Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

Transkript

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00:00:00: Der Rhein führt zu wenig Wasser, die Binnenschiffer des eingeschränkt und gleichzeitig kämpft auch Deutschland mit einer ohnehin schwachen Wirtschaft.

00:00:08: Doch während der Realwirtschaft unter solchen Belastungen ächzt, klettert der DAX weiter in Richtung Höchststände – obwohl die geopolitischen Konflikte längst nicht gelöst sind und das knappe Ölangebot die Preise treibt!

00:00:20: Wie passt alles zusammen?

00:00:22: Was macht das mit Wachstum und Inflation?

00:00:24: und zeigt sich gerade erst, was uns die Klimakrise wirtschaftlich tatsächlich kostet.

00:00:29: Wir sprechen darüber in dieser Folge.

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen zur einhundertsechzigsten Folge.

00:00:47: Mikro trifft Makro.

00:00:48: Und heute ist Montag, der zehnte August zwanzigundzwanzig gefühlt.

00:00:53: Gehen wir stark auf Weihnachten zu und bei mir sitzt der Chefvolkswirt der DK Bank Dr.

00:00:57: Ulrich Carter.

00:00:58: Guten Morgen Ulrich!

00:01:00: Ja, guten Morgen ist gut.

00:01:02: Das Thermometer zeigt schon wieder eine ganze Weile lang über dreißig Grad an.

00:01:06: wir sind schon ein bisschen fortgeschritten aber das geht ja heutzutage schnell.

00:01:09: du hast recht.

00:01:09: Ich

00:01:09: wollte gerade sagen es ist ab zehn Uhr teilweise morgens dass hier die dreizig Grad marken gerissen werden.

00:01:15: Also von daher hat das gar nicht mal unbedingt was mit der Uhrzeit zu tun.

00:01:18: Aber in der Tat nehmen wir eher so Richtung Mittag auf heute, kurz nach dem Mittagstief sozusagen.

00:01:24: Apropos Tief.

00:01:25: Wir haben ein kleines Mittag Stief gehabt vielleicht zwischendrin auch der Rhein und andere Flüsse.

00:01:29: die führen derzeit extrem wenig Wasser.

00:01:31: Die Binnenschifffahrt ist teilweise sehr eingeschränkt Es kann nur weniger Ware transportiert werden.

00:01:38: Warum kann aus einem zunächst regionalen Wetterproblem so schnell auch ein volkswirtschaftliches Problem für ganz Deutschland werden?

00:01:45: Naja, weil diese Beeinträchtigung über die wirklich ungewöhnlichen und immer stärkeren klimatischen Bedingungen jetzt im Sommer ist.

00:01:55: Die Hitze ja nicht nur am Rhein- und den anderen Flüssen halt macht.

00:02:02: Das ist eine phänomene Beeintragierung, die in der ganzen Wirtschaft stattfindet.

00:02:07: Gut, es ist der Transport und da trifft das erst mal die Anreinerfirmen an den Flüssen.

00:02:14: Die versucht haben sie vorzubereiten.

00:02:17: angesichts der Erfahrungen aus den letzten Jahren, zwei achtzehn hatten wir ja schonmal so ein ausgesprochenes und spektakuläres Niedrigwasser.

00:02:26: aber das übertrifft dieses Jahr noch einmal alle negative Rekorde und deswegen ist das mit der Vorbereitung dann auch irgendwann zu Ende.

00:02:34: Aber es geht ja weiter brennende Waldbrände in Europa.

00:02:39: Wir haben die Belastung fürs Gesundheitssystem, die geringere Leistungsfähigkeit von jedem von uns gerade und die Leute, die draußen auch bezwungen sind was zu verrichten.

00:02:50: wir haben höheren Stromverbrauch durch Kühlung mittlerweile.

00:02:54: es wird ein Lebensmitteltema wieder geben.

00:02:57: Die Ernten zeichnen sich ab wie schlecht sie sind Und dann sieht man eben dass diese Temperaturen die ganze Wirtschaft betreffen

00:03:05: Und sieht man dazu dann auch schon Auswirkungen an den Aktiemärkten, weil wenn man so auf die Dachsstände guckt würde ich sagen eher jetzt nicht.

00:03:11: Aber vielleicht muss man das auch ein bisschen differenzierter betrachten.

00:03:14: da das Ganze?

00:03:15: Genau also gesamtwirtschaftlich ist es oder mal wieder eins von diesen Themen, die sich an der Oberfläche wenig zeigen.

00:03:24: Ich glaube noch nicht mal dass negative Wachstums-Effekte gibt, klar kann man gucken ob die Produktivität der Menschen so hoch ist.

00:03:32: Wenn es so heiß ist da wird es kleinere Effekte geben aber die werden unter Umständen ausgeglichen wenn die klimatischen Bedingungen wieder besser sind im Jahr also.

00:03:41: da ist nicht allzu viel für die Gesamtwirtschaft zu feststellen.

00:03:46: aber natürlich in den Strukturen.

00:03:48: wir haben natürlich Branchen die sich anpassen müssen und das ist immer diese berühmte Gewinner- und Verlierersituation.

00:03:56: Also die Firmen, die jetzt darauf angewiesen sind auf dem Rhein zu transportieren, die nicht auf Lastwagen ausweichen können.

00:04:01: Die sind zum Beispiel zur Verlierer.

00:04:03: Auf der anderen Seite gibt es eben Logistikfirmen, sie eben zusätzlich Kapazitäten anbieten und das so hohen Preisen machen können.

00:04:09: Das sind dann wiederum die Gewinner.

00:04:12: Das geht durch alle Branchen durch.

00:04:13: wenn man sich die Energieversorgung ansieht.

00:04:17: Dann muss man sagen... Auswirkungen auf die Stromhersteller, auf die Kraftwerke, die kein Kühlwasser mehr haben.

00:04:24: Da gibt es dann auch diejenigen, die darauf angewiesen sind und weniger darauf angewendet.

00:04:28: Und so ist es in allen Branchen so, dass es eben Gewinner- und Verlierer gibt.

00:04:31: Es gibt dann auch Auswirkung bei einzelnen Sektoren oder Firmen.

00:04:35: also wer Kühlgeräte herstellt jetzt.

00:04:37: Der hat natürlich jetzt einen hohen Umsatz aber oft sind das auch nur Spaten von einzelnen Unternehmen, die auf der anderen Seite auch wieder leiden.

00:04:45: Also ein großes Umverteilungsmechanismus, der da stattfindet.

00:04:53: Und wie gesagt am Ende wird jetzt nicht unbedingt herauskommen dass die Wirtschaft daran merkbar zusammenbricht.

00:05:01: aber Belastungen wird es schon geben und bezahlen müssen diese Belastung an Ende Konsumenten.

00:05:11: denn alle Firmen die jetzt höhere Preise haben wegen der Belastunge durch die Dinge, die nicht funktionieren in den Lieferketten legen natürlich diese Belastungen um auf die Konsumenten.

00:05:23: Und wenn man sich fragt wer trägt dann die Kosten für diese Klima Effekte?

00:05:28: Naja, man kann vieles benennen aber am Ende letzten Endes kommt es immer bei denenjenigen an die Leistung der Wirtschaft in Anspruch nehmen und das sind dann am Ende.

00:05:38: die konsumentenwirtschaft ist am ende ein Mechanismus der uns Konsum Verbrauchsmöglichkeiten schaffen soll und die werden dann dadurch eingeschränkt.

00:05:49: Und da kann man sicherlich schon Einschränkungen feststellen.

00:05:54: Die Politik hat jetzt natürlich reagiert, man hat sich jetzt überlegt was können wir alles machen?

00:05:58: Da ist man dann drauf gekommen dass man sagt naja wir heben mal das Sonntagsfahrverbot für LKW auf bis es ja würde ich jetzt mal sagen erstmal so eine ganz pragmatische Krisenpolitik die da gemacht wird.

00:06:08: Man könnte auch sagen zeigt sich vielleicht wie verwundbar unsere Infrastruktur und unsere Lieferketten auch in der Hinsicht geworden sind?

00:06:16: Weil ich meine, das ist ja schon ein massiver Einschnitt jetzt.

00:06:19: In diese eigentlich festgelegten Strukturen die wir haben.

00:06:23: Ja und nein also Nein deswegen weil die Wirtschaft ja auch in vielen anderen Bereichen gezeigt hat wie schnell sie sich anpassen kann.

00:06:30: Die ganzen geopolitischen Krisen die auch für Lieferketten eben katastrophal waren, die sind dann gar nicht so stark wirksam geworden.

00:06:37: Jetzt zum Schluss auch das Thema persischer Golf, weil die Unternehmen schon merken dass sie unter Umständen sehr schnell Umwege machen müssen, Anpassungen machen müssen.

00:06:49: Workarounds hinkriegen müssen, Bezugsquellen diversifizieren müssen und auch ihre Absatzmärkte am Ende nicht mehr zu einseitig gestalten können?

00:06:57: Ich glaube das hat sich schon so weit rumgesprochen, dass die Unternehmen eben aus verschiedenen Richtungen, ob es die Geopolitik ist oder das Klimathema Ob das Regulierungen sind wir von heute auf morgen wieder eingrafen ins Wirtschaftsleben, dass man einfach flexibel sein muss.

00:07:11: Auf der anderen Seite natürlich ja gibt Einschränkungen.

00:07:15: gerade beim Thema Transportflüsse muss man auch sagen, dass das ein oder andere dann auch nachgearbeitet wird.

00:07:21: Das was jetzt nicht möglich ist weil die Pegelstände zu niedrig ist es wird dann hinterher schneller und mehr in drei Schichten produziert um halt die ausgefallenen Lieferungen dann auch wieder hinzukriegen.

00:07:31: Also es wird viel versucht flexibel zu gestalten, aber am Ende kommt natürlich Belastung raus und die dann am allerletzten Ende bei den Konsumenten landen.

00:07:42: Und es ist so dass diese Kosten in Zukunft weiter steigen werden eben mit dem sich verschlimmernden Klimafänomen Und dass wir natürlich nicht vorausschauend genug gewesen sind und zu sagen, nein, wir wollen das verhindern.

00:07:59: Wir wollen CO-Zwei-Bilanz eben früher und stärker verbessern.

00:08:04: Das lag daran und liegt immer noch daran, dass die notwendigen Umstellungen – denn das Thema Klimawandel ist ja eins was vielleicht auch in den Sechziger, Siebzehrjahren schon diskutiert wurde aber was ja wirklich akut geworden ist erst seit zwanzig, dreißig Jahren Und der Umbau einer ganzen Wirtschaft innerhalb von zwanzig, dreißig Jahren.

00:08:25: Der ist so unvorstellbar aufwändig dass wir auch so viel hätten verzichten müssen und das so viel hätte teurer werden müssen.

00:08:34: wenn wir tatsächlich versucht hätten den CO-Zwei Ausstoß beispielsweise durch Bepreisung von CO zwei so radikal runterzukriegen dann hätte das bedeutet dass die Konsummöglichkeiten so eingeschränkt worden wären die Menschen wahrscheinlich dazu nicht bereit gewesen sind und sie sind sowieso viel weniger bereit, überhaupt Kosten für den Klimawandel in Kauf aufzunehmen.

00:08:56: Ich glaube das ist eine Erfahrung, die wir aus den letzten zwanzig dreißig Jahren mitnehmen können dass es eben nicht gelungen ist diese Klimaziele zu erreichen und deswegen lebt man jetzt eben auch dann mehr und mehr mit den Kosten des Klimawandels.

00:09:08: Wir schaffen es ja anscheinend auch nicht.

00:09:11: die Ziele, die Wir machen Fortschritte ganz klar beim Umbau des Energiesystems.

00:09:21: Kann man sich auch fragen, ist das effizient wie wir es machen?

00:09:23: Das sind natürlich auch noch andere Fragen aber es passiert schon viel.

00:09:28: Aber nochmal die Aufgabe ist gigantisch eben ein Energiessystem einer gesamten Volkswirtschaft umzubauen.

00:09:34: und als allerletztes und aber auch wirklich problematisches und schlimmstes Argument muss man dann doch natürlich ins Feld führen dass selbst wenn Deutschland Muster Schüler wäre und die Klimaziele überfüllen würde.

00:09:49: Wir sind drei Prozent des Weltmarktes mit zwei Prozent von CO-Zweihemissionen, solange es nicht gelingt den gleichen Disziplin und den gleichen Ehrgeiz in allen Ländern der Welt zu verankern funktioniert das nicht.

00:10:04: Und wir haben schon im eigenen Land mit der Volkswirtschaft, die wir eigentlich dirigieren und lenken können Der Bundestag in Berlin kann die Gesetze verabschieden wenn er will Und wenn er es demokratisch verantworten kann, werden wir das schon nicht schaffen.

00:10:17: Dann ist es auf internationaler Ebene noch aussichtsloser denn da gibt's kein Bundestag für die ganze Welt.

00:10:23: Das heißt also muss alles mit freiwilligen Absprachen innerhalb der Länder passieren.

00:10:27: und diese Mechanismen, dass sehen wir ja auch in vielen anderen gerade geopolitischen Themen, die sind ja äußerst schwach und insofern ist es wirklich eine sehr, sehr problematische Konstellation und die führt dazu, dass ja trotz der Fortschritte wir eben nicht schnell genug sind.

00:10:48: Wobei ich muss sagen, die Diskussion hat mehr häufig.

00:10:50: Wir können das Klima alleine nicht retten da gebe ich dir recht.

00:10:53: aber irgendeine muss anfangen und irgendeiner muss mal sagen so kann es funktionieren und muss diesen Beweis antreten?

00:10:59: Und ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:11:01: Das ein Land oder vielleicht auch mehrere Länder sind ja nicht nur Deutschland allein jetzt Aber den Beweis antritt und sagte so, wir haben das geschafft.

00:11:09: Das funktioniert und wir können es alle hinbekommen.

00:11:13: Und ein gutes Beispiel ist die Mülltrennung.

00:11:16: da wurden immer belächelt jahrzehntelang Die Deutschen mit ihrer Mühltrennung haha.

00:11:19: und auf einmal siehe da macht irgendwie dann doch jeder.

00:11:22: und Recycling ist halt kein deutscher Ausnahmeweg mehr, sondern eigentlich Standard mittlerweile.

00:11:27: Da gebe ich dir recht das Gucken auf wie heißt es schon im Best Practice und die Erfahrungen aus anderen Ländern zu übernehmen ist ein ganz ganz wichtiger uns sogar auch durchaus auch mächtiger und häufig angewendeter Mechanismus.

00:11:42: was ich jetzt gemeint habe ist dass diese Effekte nicht schnell genug gehen.

00:11:48: Das ist es.

00:11:49: Die Notwendigkeit und die kurzen Zeiträume, die uns bleiben... ...die sind eben zu kurz um diese ganzen internationalen Mechanismen.

00:11:57: Einer probiert's aus und ist ehrgeizig.

00:11:59: Die anderen sagen hey!

00:12:01: Das funktioniert, das machen wir genauso.

00:12:02: Oder

00:12:02: eine Sache klappt die andere vielleicht nicht?

00:12:04: Genau.

00:12:05: Manchmal ist es ja auch das Leben ist halt auch manchmal Try and Error wie man so schöne Dinge gesagt hat.

00:12:08: Vorkommen

00:12:08: richtig genau und so funktioniert's auch.

00:12:10: und wenn jemand was rausgefunden hat ist es die allerbeste eigentliche Sozialpolitik dass eben von allen anderen nachmachen lassen zu können.

00:12:19: aber nochmal angesichts der Zwänge und der kurzen Fristen die uns anscheinend in der Klimapolitik bleibt ist dieser Mechanismus eben nicht schnell genug.

00:12:29: Wie ist es denn das, was wir jetzt gesehen haben an Beeinträchtigung?

00:12:32: Lässt sich das schon irgendwie zurückführen mal auf die deutsche Wirtschaft.

00:12:36: Also wenn wir jetzt sehen... Wir haben ja eh ein schwaches Wachstum strukturelle Probleme.

00:12:39: Jetzt kommen hier Einschränkungen dazu durch Binnenschifffahrt.

00:12:42: Wir müssen auch einmal mehr LKWs fahren lassen.

00:12:45: Ist das etwas wo man sagt dass das Haut nochmal zusätzlich eine Kerbe in die ohnehin angeschlagene Wirtschaft?

00:12:51: Nein, das ist wie gesagt gesamtwirtschaftlich.

00:12:53: In der Oberfläche ist da nicht so viel zu sehen und wir haben diese Berechnungen, dass allein durch die Probleme bei den Transportwägen durchaus eine Produktion in messbaren Größenordnungen stattfindet.

00:13:07: um so nur vier Prozent des BIPs werden dann halt weniger produziert im Sommer wenn es noch heiß ist bei den niedrigen Pegelständen.

00:13:14: Aber das darf man eben nicht als alleinigen Verlust verbuchen, sondern dann setzen solche Effekte über die Zeit ein.

00:13:21: Das heißt also im nächsten Quartal wenn die Flüsse wieder voller werden wird mehr gemacht bei anderen großen spektakulären Wirtschaftsthemen ja auch so.

00:13:30: Wenn es mal wie vor ein paar Jahrzehnten mal Streik gibt in einer Branche, Metallbranche die dann sechs Wochen lang das Ganze die ganze Produktion lahm legen, dann war's ja auch sodass man in dem sechs Wochen wo stattgefunden hat natürlich niedrige Produktion registriert hat und in den Statistiken ausgewiesen hat.

00:13:47: aber das wurde dann eben danach nachgeholt um eben Aufträge dann vielleicht ein bisschen später aber immerhin noch erfüllen zu können.

00:13:57: Mit den Klima-Themen auch, denn es wird ja hoffentlich so sein dass Transport über die Flüsse dann in ein paar Wochen wieder möglich ist.

00:14:06: Wenn wir jetzt aber mal auf den Dachs schauen beispielsweise, auf dem Stand des Daches der liegt überhaupt nicht unter Wasser sondern im Gegenteil er hat ja Hochwasser sozusagen aktuell.

00:14:16: da ist ja Springflut gewesen die letzten Tage und Wochen.

00:14:20: Das passt ja so weiterhin gar nicht zu dem, was wir sonst sehen in der Nachrichtenlage.

00:14:24: Also sei es der Stand der deutschen Wirtschaft generell die ganzen Unsicherheiten, die es gibt, die Ölknappheit und die hohen Spritpreise.

00:14:32: All das scheint dann erstmal keine Rolle zu spielen, weil man sieht, die Unternehmensgewinne sind trotzdem gut?

00:14:38: Ja!

00:14:38: Das ist eben diese überraschende Erfahrung auch für uns überraschen.

00:14:42: Das kann man an dieser Stelle auch sagen... bei den Makroökonomen, im Portfoliomanagement ja auch viel diskutiert in den letzten zwei Jahren.

00:14:55: Und es ist ja so wenn uns vor zehn oder fünfzehn Jahren jemand all diese Probleme angefangen von Corona bis hin zu den Kriegen die wir hier vor unserer Haustür haben und Klimathematik.

00:15:05: Wenn uns das alles jemals schon mal geschildert hätte dann hätten wir gesagt das geht nicht anders als mit einer Produktionsrückgang von fünfzehnt Prozent.

00:15:13: Und die Überraschung liegt daran, wie flexibel eben die Wirtschaft ist.

00:15:16: Ein jüngstes Beispiel ist der persische Golf und der Iran-Krieg.

00:15:20: Es ist immer noch so dass die Straße von Hormus nur wesentlich weniger Durchfahrten ermöglicht.

00:15:26: Wir rechnen auch mittlerweile nicht mehr damit das sich das ändert.

00:15:30: Das waren jetzt die Ergebnisse der letzten Wochen wo ein Friedensinitiative ja sozusagen den letzten Hoffnungsfunken darstellte Der Krieg wirklich mit einem Frieden endet und eventuell sowas Ähnliches wie Normalität wieder herstellbar ist.

00:15:49: Aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass das nicht passiert.

00:15:54: Es gibt ein neues politisches Regime in der Wirtschaftsstruktur dieser Region des Nahen Ostens, insbesondere bei dem Transportweg der Straße von Hormuz.

00:16:04: Der Iran wird das kontrollieren und es wird nicht mehr so werden wie vorher.

00:16:08: Und daraufhin werden sich die Wirtschaftsstrukturen in der Region anpassen,

00:16:11: d.h.,

00:16:11: alle insbesondere Anreinerstaaten des persischen Golfs.

00:16:15: Die großen Ölproduzenten werden händeringend nach Alternativen suchen, je nachdem wie teuer diese Durchfahrt und wie einfach und schwierig die Durchfahr in Zukunft wird.

00:16:25: Ist es zu teuer?

00:16:25: Ist das so schwierig?

00:16:26: Werden eben alternative Transportstrukturen entwickelt während Pipelines

00:16:29: usw.?

00:16:30: Das ist eine Sache, die dauert ein paar Jahre.

00:16:32: aber irgendwann hat sich dann die Wirtschaft angepasst Und so erleben wir eben dass vieles was wir früher als absolute Katastrophe angesehen hätten tatsächlich heute ganz gut verkraftet wird.

00:16:44: Ich will nicht damit sagen, dass man alles auf dieser Welt was passieren kann und wird so abwädern kann aber die Reserven und die Möglichkeit sind größer als erwartet und das hat eben sein Spiegelbild in den Geschäftsverläufen von gut funktionierenden Firmen.

00:17:03: Gut funktionierende Firmen findet man an der Börse, weil wenn eine Firma nicht mehr gut funktioniert dann wird sie sehr schnell durchgereicht nach unten.

00:17:10: der Kurs sinkt und es fliegt aus allen Indizes raus und macht irgendwann pleite.

00:17:14: das heißt also die Unternehmen die da in diesen Börsen-Indices drin sind das ist die Top Liga der Unternehmen die auch sehr darauf achten dass sie eben effizient arbeiten und sich schnell anpassen können.

00:17:26: Und das hat dazu geführt, dass trotz dieser widrigen Umstände gerade in den letzten vier acht Quartalen also für ein zwei Jahre die Gewinne der Börsenunternehmen stark angestiegen ist und es zieht sich durch bis heute.

00:17:42: Wir haben gerade wieder eine Gewinnssituation hinter uns, eine Gewinnsaison hinter uns und die Ergebnisse waren über dem, was man schon an hohen Erwartungen hatte.

00:17:54: Es liegt nicht nur an den KI-Firmen sondern es geht in die Breite hinein.

00:17:59: mittlerweile ziehen sogar die deutschen Firmen ein bisschen an.

00:18:03: also man kann ihn nicht vergleichen mit dem was in USA los ist der eigentlich Gewinnmotor ist in USA und vielleicht noch ein bisschen Asien.

00:18:10: Aber selbst die deutschen Unternehmen, die Europäer sind auch noch ein bisschen besser haben jetzt positiv überrascht.

00:18:17: Ja und das ist der Hintergrund warum trotz all dieser Schwierigkeiten in der Welt unter Geoeconomie und der Geopolitik und den Auseinandersetzungen wir immer neue Höchststände letzten Wochen wieder erlebt haben Die Gewinnentwicklung ist einfach sehr, sehr dynamisch.

00:18:38: Und trotzdem, um nochmal auf das Ölthema zurückzukommen.

00:18:41: Der Krieg läuft jetzt ja viele Monate schon und wir haben uns ja fast schon so ein bisschen an diese zwei Euro-Marke beim Sprit an den Zapfsäulen gewöhnt etc... Also eigentlich ist es ja so ein klassischer Angebotsschock.

00:18:53: also es gibt weniger Angebot die Preise steigen Aber das findet jetzt ja auch sukzessive Eingang in die Inflationsraten, die wir sehen.

00:19:02: Muss jetzt die EZB nicht hergehen und da entsprechend reagieren, damit es entsprechend ein bisschen eingepremst wird?

00:19:09: Ja, da sagst du was!

00:19:10: Das ist ein Thema, was gerade groß wird,

00:19:13: d.h.,

00:19:13: also groß diskutiert wird.

00:19:16: Und zwar unter der Überschrift «Was macht eigentlich diese neue geopolitische und geoeconomischen Lage auf der Welt?».

00:19:22: Was macht ihr mit den Volkswirtschaften?

00:19:24: Und da dekliniert man alles durch, die Verteidigung muss hochgefahren werden.

00:19:29: Wir müssen flexibler werden und resilienter werden.

00:19:31: Das kostet viel Geld.

00:19:32: Die Finanzpolitik muss Schulden machen usw.

00:19:35: Es sind alle so Themen über die man diskutiert und auch bei der Geldpolitik macht man sich da die Gedanken.

00:19:42: Der Schlüssel zur Diskussion hast du gerade schon auf den Tisch gelegt?

00:19:46: Es geht darum dass wir jetzt zweimal hintereinander einen Energiepreisschock erlebt haben in den letzten vier Jahren.

00:19:53: Das war ein Ukraine-Krieg und jetzt hier im Irankrieg, das heißt die Energiepreise steigen sprunghaft an und das ist ein Inflationsimpuls.

00:20:05: Normalerweise sagen die Notenbanken so in ihrer Logik aus den letzten Jahrzehnten naja wenn es mal einen Überpreisschock gibt dann ist der meistens ja recht kurz, dann funktioniert irgendwo was nicht oder Das sind zumindest nur temporäre Ausfälle und dann geht der Prinzip preismal hoch.

00:20:20: Aber dann wird alles getan um das schnell wieder herzustellen, dann geht er auch wieder runter und dann ist es gut!

00:20:25: Das war bei den letzten Schocks nicht so gewesen.

00:20:28: die Beendigung der Energielieferung aus Russland war dauerhaft Und es hat eine Weile gedauert, bis das ersetzt worden war und die Gaspreise sind immer noch hoch in Deutschland.

00:20:38: Die Strompreise

00:20:38: ist immer noch oben.

00:20:39: Ich wollte gerade sagen, weil die Konflikte sind ja nicht gelöst also sowohl der Ukrainekrieg läuft noch als auch natürlich jetzt diese Iran Krieg läuft ja auch noch.

00:20:47: Das heißt also beide haben ja immer noch ein Impact.

00:20:50: Genau!

00:20:50: Und der gemeine Geldpolitiker spricht dann bei solchen Ereignissen von, du hast es auch schon erwähnt, Angebots-Shock.

00:20:58: Also was Wichtiges... Gut

00:20:59: ne?

00:20:59: Das wusste ich noch aus dem Studium!

00:21:00: Das

00:21:01: ist mittlerweile schon fast Grundschule.

00:21:05: Das wichtige Einsatzprodukte werden auf einmal teurer Und das ist dann nicht mehr was, wo die Notenbank sagen kann.

00:21:13: Na ja es geht morgen wieder zurück und alles ist wieder gut!

00:21:15: Sondern da pflanzt sich so ein Inflationsimpuls dann fort.

00:21:21: also dann gehen die Lebensmittelpreise als erstes hoch Dann gehen die Dienstleistungspreise Hochtransport Tourismus.

00:21:27: Dann sagen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt reicht's uns aber wird alles teurer wir brauchen höhere Löhne.

00:21:34: Und auf diese Weise muss dann einer Notenbank die sämtliche Warnlampen angehen, weil das muss sie eben verhindern.

00:21:44: Sie muss ihm verhinderen, dass sich Preissteigerungen verstetigen und immer weitergehen.

00:21:53: So ist es auch.

00:21:54: Die Notenbanken haben die Ukraine-Krise bekämpft mit hohen Zinsen Und die Inflationsrate ist ja Gott sei Dank zurückgekommen.

00:22:01: Wir waren bei zehn Prozent im Oktober, zwei tausendzweiundzwanzig.

00:22:04: wir sind wieder runter gekommen auf zwei Prozent aber eben nicht ganz.

00:22:09: es ist noch eine Restinflation drin geblieben in Amerika sogar bei drei oder dreieinhalb Prozent in Europa Ja Die Kernrate liegt auch also die Rate ohne das Öl liegt auch noch bei zweieinhalte Prozent.

00:22:22: Das heißt so Ganz Ist der erste Ukraine Inflation Schock Nicht raus gewaschen worden.

00:22:27: da kam dann schon der Nächste.

00:22:30: Und jetzt haben wir wieder einen Inflationsimpuls in dem System und die Inflationeraden sind hoch, und der Finanzmarkt, der Anleimarkt insbesondere fragt sich wann kommt der nächste Schock?

00:22:41: Wenn das die Zukunft ist, dass verständlich von solchen sogenannten Angebots-Schocks hier erwischt werden dann wird es niemals mehr ausreichen, dass die inflation ganz raus gewaschen wird.

00:22:54: Dann haben wir eine höhere Grundinflation drin.

00:22:57: Wenn das so ist, dann brauchen wir auch höhere Zinsen.

00:22:59: Weil wenn wir Geld anlegen wollen wir ja hinterher die gleiche Kaufkraft haben wie vorher.

00:23:04: also wir müssen eine höhere Inflationsrisiko-Premie in den Zins einbauen und genau das ist auch passiert.

00:23:11: Das sind bisher Basispunkte, also Null-Kommer zwei oder Null-, Kommer drei Prozentpunkte hört sich nicht viel an.

00:23:20: Aber leppert Sicherheit.

00:23:20: bei zehn Jahren sind das alles Zinseszins möglichmäßige Bedingungen und vor allen Dingen ist es eine Veränderung.

00:23:27: Und die Frage wie lange?

00:23:28: Wie weit geht das?

00:23:30: kommen immer noch weitere Risikoprämien dazu kurz um.

00:23:32: wir haben zurzeit eine sogenannte steile Zinskurve d.h.

00:23:36: Also die langen Zinsen, die zehnjährigen Zins sind relativ hoch.

00:23:40: Das hat damit zu tun dass man nicht weiß kommen wir noch raus aus diesem Inflationsgrundrauschen.

00:23:48: Es sind alles keine schlimmen Zahlen, es geht nicht um zehn Prozent Inflation und es geht auch um keine argentinischen Verhältnisse mit dreißig Prozent oder türkischen Verhältnissen wo man das preissystem wirklich vergessen kann.

00:24:00: bei einer inflation von dreißiger prozent weiß man nicht mehr was soll ein preisanstieg mir eigentlich sagen?

00:24:05: aber es ist eben einen bruch mit der bisherigen finanzwelt die wirklich ganz strikt nur bei zwei prozent inflationen verankert war.

00:24:13: Und das sieht man eben jetzt schon in den Zinsen und es wird aufmerksam beobachtet.

00:24:17: Wie viel an Risikopremie kommt da noch dazu?

00:24:21: Das ist ein großes Thema zur Zeit.

00:24:23: Gucken wir nochmal die USA, da gab's ja einen Wechsel an der Spitze der Notenbank.

00:24:27: Die FED hat einen neuen Vorsitz bekommen.

00:24:30: Wie ist denn da dein Blick drauf auf den Kevin Worsch?

00:24:34: Wie schlägt er sich denn, hat er einen guten Staat erwischt oder muss er auch viel regeln.

00:24:39: Weil in den USA die werden ja genauso mit den hohen Spritpreisen zu tun haben.

00:24:44: Das sind die Zölle noch ein Thema vielleicht.

00:24:46: Da kommen auch einige Sachen zusammen.

00:24:48: Er hat miserablen Staat gehabt und es geschafft dem gesamten Finanzmarkt erst mal völlig zu verwirren nach dem Motto was kommt denn da jetzt von dem neuen Präsidenten an?

00:24:58: Eigentlich hätte man sagen können, naja also da gibt es neue Probleme, Inflation ganz rauswaschen und so weiter.

00:25:03: Kann er anknüpfen und könnte ja für diese neue Welt auch geopolitische Shocks, Angebots-Shocks dann eine Lösung präsentieren.

00:25:10: Er ist ja zuerst unter dem Verdacht gestanden, dass er eine Marionette von Trump ist.

00:25:15: das war relativ schnell klar, dass der das nicht ist weil er einen ganz eigenen Kopf hat sicherlich über gute Verbindung zu Trump verfügt aber niemals soweit gehen würde um das zu exekutieren was Trump eben für Vorstellung bei den Zinsen hätte.

00:25:31: Das hat Trump mittlerweile aber auch geschnallt, dass das nicht beeinflussen kann.

00:25:38: Nein!

00:25:38: Aber Kevin Worscht ist ein neuer Fed-Präsident der hat eigene Vorstellungen

00:25:43: von

00:25:44: der Art wie eine Notenbank ticken sollte und er hat schon früher gesagt Die Notenbanken sind in den letzten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten aus dem Takt geraten.

00:25:54: Sie haben eigentlich einen falschen Weg eingeschlagen.

00:25:57: sie haben die Wirtschaft viel zu stark unterstützt gerade in großen Krisen Finanzkrise Corona Krise.

00:26:02: Sie haben hier Bilanz zu stark aufgebläht sie haben sich zu dick und zu fett gemacht Und sie stören mittlerweile das Finanzwesen Das Finanzsystem.

00:26:11: die Notenbank Bilanz war in der Spitze sieben Mal so groß im USA wie vor der Finanzkrise, also ein riesiger Apparat, der da aufgebläht wurde.

00:26:23: Die Reserven bei der Notenbank haben sich vervielfacht – das ist eine ganz andere Funktionsweise des Finanzsystems heute.

00:26:32: und Kevin Worsch ist eigentlich ein konservativer Notenbänker, der sagt, dass müssen wir wieder zurückführen.

00:26:38: Der Markt soll auch im Bereich Finanzen effizient arbeiten und es geht nicht wenn da so eine dicke Spinne im Netz sitzt die alles kontrolliert.

00:26:46: So, das ist ein Antritt und deswegen sagt er zurück zu den Wurzeln.

00:26:51: Wir machen das mal so wie es vor dreißig Jahren der Fall gewesen war als die Notenbankbilanz klein war.

00:26:55: Also er will die Benotenbank Bilanz schrumpfen und er will auch nicht mehr die Märkte so stark beeinflussen.

00:27:02: Er will gar nicht mehr so viel Kontakt zu den Märkten haben.

00:27:05: Vielleicht zum Vergleich vor dreizig Jahren tagte da in den USA eine Notenbange – wie das heute auch der Fall ist.

00:27:15: Aber es wurde nichts veröffentlicht.

00:27:18: Es gab gar kein Bericht über die Beschlüsse und ob die Notenbank den Leitzins verändert hatte, das durften die Händler herausfinden wenn sie am Montagmorgen dann mit der Notenbank irgendeine Kreditverhältnisse aushandeln wollten und die neuen Preise genannt bekamen.

00:27:37: Das war Kommunikation oder nicht Kommunikations der Notenbanken vor dreißigvierzig Jahren in Amerika.

00:27:43: Es hat sich alles geändert, man hat gesagt wir müssen auf die Märkte Finanzmärkte eingehen, wir müssen Führung geben und sagen wo es hingeht damit sie nicht so stark schwanken.

00:27:51: Und Kevin Worscht sagt das brauchen wir alles nicht mehr.

00:27:55: Das ist nicht notwendig.

00:27:57: und so hat er sich gleich in seiner ersten Sitzung hingestellt und hat gesagt also dass kommunikiert dampfen wir erstmal ein auf die Hälfte Und verschiedene Angaben und Hilfestellungen, die wir den Märkten gegeben haben machen wir nicht mehr.

00:28:12: Und das mit einer ziemlich harnen Büchenden-Begründung.

00:28:16: hat dann gesagt, naja, die Wirtschaft soll sich erst mal wieder daran gewöhnen auf die Wirtschaftsindikatoren zu reagieren – und nicht auf die Fett!

00:28:23: Nicht was die Fetts aus dieser Wirtschaft macht... Also wir berichten auch gar nicht mehr darüber wie wir denken… eine hohe Arbeitslosigkeit oder ein toller Job-Report, was das für unsere Arbeit bedeutet.

00:28:37: Früher haben wir das viel zu klein und klein vorgekaut – das machen wir nicht mehr!

00:28:41: Denn wir sind ja eigentlich außen vor, wir sind nur der Schiedsrichter des Spieles.

00:28:45: Und an dieser Stelle, als er von den Schiedsprüchtern gesprochen hat, da haben wirklich der gesamte Finanzmarkt nur kollektiv im Kopf geschüttelt und gesagt, es kann doch nicht sein... Das ist doch wie ein Fußballtrainer, der sagt aber wir brauchen keinen Konditionstraining mehr.

00:29:00: Brauchen wir nicht mehr!

00:29:01: Das ist wirklich eine Grundweisheit dass die Märkte natürlich ausschließlich auf die Notenbankpolitik reagieren, denn die Notendank macht die Preise fürs Geld und danach richten sich alle abgeleiteten Preise und Kurse.

00:29:15: Natürlich geht es einzig und allein darauf erhöht die notenbank die Leitzins oder nicht?

00:29:19: das hängt von den wirtschaftsfaktoren ab, vom Wirtschaftsdaten ab und zwar davon ab wie die notendank auf diese Daten reagiert.

00:29:27: Das ist der Grundmechanismus.

00:29:29: einfach so ablehnen wollen, beziehungsweise wegdiskutieren wollen.

00:29:33: Naja mittlerweile hat anscheinend Ihnen die Fettspitze das auch verstanden?

00:29:36: Das ist nicht so richtig dass man damit durchs Examen gefallen wäre in der Universitätsprüfung.

00:29:43: und sind dabei das zu reparieren.

00:29:45: über nächste Woche gibt es die große Geldpolitische Konferenz die einem am Jahr stattfindet wo ein bisschen hinter den Kulissen auch nachgedacht wird und da sind wir gespannt Wie der neue Notenbank Chef diesen Fehlstart korrigieren möchte?

00:30:04: Ja, dann lass uns doch mal langsam auf die Zielgrade einbiegen.

00:30:06: Eine Sache ist mir allerdings dieses Jahr wieder aufgefallen.

00:30:10: Das sogenannte Sommerloch das gibt es irgendwie nicht mehr oder?

00:30:13: Also früher warst du auch immer so echt ab Juli Bundestag geht in Urlaub alle sind unterwegs und dann kamen die obskursten Themen immer in den Medien hoch was alles berichtet wurde oftmals irgendwas mit irgendwelchen Tieren, die irgendwo aufgetaucht sind oder irgend sowas.

00:30:31: Das gibt es nicht mehr?

00:30:32: Ja vielleicht sind die Zeiten zu ernst dazu.

00:30:34: ich glaube Sommerloch dann wenn man meint Die Welt ist eigentlich festgefügt, alles ist im Normalbereich.

00:30:44: Im nächsten Jahr passiert eigentlich so ähnliches wie auch hier und die Weltordnung ist eigentlich auch in Ordnung.

00:30:51: das Weltbild stimmt und das ist ja alles gerade nicht der Fall.

00:30:54: Die Welt ist ja aus den Fugen, gerade diese Konflikte, die wir auch das ganze Jahr überverfolgt haben und die auch im Sommer nicht Pause machen.

00:31:01: Die sind es ja, die uns im Atem halten... Verschiebungen, die wir allen Teilben sehen in allen Gesellschaften.

00:31:10: Die großen Themen wie Klimamigration gehen weiter und werden immer wichtiger Und vielleicht ist das auch der Hintergrund warum wir selbst im Sommer davon nicht so richtig abschalten

00:31:23: Und vielleicht auch der Grund, warum viele so gerne in die neunziger Jahre zurückschauen dieser Tage.

00:31:28: Weil ich habe so ein bisschen das Gefühl den Zeit lang war ja so einen Achtziger-Hype aber jetzt sind die Neunzige voll innen?

00:31:33: Ich

00:31:33: wollte gerade sagen...

00:31:34: Da war alles in Ordnung!

00:31:36: Das schönste Jahrzehnte der Deutschen seien die Achtzigern und ich glaube das hängt davon ab was du selber für ein Jahrgang bist.

00:31:42: Also es ist bei dir die Aachtziger oder bin sie Neunziger oder was?

00:31:44: Ja ich bin ja reinstes Boomer Material, d.h.

00:31:46: also Aachziger.

00:31:47: Reinstes

00:31:48: Boomermaterial.

00:31:48: Alles ein schöner Sendungstitel fast Ja Ulrich, mir diesen weisen Worten beschließen wir mal die Sendung für heute.

00:31:57: Machen Feierabend zumindest hier vor den Mikros.

00:32:00: Für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer gilt natürlich weiterhin.

00:32:02: wenn sie Fragen haben Feedback oder sonst irgendwas wissen möchten dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an podcastatdk.de oder kommentieren Sie unter unseren Social Media Posts.

00:32:11: da sehen wir das dann auch und bauen dann Themen die Sie gerne hören möchten gern auch hier in die Sendungen ein.

00:32:16: wir freuen uns immer über Zuschriften.

00:32:19: Ja das war's für uns, für heute und wir gehen in so eine Minisommerpause.

00:32:24: Also wir übertreiben es mal nicht wie andere Podcast machen die an teilweise zwei Monate nicht senden.

00:32:28: das machen wir nicht.

00:32:29: aber wir setzen mal eine Folge aus.

00:32:31: da können wir uns beide ein bisschen der Auszeitmal So dass wir zum Ende der Saison fähnen, quasi wieder zurückkommen.

00:32:36: Also wenn alle aus dem Urlaub zurück sind dann senden wir auch wieder Anfang September.

00:32:40: aber in der Zwischenzeit da lassen wir sie natürlich nicht ohne Finanzpodcast zurück sondern da gibt es ein bisschen Sondermaterial in unserer Reihe Investment in Zeit.

00:32:49: ich habe nämlich einmal mit Ingo Speich aus der DK Investment gesprochen über das Thema Hauptversammlung.

00:32:53: die Saison ist ja jetzt auch rum.

00:32:55: Da berichtet er mal, wie das eigentlich so abläuft.

00:32:57: So eine Hauptversammlung und er plautet ein bisschen aus dem Nähkästchen was seine spannendsten Hauptversamblungen waren.

00:33:02: Das ist auch ganz interessant!

00:33:03: Und ich habe noch ne spannende Folge aufgenommen mit deiner Kollegin Gabi Wiedmann.

00:33:07: Mit der hab' ich nämlich auch mit nem Kollegen aus der DK Investment gesprochen über das Thema Rohstoffe und dass es auch sehr interessant und dieser Tage vielleicht wichtiger denn je den Rohstoffen stehen ja quasi täglich in den Medien zur Disposition.

00:33:22: Ansonsten... War's das erst mal für heute.

00:33:24: Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald,

00:33:36: tschüss!