich würde sagen kräftig hoch und runter wie in so einer guten Achterbahn.

00:08:23: Früher auf dem Rummel gab es immer die, hieß sie mal wilde Maus.

00:08:26: das ging immer so hoch und runter und dann ging's wieder ein Stück hoch und hat ordentlich gerumpelt und einen durchgeschüttelt.

00:08:31: So ein bisschen hatten wir das Gefühl aktuell auch an der Börse.

00:08:34: Wir hatten mal Höchststände zwischendurch jetzt sind wir wieder deutlich darunter.

00:08:38: Das alles hat ja am Ende wahrscheinlich hauptsächlich mit dem ganzen Öldilemma zu tun Denn der ist ja auch wieder kräftig angestiegen Und damit sind die Börsen wieder kreftig gesunken.

00:08:48: Man merkt sich auch an Erzapfsäule Ist es der Ölpreis, ist es der Iran-Konflikt hauptsächlich oder gibt's noch andere Gründe?

00:08:55: Ja, wir hatten schon jetzt auf und ab an der Börse.

00:09:01: Ich würde allerdings noch nicht sagen Wille Maus.

00:09:05: Ich bin auch beim Kinderkettenchaosell denn was wir ja kennen an den Börsen sind ja wirklich extremer Ausschläge die eben passieren können.

00:09:16: Wir haben jetzt eine ganz lange Bewegung nach oben gehabt und noch nicht mal eine Konsolidierung, das kann ja schnell mal fünf oder zehn Prozent bedeuten.

00:09:23: Das ist alles lange nicht passiert.

00:09:26: Insofern müssen wir uns immer an gerade einen Aktienmärkten vor Augen rufen was so in der Vergangenheit alles passiert ist.

00:09:36: Und da passieren halt Schwankungen die durchaus stärker sind als das was wir in den letzten ein zwei drei vier Jahren erlebt haben.

00:09:41: aber es passieren auch trotz dieser Schwankungen eben langfristig immer eine Aufwärtsbewegung und das ist auch das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben.

00:09:50: Was jetzt gerade natürlich weiterhin Thema ist, es ist klar nach orstenpersischer Golf ja hat sich aber eigentlich angedeutet auch schon jetzt vor unserer kleinen Sommerpause dass man an einer Normalisierung beim an Transportweg, Straße von Hormuz eigentlich nicht mehr so richtig glaubt.

00:10:15: Die Kontrolle über dieses Nadelöhr der Weltwirtschaft ist eben erklärtermaßen auf Iran und eventuell auch auf den Oman auf der anderen Seite übergegangen die diesen Sehwerk für ihre politische aus dem politischen Ziele instrumentalisieren und eben Behinderungen und Kontrolle ausüben.

00:10:37: die tatsächlichen militärischen Auseinandersetzungen führen wirklich wieder dazu, dass auch die physische Anzahl von Transporten zurückgeht.

00:10:48: In den letzten Monaten hat man sich ja glaube ich sehr stark geirrt in der Thematik wie denn tatsächlich die Transportmengen sind?

00:10:59: Man hat geglaubt da geht gar nichts mehr aber musste jetzt feststellen das auch in den letzten Wochen der Konflikte eben durchaus mehr transportiert wurde, als man angenommen hat.

00:11:10: Da haben Schiffe sich auch ausgeklinkt aus der internationalen Überwachung so dass die Versorgung doch gar nicht so schlecht war.

00:11:20: dazu kam ja auch die Reserven, die auf den Markt gegeben wurden und insofern war die Bilanz dessen was an Ölangebot fehlt.

00:11:28: Gar nicht so schlimm wie man das am Anfang gesagt hatte größte Ölkrise aller Zeiten usw.

00:11:34: Aber das hat sich jetzt natürlich wieder etwas verschärft und wir sehen es auch in den zumindest offiziellen Angebotsnachfragezahlen aus dem August.

00:11:44: Da ist eben das Angebot wieder zurückgegangen, wie sehen sie eben auch ganz klein im Preis.

00:11:49: Das hatte bei jeder eigentlich aufgegeben.

00:11:52: diese Idee dass es mal wieder wird so wie vorher Und das spricht eben für eine dauerhafte Neu Organisation, der ganzen Logistik im Nahen Osten, dem Persischen Golf.

00:12:03: Der Erdöllieferungen, neue Transportwege.

00:12:06: Die Pipelands werden ja gebaut auf Landwege und auch andere Transportmöglichkeiten.

00:12:12: Lastwagentransport wird alles hochgefahren.

00:12:15: Dann gibt es auch weltweit andere Anbieter die natürlich jetzt merken dass es vor eine langfristige Problematik gibt in Arabischem Raum und die dann auch eher bereit sind zu investieren.

00:12:28: Also beispielsweise spricht man jetzt auf einmal von den Erdgasreserven in Argentinien, der auch sehr groß sind.

00:12:36: Das werden die Reaktionen sein.

00:12:37: aber das ist natürlich was, was nicht von heute auf morgen wirksam wird.

00:12:41: also die Investitionen in Pipelines in neue Explorationen, die dauern natürlich und in der Zeit haben wir eben diese Preisreaktion und es bedeutet dass wir jetzt nicht damit rechnen können, Wir müssen jetzt vielleicht auch nicht unbedingt gleich wieder mit einer Explosion der der der Inflationsraten rechnen.

00:13:00: Wir haben fürs Ende Jahresende einfach diese Preise, die wir jetzt haben.

00:13:05: Achtzig bis hundert Dollar weiterhin angenommen.

00:13:08: Wir rechnken damit dass es im nächsten Jahr runtergeht und für uns intern ist die Diskussion ob wir diese Annahme aufrechterhalten können oder ob nicht das preisniveau einfach erst mal festgeschrieben ist bei diesen doch relativ hohen Werten die zumindest dazu führen, dass die Nachfrage weltweit zurückgedrängt wird.

00:13:26: Das ist ja das was man an der Tankstelle sich dann jeden Tag fragt wie viel will man verbrauchen?

00:13:33: Wie viele will man Auto fahren?

00:13:37: Ja aber dennoch du hast jetzt schon selber angesprochen steigende Preise an der Zapfsäule.

00:13:42: das wiederum befeuert ja die Inflationsrate.

00:13:44: Das heißt also wenn ich heute auf einmal für den Diesel Ich bin mit dem Hundenrunde gelaufen, da bin ich an unserer Tankstelle hier im Ort vorbeigekommen.

00:13:52: Da standen da zwei Euro ein Fünfzig auf der Uhr.

00:13:55: Das sind ja Preise, die sind ja erschreckend.

00:13:59: mittlerweile muss man wirklich sagen und nähern wir uns dann nicht langsam eine echten Inflation?

00:14:05: also jetzt man muss ja so bisschen differenzieren zwischen Inflations- und der Inflationsrate.

00:14:09: Also wir sprechen ja häufig über Inflationsrate lediglich.

00:14:14: Die richtige Inflation, die tritt ja eigentlich erst ein wenn dann eben Zweitrundeneffekte kommen also die Löhne werden erhöht, die Produkte werden teurer Dann ergibt sich ja diese InflATIONS-Spirale eigentlich erst so richtig.

00:14:27: Ja du hast recht Du hast gerade unterschieden zwischen Inflitionsraten das heißt also dass monatlich gemeldet wird und der Inflacion wo einen Notenbänker sagen würde ja Inflasion Das ist dann, wenn die Inflationsraten wirklich ganz lange oben bleiben.

00:14:44: Das heißt also ganz lange da geht es schon um ein zwei drei Jahre.

00:14:49: und dann noch schlimmer, wenn in Inflation raten während so einem langen Zeitraum dann eher die Tendenz aufweisen noch weiter nach oben zu gehen Dann würde der Notenbänker sagen So jetzt haben wir inflation Jetzt nicht geschafft, was war eigentlich unser Auftrag ist nämlich Preisstabilität.

00:15:10: Aber das geht eben los mit erstmal erhöhten Inflationsraten von Monat zu Monat und die erleben wir ja wirklich schon ein Jahr.

00:15:18: Ich mache bewusst eine Trennung zwischen dem, was in den Fall der Fall ist.

00:15:25: Einige könnten sagen, wir haben es ja eigentlich schon paar Jahre bei im Jahr-Zweifel.

00:15:27: Bei Zwei-Tausend-Zweiundzwanzig hatten wir auch riesige Inflation-Raten.

00:15:31: Das war der Inflationsschock als Westeuropa, insbesondere Deutschland sich vom russischen Erdgas und Erdöl gelöst hat.

00:15:41: Diesen Schock haben wir ja eigentlich im Griff gekriegt die Inflationeraten waren.

00:15:45: Wir haben wirklich wieder auf den Weg nach unten Und da hätten die Notenbanken gesagt naja wenn das so weitergeht dann ist die Infrationsgefahr auch wieder vorbei.

00:15:53: und Dann kam aber jetzt eben in diesem Jahr mit dem nächsten Energie-Schock, dem nächsten Konflikt in einer energieproduzierenden Region im Persian Gulf eben jetzt die nächste Thematik und die hält jetzt länger an als das erwartet worden war.

00:16:13: Ich kann aber nicht sehen dass deswegen jetzt die Inflationsraten in den nächsten Monaten raufgehen wegen des Benzinpreises.

00:16:23: Zwei Fünfzig hatten wir während dieser Episode schon mal Insbesondere Dieselpreis ist das ja.

00:16:30: Das ist also nicht wesentlich höher als bisher und deswegen kommt da eben kein weiterer Zündstoff her, was anderes ist des Erdgas?

00:16:38: Da kann es im wahrsten Sinne des Wortes ungemütlich werden in Winter die Füllstände sind geringen, die Preise steigen an.

00:16:49: Da ist tatsächlich nochmal wieder ein weiterer Impuls möglich für die Wintermonate insbesondere in Deutschland.

00:16:58: Aber auch das ist alles wieder heilbar, wenn die Energieproduktion sich langsam umstellt und von dort aus nichts kommt.

00:17:10: Ja klar!

00:17:11: Und in der Zeit horcht eine Notenbank immer auf das Thema zweitrundendeffekte.

00:17:16: Das heißt also steigen jetzt etwa die Löhne sehr stark an.

00:17:19: Genau das ist das Geschäft was die EZB betreibt und sie reagiert ja auch.

00:17:25: Die reagiert ja genauso wie auch die amerikanischen Notenbank.

00:17:28: Also wir sprechen jetzt heute am Vormittag, heutigen Nachmittag, wo das ist parallel zu uns, den Tag gerade der Zentralbankrat hier am Donnerstag heute.

00:17:40: Wir rechnen damit dass vierzehn auf fünfundvierzig Heute die nächste Zinserhöhung der ECB verkündet wird.

00:17:46: Das sind dann zwei Zinsschritte die die EZB gemacht hat und sie wird wahrscheinlich dann heute Nachmittag sagen, naja wir machen weiter.

00:17:52: Wenn es eben tatsächlich zu solchen Inflationsgefahren kommt um die Inflationerwartungen trotz des Geschehens im Zaum zu halten also dass wir in einen Inflitionsprozess kommen wie das in anderen Ländern wirklich sehr negativ der Fall ist bis hin zu extremen Beispielen zum Beispiel in der Türkei Das ist nicht unsere Erwartung.

00:18:17: Aber wir müssen sehen, dass die Notenbanken mehr Anstrengungen machen müssen um eben dieses Klima einigermaßen im Griff zu behalten.

00:18:29: Dieses Inflationsklima und das tun sie über höhere Zinsen Und das ist eben das Thema höhere zinsen und das sind wir ja auch am Kapitalmarkt nicht nur bei den Leitzinsen sondern eben auch am kapitalmarkt.

00:18:43: Genau weil für die notenbank ist es ja ziemlich Ja, schwieriges Spiel.

00:18:47: Ich sage mal mit Gas und Bremse um es mal so ein bisschen aus dem Auto Rennsport zu nehmen bei der Reliefahrt ist das ja ähnlich.

00:18:54: Man muss immer mit Gas oder Bremsen ein bisschen spielen.

00:18:56: Und so ist es da auch.

00:18:57: also ein bisschen aufs Gas gehen bei den Zinsen um die Wirtschaft einzubremsen dann wieder in eine Zinsenkung reingehen damit das eben nicht zu stark abgebremst wird.

00:19:06: alles ist eigentlich ein ziemlich komplexes Spiel was da abläuft.

00:19:09: Man muss schon ganz schön genau entscheiden, ja wann mache ich was?

00:19:12: Jetzt hast du gesagt heute Nachmittag werden wir eine Erhöhung sehen wahrscheinlich.

00:19:16: Können unsere Hörerinnen und Hörern dann morgen früh überprüfen ob wir recht hatten.

00:19:20: aber das ist schon nicht so ganz einfach weil es ist doch ein sehr komplexes System aus ganz vielen Mitspielerin und Mitspielern also nicht nur Unternehmen sondern eben auch Menschen wie Du und Ich die dann sagen da leg ich das Geld vielleicht doch wieder mal aufs Sparbuch nehmen's aus dem Aktienmarkt raus oder was auch immer

00:19:37: Ja, da sagst du was.

00:19:38: das wird aber jetzt hier sehr technisch.

00:19:42: Für die Notenbank ist es eine Unbankbare Situation mit diesen Energiepreisschocks.

00:19:48: Es gab mal Zeiten wo man gesagt hat also wir können das Schicksal der Wirtschaft ganz getrost in den Händen der Notenbanken legen weil sie das eigentlich ganz gut steuern können.

00:19:58: Das waren so die letzten Jahrzehnte.

00:20:00: oft war es im letzten Jahrzenten so dass die Inflation ja gar nicht so hoch war, sondern zu niedrig war.

00:20:06: Das lag daran, weil das die Wirtschaft nicht so richtig in Gang kamen und die Nachfrage nicht ausreichend war um die Wirtschaft auszulassen.

00:20:15: Und da können die Notmangel eigentlich ganz gut mit umgehen.

00:20:17: Weil wenn sie die Zinsen senken dann können Sie die Nachfragwelt also in Ihrer Volkswirtschaft erhöhen und dann können sich die Wirtschaft ganz gut erreichen.

00:20:26: Das was wir aber jetzt gerade erleben als Problemfall bei der Inflasion ist eben kein Nachfragethema.

00:20:32: Die Nachfrage wäre eigentlich ausreichend vorhanden.

00:20:37: Wir haben in der Corona-Zeit ja hohe Lohnsteigerung gesehen, wir haben auch jetzt wieder Reallohnzuwächse gesehen.

00:20:42: die Arbeitslosigkeit ist nicht hoch.

00:20:44: das heißt also die Leute sind eigentlich grundsätzlich in der Lage auch auszugeben.

00:20:52: was Aber jetzt die Inflation nach oben treibt, ist ein sogenannte Angebotsschock.

00:20:56: Das heißt also irgendwo gehen die Produktionskapazitäten flirten in dem Fall im Energiebereich, im Nahen Osten und deswegen werden bestimmte Güter knapp und dann gehen die Preise hoch.

00:21:07: Und das kann den Notenbank nicht so fein steuern.

00:21:11: Um es mal platz zu sagen, die Noten DDEZB können keinen Öl produzieren.

00:21:15: Das ist undankbar für eine Notenbanken.

00:21:18: Weil sie jetzt mit der großen Keule zinsen und bremsen, die gesamte Wirtschaft abbremsen auf so ein spezielles Thema wie den Dieselpreis sozusagen gehen muss.

00:21:30: Die Wirtschaft wird ja eh schon abgebremst durch die Preise, also ist es eh schon schwer... Und Sie müssen

00:21:35: eventuell noch mehr tun ganz genau!

00:21:38: Das wäre wirklich ein sehr grober Hammer und das ist sehr, sehr wunderbar für die Notenbank.

00:21:43: Aber genau das passiert eben zurzeit.

00:21:48: erhöhen die Leitzinsen und der Kapitalmarkt hat das ja in den letzten Wochen auch mitgemacht bzw.

00:21:56: schon antizipiert.

00:21:58: Das heißt, was passiert am Kapitalmark?

00:22:00: So kurz zusammengefasst?

00:22:02: Wir haben bei längeren Laufzeiten fünf Jahre insbesondere zehn Jahre, dreißig Jahre deutliche Rendite Steigerungen erlebt in den Letzten Wochen.

00:22:14: also zehnjährige US des Staatsanleihen, das ist auch gerade ja bis jetzt ganz aktuell.

00:22:21: heute gehen langsam Richtung fünf Prozent.

00:22:24: In der Umlaufrendite in Großbritannien sind schon über fünf Prozent.

00:22:28: und selbst die japanischen zehnjährigen Anleihen wo ja lange wegen der Deflation eigentlich eher null Zinsen angesagt waren, die sind wieder bei drei Prozent.

00:22:40: Das wird alles in den Medien auch begleitet mit der Beobachtung.

00:22:44: Alles jahrzehntelange Höchststände und dann kommt man gleich so ein bisschen in das Gefühl hinein, jetzt geht es uns an den Kragen weil die Zinsen so hoch sind wie seit zehn oder fünfzehn Jahren nicht mehr.

00:22:56: Das ist jetzt ein bisschen übertrieben, weil Zinssatz hier in Europa Bundesrenditen.

00:23:03: zehnjährige sind jetzt bei drei vierzig.

00:23:07: diese Zinssetze sind, wenn man mal ein bisschen länger zurückblickt eigentlich normal und wir buchen das was zurzeit passiert auch noch unter Normalität ab.

00:23:17: Wir dürfen nicht vergessen dass bei Zinsen oder Anleihezinsen in den letzten fünfzehn Jahren eigentlich eine sehr ungewöhnliche Phase haben weil es eben fast null Zins waren und es war lange genug dass man sich daran gewöhnen konnte Insbesondere diejenigen, die noch gar nichts anderes erlebt haben weil sie noch jung sind und gerade angefangen haben beispielsweise zu arbeiten.

00:23:42: Die kennen ja gar nichts anders als so niedrige Zinsen.

00:23:45: aber man muss sich vor Augen führen dass es eine absolut Ausnahmesituation ist in der Finanzgeschichte.

00:23:51: in Nullzinsen gab's eigentlich vorher noch nie Und da bewegen wir uns jetzt langsam raus.

00:23:57: Das liegt daran das die Wirtschaft sich auch normalisiert.

00:24:02: nach diesen großen Schocks Finanzmarkrise Corona-Krise Trotz aller Geopolitik und so weiter ist das Wirtschaftsgeschehen weltweit eigentlich so, dass es sich eher normalisiert.

00:24:14: Das weltweite Wachstum hat sich stabilisiert eher trotz dieser ganzen geopolitischen Aufregungen die wir erleben.

00:24:21: Das ist ja gerade die Diskrepanz, die für viele nicht gut nachvollziehbar ist.

00:24:27: Die Wirtschaft sich eigentlich ganz gut schlägt trotz der vielen Themen.

00:24:31: Ja und bei den Zinsen heißt das eben, dass der Ausnahmezustand jetzt vorbei ist.

00:24:35: Die Notenbanken haben ja auch wieder umgeschaltet, haben ihre Anleiheprogramme umgekehrt, kaufen nicht mehr an sondern im Gegenteil geben ihr Anleihen von ihrer Bilanz weg, fahren die Geldversorgung wieder runter.

00:24:47: und eben auch die Notenbankzinsen haben sich normalisiert und das wirkt sich eben am Kapitarmarkt aus.

00:24:54: und das sind alles noch keine Zins, wo man sagen würde es ist jetzt unnormal.

00:25:00: Im Gegenteil, es normalisieren sich die Dinge wieder.

00:25:04: Zum Beispiel dass man eben online auch wieder investieren kann als Anleger.

00:25:09: Das war ja in Null Zinszeiten hat man gesagt warum soll ich eine Anleihe kaufen?

00:25:13: Die verzinzt dich ja nicht.

00:25:15: im Gegenteils Bundesanleihen waren negativ.

00:25:17: verzinnst musste ich noch was drauflegen.

00:25:19: Und das hat sich jetzt wirklich so normalisiert, dass selbst nach Abzug der Inflationsrate bei Anleierenditten, ob das jetzt Unternehmensanleihen sind.

00:25:28: Gute Bonität aber auch durchaus heiliert und auch Staatsanleien, da wieder ein Ertrag draufsteht und das wird auch so bleiben.

00:25:37: unserer Meinung nach diese Zinssteigerungen sind schon dauerhaft Und aus Anlegersicht ist das eben auch wiederum ein gutes Zeichen, weil die Anleihen auch wieder Renditen erwirtschaften.

00:25:52: Ist es dann nicht für Aktienmärkte eigentlich nicht so gut?

00:25:56: Weil wenn ich jetzt sage okay, ich kann in Großbritannien beispielsweise fünf Komma zwei Prozent mehr oder weniger Lufthäckchen relativ sicher bekommen pro Jahr an Zinszahlung Warum soll ich das Risiko am Aktienmarkt eingehen und gehe lieber in solche Anleihen rein oder in Unternehmensanleihen mit hoher Bonität beispielsweise?

00:26:16: Das ist doch dann für mich viel attraktiver vielleicht geworden.

00:26:19: Und könnte ja den Aktiemarkt dann Liquidität entziehen und damit...

00:26:22: Genau, genau!

00:26:23: Das ist auch gerade die Diskussion, die gerade läuft, die grade angestoßen ist, sagt man registriert es ja, die Renditen gehen hoch Zinsanstieg und dann guckt man sofort auf einen Aktienmarktsinstieg sind für Aktienmärkte problematisch.

00:26:36: Also an Zins.

00:26:36: dann steht kann beispielsweise die Konjunktur killen, wenn es zu viel ist.

00:26:40: Dann geht die Konjonktur runter und das ist nicht gut für die Gewinne und damit eben auch für die Aktienmärkte.

00:26:45: Dann der Effekt den du gerade gesagt hast.

00:26:47: man muss ja dann nicht unbedingt in Aktien reingehen sondern kann ja auch sagen dann kaufe ich ein paar Anleihen wieder und das fehlt natürlich als Nachfrage nach Aktien.

00:26:56: Und dann haben wir das Bewertungsthema.

00:26:58: Je höher der Zinsniveau ist desto mehr diskutiert man diskontiert man die zukünftigen Gewinnell an den Aktien Märkten nach unten und damit gibt es dann eben auch geringere Bewertungen.

00:27:09: Und dann kommt das Thema dazu, was viele Leute ja schon ganze Zeit beobachten.

00:27:15: Man sagt wir haben Übertreibung im KI-Bereich Wir haben eine Blase im KI Bereich und in der Vergangenheit ist es oft so gewesen wenn's irgendwo Übertreibungen gegeben hat Dann braucht es halt ein Auslöser um die Übertrebungen wieder auf normal Niveau zurückzustutzen und diese Auslöse als Offenzinsanstieg kommt der Zinsanstieg und dann platzt eine Blase.

00:27:38: Also all diese Themen werden jetzt hochgeworfen, dazu muss man sagen ist zumindest unsere Beobachtung.

00:27:44: also dieser Zinsanstieg ist eben noch nicht exorbitant es ist eher eine Normalisierung Es geht noch nicht in die hohen Bereiche rein.

00:27:51: Wir müssen sicherlich sehen wie sich das entwickelt Und es trifft auf einen Aktienmarkt Der unserer Meinung nach bis Teilbereiche nicht überbewertet ist.

00:28:09: und selbst diese Teilbereichen,

00:28:10: d.h.,

00:28:11: die KI-Unternehmen haben ja in den jetzt schon Federn gelassen so exorbitant wie zu anderen Überbewertungszeiten, die wir auch kennen mit KGVs um vierzig beispielsweise kann man die Selbsti US Märkte nicht mehr nennen.

00:28:28: Und dann kommt ein Drittes dazu, wir haben eben bei einer ganzen Reihe auch von gerade KI-Unternehmen eben ein sehr starkes Eigenkapital getriebenes Wachstum was vom Fremdkapital von Zinsen gar nicht abhängt.

00:28:43: Die Anleiheemission der KI Unternehmens sind ganz frisch und das ist eben vom Volumen her noch nicht hoch.

00:28:48: und die Gewinne die da sind denken wir nicht dass sie durch diese Zinserhöhungen jetzt in Frage gestellt werden.

00:28:57: also Ja, ein dämpfender Effekt geht von steigenden Zinsen aus.

00:29:02: Aber nein wir sind jetzt nicht so am Zittern sozusagen das da irgendwas zusammenbricht eine gewisse Konsolidierung im Bereich KI oder auch im Bereich Chip Produktion beispielsweise und dann auch in Bereich der angeschlossenen verbundenen Sektoren.

00:29:28: Die haben wir bereits gesehen, wir haben unserer Meinung nach keine exorbitant hohe Bewertung in den Märkten gerade nicht mehr breiter.

00:29:37: Wir haben eine hohe Gewinndynamik die wir auch ins dritte Quartal jetzt weiterhin sehen.

00:29:44: Wir wären froh darum wenn so eine Konsolidierung bei den Kursen einsetzt.

00:29:49: das heißt also eine gewisse Pause bei dieser doch sehr stürmischen Entwicklung.

00:29:55: Das ist unser Bild zur Zeit, also etwas vorsichtiger.

00:30:00: Aber diese Vorsicht ist eigentlich nur der Ausgleich vielleicht einer zu starken Entwicklung aus der Vergangenheit und deswegen sehen wir das eben zwar analysieren es auch aber geraten jetzt nicht in Panik wegen des Zinsanstichs.

00:30:14: Wollen

00:30:14: wir noch kurz über die Reform sprechen?

00:30:16: In Deutschland da ist ja auch ein bisschen was passiert.

00:30:18: Das können wir auch in einer der kommenden Folgen nochmal ein bisschen tiefer legen.

00:30:23: Da ist ja schon ein bisschen was passiert an Reformen und man könnte jetzt ja fragen, wann kommen denn da die wirtschaftlichen Auswirkungen?

00:30:31: Immerhin gab es ja zum ersten halb Jahr ein paar positive Impulse auch für Deutschland.

00:30:37: Ganz kleine Flänzchen, die da vielleicht entstanden sind.

00:30:40: aber die Reformen werden ja noch ein bisschen dauern bis sie wirken wahrscheinlich oder?

00:30:44: Na ja, Reformen sind ja auch Kommunikationsthemen.

00:30:51: das heißt also Man sollte ein klares Bild erzeugen, dass es jetzt besser wird und warum es besser wird.

00:31:00: Und vielleicht auch plakative Beispiele finden wo es vielen Leuten auch leicht einleuchtet zu sehen Jetzt wird tatsächlich was hier oder Dinge machen von dem man das gar nicht erwartet hätte die jetzt umgesetzt werden und dieser Effekt ist ein bisschen verpufft weil diese Reform auch seltsam gesplittet waren.

00:31:21: Also vor der Sommerpause ist da einiges entschieden worden, aber einiges dann eben noch nach die Sommerpause verlagert wurden gerade beim Rentenbereich.

00:31:31: das geht jetzt wieder in die Diskussion rein nach den Wahlergebnissen im Sachsen-Anhalt und dazu kommt zu dieser diffusen Entscheidungslage Reform mittlerweile in Deutschland ja so ein breiiger Begriff geworden ist, weil es so viel reformbedürftig ist.

00:31:52: Das ist die Infrastruktur, das ist das Gesundheitswesen, die Steuerreform am Arbeitsmarkt soll was gemacht werden.

00:32:01: Das Rententhema wird prominent diskutiert, ist eben aber auch nur eins.

00:32:05: und dann kommt dieser Molloch von Bürokratieabbau.

00:32:09: und wenn man sich dann die Maßnahmen anschaut, Also du fragst, wo sind da die Effekte?

00:32:16: Und das Problem ist man kann diese Effekt jetzt nicht zuordnen.

00:32:20: Man kann nicht wie damals vor fünfzehnzig Jahren als wir mal Arbeitsmarktreform gemacht haben Jetzt sagen SETA wir haben Arbeitsmarktreformen gemacht und der Arbeitslosigkeit ist runtergegangen Das hat sich so verfestigt Diese Festhalten am Status quo in Deutschland dass man gar nicht mehr weiß, wo mal anfangen soll und das macht es eben kommunikativ auch schwer.

00:32:44: Es soll jetzt überhaupt nicht schmälern, dass die Politik in den letzten zwei Jahren wenigstens erkannt hat, dass es echt dringend ist was zu tun und auch unterwegs ist mit Dingen.

00:32:57: aber es spricht dagegen, dass wir jetzt sagen oh wir haben Reformen gemacht und jetzt sehen wir da und da wird besser.

00:33:03: ich denke man sollte weiterhin bei dem Thema Wirtschaftsreformen bleiben.

00:33:11: Als ganz wichtigen Punkt jeder Regierung, man sollte es auch so oft es geht kommunikativ rausstellen aber weil's eben so ein Riesengebiet ist würde das wahrscheinlich eher so sein dass wir vielleicht in zwei oder drei Jahren wenn diese vielen vielen Reformschritte tatsächlich umgesetzt werden dann vielleicht irgendwann feststellen ja da hat sich doch was verbessert in Deutschland in der Gesamtheit an Bedingungen zum Wirtschaften, dann werden wir vielleicht Geschichten hören wo sich Unternehmen wieder ansiedeln hier.

00:33:38: Das wird wahrscheinlich eher so der Charakter von Wirkungen der Reform sein als dass wir jetzt sagen hey wir haben das und das gemacht und jetzt kommen die Investoren gleich wieder in Schaden nach Deutschland.

00:33:50: also das wird es wahrscheinlich nicht sein.

00:33:53: Dafür ist das Reformbrett einfach zu dick geworden, bis man da durch bohren kann.

00:33:59: Dessen müssen wir uns allen bewusst sein heißt nicht dass man den Bohr nicht wirklich verstärkt ansetzen muss und weitermachen muss.

00:34:07: Ja ich hätte noch sich Themen auf der Uhr ehrlich gesagt.

00:34:10: also ihr könnt ja auch noch über Staatsschulden sprechen.

00:34:13: Da gab es ja fantastische Vorschläge in Frankreich.

00:34:16: die einfach zu streichen beispielsweise wird jetzt aber, glaube ich für heute zu weit führen.

00:34:22: Das heben wir uns vielleicht mal für die nächste Folge auf.

00:34:25: und bevor wir noch in den Wahntag reinlaufen der natürlich heute wieder mal ist und hier gleich alle Händis schreien eine letzte kurze Frage Du bist viel unterwegs bis du in letzter Zeit über den Rhein gefahren?

00:34:35: läuft es da wieder oder Ist ja immer noch niedrig Wasser?

00:34:39: Nee am Rhein war ich tatsächlich nicht Aber vielleicht habe ich ihn einfach nicht mehr gesehen als ich drübergefahren kann.

00:34:45: natürlich auch sein Ne klar wird ein bisschen besser

00:34:51: Aber ist noch schwierig, oder?

00:34:53: Ist noch schwierig.

00:34:54: Vor allen Dingen verhagelt die bisherige Problematik in der wirklichen Trockenperiode aus den letzten Wochen.

00:35:01: Die verhaguert gerade die Wirtschaftsdaten weil die Zahlen aus dieser Zeit also wie viel wurde produziert in Deutschland beispielsweise transportiert und so weiter.

00:35:11: diese Zahlen laufen jetzt ein über den Juli dann jetzt über den August usw.

00:35:17: Und die fallen natürlich miserabel aus Und es ist ja so, dass tatsächlich Produktion dann ausfällt.

00:35:23: Unternehmen bemühen sich zwar mit einem Lastwagen zu transportieren und die Zahlen im Landtransport sind auch hochgegangen aber natürlich kann man das nicht alles abfedern und diese Produktion fällt dann aus in den betroffenen Standorten meistens natürlich Süddeutschland Und wird aber erfahrungsgemäß dann wieder nachgeholt, wenn es halt sich wieder normalisiert hat.

00:35:49: Nur kommen wir natürlich jetzt erstmal in eine Phase rein wo die Daten ganz schlecht sind und das wird sich auch für das gesamte Brutto-Illandsprodukt im Deutschland schon auswirken allerdings nur im dritten Quartal was gerade läuft und im vierten Quartall werden dann wieder die Zahlen drin sein wo's dann aufgeholt wird.

00:36:08: Das wird dann wieder stärker sein.

00:36:09: Aber hilft natürlich nichts, dass man erst mal jetzt gemeldet bekommt.

00:36:12: Die Zahlen sind schlecht und man dann irgendwie meint das geht alles hier wieder im Bach runter ist aber nicht so sondern es wird sich auch wieder einen Gegeneffekt einstellen.

00:36:23: Ja, dann würde ich sagen bevor jetzt gleich hier laut die Handys in die Mikrofone rufen und diese Sirenen erschallen machen wir für heute mal Feierabend.

00:36:32: Wie immer gilt Fragen und Anregungen gerne an podcastatdk.de.

00:36:37: Hier nochmal wirklich einen Aufruf schreiben Sie uns gerne und wir nehmen so viel wie möglich auf.

00:36:42: Wobei an Themen mangelt es uns ja nicht wirklich, aber vielleicht gibt's doch die eine oder andere Frage.

00:36:46: Gerade wenn man mal drüber nachdrinkt Zinsen und Kapital merkte wie hängt das eigentlich alles zusammen?

00:36:51: Kurse, Rentiten von Anleihen... Das ist ja auch so was mit was man sich nicht so beschäftigt.

00:36:55: Vielleicht gibt's da einfach Fragen zum Verständnis.

00:36:58: Und scheuen Sie sich nicht da einfach eine E-Mail zu schreiben an uns!

00:37:02: Wir freuen uns wirklich immer sehr über das Feedback und die Fragen an podcastatdk.de.

00:37:08: Das war's für heute.

00:37:09: Machen sie's gut und bis bald.

00:37:11: Tschüss!

00:37:13: Mikro trifft.

00:37:13: Makro ist ein Podcast der DK Bank.

00:37:16: Weitere Informationen zur DK Bank finden sie unter www.dk.de.

00:37:23: schrägstrich lk mimosgruppe.