00:00:02: Heute sprechen wir mal über etwas, was kein Anleger und keine Anlegarin eigentlich erleben möchte.
00:00:07: Krisen!
00:00:08: Öl-Krise, Finanzkrise, Corona-Krisis gibt ganz viele Krisen in der letzten Zeit die wir erleben und erlebt haben.
00:00:14: und spannend ist dabei jede Generation erlebt ihre eigene Krise und jedes Mal fühlt sich es an als wäre es wieder was komplett anderes und vor allem viel schlimmer als zuvor.
00:00:24: Die Börsen reagieren entsprechend meistens mit Kurs abschlägen Kurse brechen manchmal sogar ein.
00:00:29: Anlegerinnen und Anlegers verkaufen ihre Aktien aus Angst.
00:00:33: Aber wenn wir historisch zurückblicken, dann zeigt sich doch eins – trotz aller Krisen haben sich Wirtschaft und Märkte langfristig immer wieder erholt!
00:00:42: Warum ist es eigentlich so?
00:00:43: Warum treffen uns Krisen emotional so stark?
00:00:46: Und warum kann regelmäßiges Investieren gerade in schwierigen Zeiten dabei
00:00:51: helfen?!
00:00:58: Das Finanzmarktgespräch
00:01:00: der DK Bank.
00:01:04: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge.
00:01:07: Mikro trifft Makro!
00:01:09: Und bei mir ist natürlich wie immer der Cheffolkswirt der Dk Bank, Dr.
00:01:12: Ulrich Carter.
00:01:13: Hallo Ulrich, grüß dich.
00:01:14: Und
00:01:14: wie immer freue ich mich mit ihr zu sprechen.
00:01:16: Ja, heute mal mit bewegt Bild ausnahmsweise zu einem besonderen Anlass und wir freuen uns dass wir über ein Thema sprechen können.
00:01:23: Und zwar ein bisschen Zeit nehmen über den Thema zu sprechen was uns ja die letzten Jahre eigentlich auch im Podcast sehr viel begleitet hat.
00:01:29: Wir wollen mal über das Thema Krisen sprechen.
00:01:31: Wir haben ja aktuell auch wieder eine Krisensituation Mit dem Krieg in Iran.
00:01:35: Ich würde mich aber erst einmal so ein bisschen von der psychologischen Seite nähern anstatt auf die Krisen an sich zu schauen.
00:01:41: Denn wenn wir so auf die Börsen ticker achten und dann kommt eine Meldung über ein TV oder in der Nachrichten App aufs Handy, da steht dann der DAX-Bricht um sechs Prozent ein.
00:01:50: Da klicken die meisten Menschen erst mal drauf sind interessiert wollen wissen was ist denn da los?
00:01:54: Was ist passiert im umgekehrten Fall?
00:01:56: DAX steigt um sechs prozent.
00:01:58: ja das freuen sich vielleicht einige aber da guckt man nicht sofort nach was es da genau passiert.
00:02:03: woran liegt es denn dass wir bei diesen Krisensituationen insbesondere wenn die Bürsen nach unten gehen sehr interessiert reagieren, sagen wir es mal so.
00:02:11: Also ich möchte noch nicht sagen panisch unbedingt?
00:02:15: Ja die Psychologen und auch die Journalisten erklären dir das.
00:02:21: bei den Journalisten ist es ja immer so.
00:02:24: warum steht denn nur das schlechte in der Zeitung?
00:02:27: Warum immer nur das negative?
00:02:30: Und die Erklärung, die rumgereicht wird und dir auch was für sich hat, ist dass wir als Wesen in einer Welt, die zwar sehr schön ist aber manchmal eben auch feindlich uns auf die Gefahren, die uns umgeben mehr konzentrieren als auf das Schöne.
00:02:48: Sollte man bei einigen Menschen mal bisschen mehr austarieren, das ist bestimmt ein Thema Aber es ist wohl in uns angelegt.
00:02:57: Das berühmte Beispiel von unseren Urvorvätern und Müttern in der Höhle Wo dann die Männer von der Jagd zurückkommen und die Aussage haben heute gute Beute gemacht, ist zwar schön und interessant.
00:03:16: Aber die Aussagen hinter dir steht ein Sebelzahntiger, die ist wichtiger.
00:03:20: Und deswegen rat mal was dann wohl gesprochen wird.
00:03:24: also negative Dinge interessieren uns natürlich mehr aber wir sollten aufpassen dass für das ausdarieren, zwar immer auch bewusst ausdarieren.
00:03:34: Gerade in den jetzigen Zeiten wo ich auch bei vielen Kundenveranstaltungen höre dass Leute wirklich beunruhigt sind bis hin dazu das nicht schlafen können wegen dieser vielen vielen bedrohlichen Dinge.
00:03:47: ob es nun die Politik selber ist ob des Verschiebungen im politischen Spektrum sind hier Veränderungen technischer Art ist.
00:03:56: Ob das die Kriege natürlich sind und die Krise, die wir jetzt jedes Tag eben so prominent berichtet bekommen?
00:04:02: Man muss da innerlich ein bisschen anarbeiten.
00:04:06: Ändern kann man selber als Einzelperson daran nichts.
00:04:10: Und es ist immer problematisch weil wenn man sich von etwas im Mitleidenschaft ziehen lässt was man nicht ändern kann dann ist man ja in einer ganz schlimmen Lage Und das muss man sich immer vor Augen halten.
00:04:22: Also an diejenigen, die sich da auch psychologisch zu sehr reinziehen lassen versucht euch da wieder rauszuholen am Ende und dass es natürlich dann auch die historische Erfahrung wirkt die Krise in dem Augenblick wo sie da ist natürlich immer viel bedrohlicher als mit ein bisschen Abstand wenn man so überwunden hat.
00:04:42: Und trotzdem, wir haben ja schon ein paar Krisen erlebt.
00:04:46: Wir werden gleich auch über ein paar davon exemplarisch mal sprechen ist es so?
00:04:50: die Menschen müssten mittlerweile eigentlich gelernt haben dass man aus jeder Krise mit einem positiven Ergebnis rausgehen kann.
00:05:00: und jede Krise wird aber immer wieder schlimmer wahrgenommen, als die dies davor gab.
00:05:05: Also immer schlimmer, schlimmer.
00:05:07: Obwohl es vielleicht gar nicht der Fall ist denn die anderen Krisen waren vielleicht genauso schlimm in dem Augenblick wo sie stattgefunden haben.
00:05:11: nur aus heutiger Sicht wissen wir ja naja danach ging's ja weiter weg auf Die heutige Krise allerdings beurteilen wird zum schlimmsten Zeitpunkt und ganz ganz schlimm.
00:05:19: warum ist das so?
00:05:21: Ja ich denke dass es auch durchaus nachvollziehbar im täglichen Leben Das was in der Gegenwart ist Das nimmt man natürlich am wichtigsten Und zwar eben auch eher bei den negativen Dingen.
00:05:35: Manchmal heißt es ja, genieße mal den Augenblick!
00:05:38: Das fällt vielen schwer aber leide unter dem Problem der Jegenwart das fällt vielen leicht und das ist natürlich auch in dem Zeitpunkt indem die Dinge passieren am allerschlimmsten.
00:05:53: ich meine gerade wenn wir auf des thema Vermögensanlage und auch gerade Aktienmärkte und Krisen kommen Dann ist ja der einfachste Satz, dass wir zwar in den letzten drei oder vier oder fünf Jahrzehnten eine ganze Reihe von schweren Krisen erlebt haben.
00:06:09: Wo wir auf dem hohen Punkt der Krise mal dachten nur die Welt könnte jetzt gleich untergehen.
00:06:14: aber für den gesamten Zeitpunkt Zeitraum nehmen wir mal die Lebensdauer des DAX einen Aktienmarktentwicklung von knapp neun Prozent pro Anno, seit neunzehnhundertneunundachtzig im deutschen Aktienmarkt einschließlich Dividenden erlebt haben.
00:06:35: Und da sind alle Krisen drin die man sich überhaupt vorstellen kann von der allereristen Ölkrise über die Dotcom-Krise, Nine Eleven Corona Finanzkrise alles ist darin und das ist das Ergebnis wo man eigentlich weil einmal zurücktreten und hingucken sagen kann also uns kann eigentlich keine Krise die da kommt wirklich was an tun.
00:06:57: und trotzdem ist es jedes mal immer das gleiche, man ist sehr höchst besorgt.
00:07:02: Ja dann lass uns doch vielleicht exemplarisch nochmal ein paar Krisen rausgreifen so aus der Historie.
00:07:06: du hast eben schon so Paar angesprochen.
00:07:09: ich würde mal eine nehmen die schon eigentlich sehr sehr lange zurück liegt aber die sich wieder aktueller anfühlt denn je Nämlich die Ölkrise der neunzehnten siebziger Jahre.
00:07:18: Da fühl sich ja viele dran erinnert, wenn Sie heute an die Zapfsäule fahren, die Spritpreise sind enorm hoch auch viel höher als damals zum Zeitpunkt der Ölkriese.
00:07:26: und dennoch fragt man sich vielleicht gibt es da Parallelen?
00:07:30: Vielleicht erst nochmal drauf schauen was war denn damals los?
00:07:32: Warum sind denn damals die Ölpreise so gestiegen?
00:07:34: War das auch ein Krieg oder gab's andere Faktoren, die da reingespielt haben?
00:07:38: Anfang der siebzehrjahre ging es los dass wir von einem Konflikt in einer Region, was mitbekommen und zwar hautnah über die Wirtschaftsverbindung.
00:07:50: Die Öllieferung der bis heute anhält und der auch schon vor den siebzehr Jahren bestand nämlich eine Ostkonflikt.
00:07:59: das ist ein immerwährendes politisches Konfliktfeld was nicht aufgelöst worden ist was man mit vielen Krisen auch gerade im Ölbereich in Verbindung bringen kann.
00:08:16: Damals war es eben der Yom Kippur Krieg, der Krieg der Israels, einer der ersten Kriege Israells gegen die arabischen Nachbarn und die westlichen Länder unterstützen damals Israelis und die Arabischen Länder taten sich zusammen um die Abnehmerländer zu bestrafen und verhängen.
00:08:35: ein Ölembargo ist aber bei diesen ganzen Vergleichen von Krisen auch immer eine große Aufgabe.
00:08:47: Bei historischen Themen ist das so, zu unterscheiden was kann man vergleichen und nicht vergleiche?
00:08:54: Also alle diese Gültkrisen die wir kennen kommen aus diesem Konflikt heraus Aber sie weisen dann eben doch viele Unterschiedlichkeiten auf, viele individuelle Verläufe Und deswegen muss man immer... Das ist für uns eine große Herausforderung, wenn wir analysieren.
00:09:11: Die Aufgabe was können wir verwenden von den Informationen von damals und was es anders?
00:09:15: Beispiel die internationale Ölagentur hat ja behauptet dass das jetzt die größte Ölkrise aller Zeiten wäre.
00:09:25: Also die heutige also die jetzt gerade durch den Iran Krieg.
00:09:31: Da muss man sagen, naja gut dann können also die anderen Krisen von früher uns da gar nichts mehr sagen wenn es jetzt die größte ist.
00:09:38: Bei Nerem Hinsehen funktioniert aber das was die internationale Energieagentur da berichtet hat nicht.
00:09:46: Die haben sich nämlich einfach die Ölmengen angeschaut, die in jeder Ölkrise bisher nicht mehr geliefert werden konnten aus irgendwelchen Gründen weil meistens das Kriegsgebiet abgerielt war oder nicht mehr Und sind jetzt zum Ergebnis gekommen, dass die sieben acht Millionen Berl am Tag, die nicht durch die Straße von Hormus fließen.
00:10:08: Die größte Menge ist an Angebot und Öl was jemals ausgefallen ist in so einer Krise.
00:10:13: Das ist aber ein schwieriger Maßstab weil vor dreißig Jahren die Welt nur die Hälfte vom Rohöl täglich verbraucht hat Was heute verbraucht wird.
00:10:22: das heißt eine Zahl die heute gemeldet wird müsste man gedanklicher halbieren, wenn sie das gleiche Ausmaß haben sollte wie heute in der Vergangenheit.
00:10:34: Deswegen sieht man da dass man eben nicht alles übertragen kann sondern sich sehr sorgfältig anschauen muss.
00:10:39: was haben die Krisen für Ähnlichkeiten und wo sind die Unterschiede?
00:10:45: Wenn wir uns fragen wie ist es jetzt gerade mit der Ölkrise dann sagen wir es ist nicht die größte Ölkriese aber Sie ist schon auf der anderen Seite schon schwerwiegend je länger sie dauert.
00:10:54: Wir gehen nach den Preisreaktionen vor.
00:10:57: Und da war es so, dass in der ersten Ölkrise, nachdem du ja gerade am Eingang gefragt hast, und das ist der Prissprung, ein viel größerer als heute.
00:11:09: Die
00:11:09: Erfindfachung war's etwa glaube ich?
00:11:10: Wir
00:11:10: hatten damals eine Erfindfachung.
00:11:12: Wir sind von zwei US-Dollar pro Beryl.
00:11:16: Ja die Hörerinnen und Hörern haben sich nicht verhört.
00:11:20: Zwei US Dollar!
00:11:21: Da kam natürlich ein Verzion durch, aber im Euroöl ist es eben teurer geworden.
00:11:28: Auf zehn zwölf und vierzehnd dann später... Und diese Verfünffahrung hat sich jetzt nicht gegeben.
00:11:33: wir haben trotzdem eine Steigerung um fünfzig-sechzig Prozent.
00:11:37: jetzt erleben von sechszig-siebzig US Dollar auf die hundert...
00:11:42: also fast für Doppelung?
00:11:43: Ja
00:11:44: genau, fast eine Verdopplung!
00:11:47: Wir müssen heute Aber anders analysieren, wir haben heute ganz andere Abhängigkeiten vom Öl.
00:11:53: Wir haben größere Serven in der Welt und das müssen wir alles einbeziehen.
00:11:56: Dann kommen wir zum Ergebnis dass es schon einen Energiepreis schock ist.
00:12:00: also erleben wir ja auch im täglichen Leben eine Tankstelle Und hier gilt vor allen Dingen dass die Dauer eben das Problem ist.
00:12:07: Also zuerst hat man gedacht es dauert eben Ein paar Wochen und da wird's dann langsam schwierig.
00:12:13: Die Wirtschaft wird schon stranguliert durch dieses Minderangebot an öl und irgendwann gehen die Reserven zur Neigung und dann könnte es sein, dass der Preis ihm nochmals steigt.
00:12:22: Und dann sind wir wieder in neuer Phase.
00:12:24: also man darf nicht kleinreden jetzt aber mit diesen Rekorden dann gleich anzukommen hat auch kein größeren Nährwert.
00:12:32: Aber die Maßnahmen, die wir jetzt getroffen haben Wir haben ja im Endeffekt zwei Maßnahmen einmal diese Kappung der Preissteigerungen immer um zwölf Uhr Bis zwölf Uhr auf der Preise erhöht werden einmal.
00:12:45: Danach eigentlich nur noch Senkungen bis zum nächsten Tag.
00:12:47: und das zweite war jetzt dieser Tankrabatt, es wird auch wieder über autofreie Sonntage gesprochen usw.
00:12:53: Sind das denn alles Maßnahmen die tatsächlich dazu führen dass wir in irgendeiner Form eine Lösung für uns kriegen?
00:12:57: oder müssen wir einfach mit diesen hohen Spritpreisen dann leben?
00:13:02: Die Maßnahmen bisher beschleunigen eigentlich nur die Benzin- oder Hyroelknabheit weil der Preis ja künstlich unten gehalten wird oder zusätzliches Einkommen gegeben wird, mit dem man dann wieder tanken kann und das bedeutet dass man dann eher mehr Öl- und Benzin verbraucht als die Preise eben anzeigen würden.
00:13:27: In der heutigen Welt heißt es, dass man eher auch den Ländern, denen nicht so reich sind, das Öl wegkauft.
00:13:33: Das heißt also, die Knappheit findet dann zuerst in den asiatischen Schwellenländern Aber löst natürlich das eigentliche Problem überhaupt nicht.
00:13:43: Und das muss auch die Hauptbotschaft sein, die Lösung von dieser Thematik kann nur durch eine politische Öffnung der Straße von Hormuz kurzfristig wieder passieren.
00:13:53: Wenn das nicht gelingt, werden die US-Amerikaner insbesondere zum Ergebnis kommen dass ihnen die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die energieabhängigen Länder in Europa so völlig egal sind um ihre eigenen Ziele und ihre eigene Strategie zu durchzuführen, dann wird man von europäischer Seite nichts machen können.
00:14:13: Dann muss man sich an diese Preise auf absehbare Zeit einstellen.
00:14:18: Und das hat Kosten.
00:14:20: Das spürt jeder im Portemonnaie und auch im gesamtwirtschaftlichen Portmonnaie würde man es dann spüren und platt mir nicht mehr einen Wachstum übrig.
00:14:27: Das sind alles Dinge die man sich vorstellen kann, die jetzt noch nicht die Folge sind weil die Preissprünge sind eben noch verkraftbar, aber es ist eben tatsächlich so.
00:14:38: wenn den Läger in der Welt tatsächlich aufgebraucht wären dann würde der Preis weiter steigen und dann kommen diese Effekte zustande.
00:14:46: Ich möchte mal wechseln zu einer anderen Krise.
00:14:49: also wir kommen jetzt von den Siebzigeren springen wir auf Ende der Neunziger das Internet gewinnt an Breite, die Leute werden aufmerksam auf das Internet und in der Folge kommt es zu ja auch einer sehr einschneidenden Krise eigentlich denn viele haben begonnen zu der Zeit auch in Aktien zu investieren, in Fonds zu investiren.
00:15:07: Und dann kam der große Internet Crash Anfang der zweitausender, zwei tausend Eins noch mal getoppt durch das Nine Eleven Event.
00:15:18: Das alles kam da irgendwie zusammen.
00:15:20: aber diese ganze Internet-Euforie dieses Ende der neunziger gab die war ja schon irgendwie auch doch wichtig.
00:15:26: Auch wenn es dann in eine Krise gemündet ist, was wie war denn das Gefühl in den neunzigern?
00:15:31: Du warst ja da auch schon mit einem Auge auf der Börse wahrscheinlich unterwegs und hast schon ein bisschen drauf geschaut drauf gezahlt.
00:15:42: Ich habe damals Lehrgeld bezahlt und hab gelernt wie Börsen funktioniert Aber da war ja schon viel los im Markt, also da kam schon viel Fantasie in den Markt auf einmal.
00:15:52: Ja wenn wir schon Schubladen bilden wollen für Krisen bei allem Problemen des Vergleichs kann man das schon machen.
00:15:57: dann haben wir hier mit der Dotcom Blase die typische Übertreibungs-Bause das Blasenphänomen.
00:16:07: Eben das waren eher so eine politische Börse?
00:16:10: Das war ein geopolitisches Problem im Rohr im Markt.
00:16:15: Und wir haben allerdings immer wiederkehrend und viel häufiger das Phänomen dieser Überbewertungen, falschen Erwartungen an Märkten.
00:16:27: Das geht schon vor ein paar Hundert Jahren los, also eine ganz frühzeige... Da gab es noch gar nicht mal Aktienmärkte, sogar in der Tat.
00:16:36: dieses Phänomen von den Turpenswiebeln in Holland ist das erste aufgezeichnete Event.
00:16:42: Wahrscheinlich gab's schon vorher auch spekulative Ideen.
00:16:47: ich meine wenn da ein oder anderen erzählt dass irgendwas besonders wertvoll ist und das stimmt einfach nicht hätte man schon die erste kleine Blase zwischen zwei Leuten so ungefähr.
00:16:54: also das ist bestimmt häufig passiert an organisierten Märkten und damit mit größerer Aufmerksamkeit ist es eben an den Aktienmärkten häufig vorgekommen.
00:17:03: In der Frühzeit, der Aktienmarkt in der Industrialisierung gab ja einen Gründungsboom auch in Deutschland.
00:17:11: da hatten wir Übertreibungen.
00:17:12: Wir hatten bei der neuen Technologie der Eisenbahnen wahnsinnige Übertreibungen als die eingeführt wurden und für jedermann sichtbar eben klar wurde dass das eine neue Technologie ist Verkehrstechnologie die auch lange anhalten wird, die vernünftig ist und wo alle Welt investiert.
00:17:31: Da sind natürlich auch die Erwartungen übergeschossen.
00:17:34: dann haben wir eben oft mit technologischen Entwicklungen jetzt das Internet eben das gleiche nochmal wieder erlebt.
00:17:41: Und es ist bei aller Forschung all den Aktienmärkten und Finanzmärkte noch nicht gelungen rauszufinden Warum stoppt sowas nicht?
00:17:53: Wie sind überhaupt die Mechanismen?
00:17:56: Was sollte man tun?
00:17:58: Und deswegen ist eigentlich die Betrachtungsweise von Wissenschaftlern, Markternehmern und auch Politikern bei solchen Ereignissen ... Da muss man zugucken.
00:18:10: Man muss den Unfall passieren lassen.
00:18:14: Wahrscheinlich ist die Erklärung, weil man gar nicht weiß was führte nun wirklich zu einem Unfall.
00:18:18: Wo passiert er denn und wann?
00:18:20: das ist glaube ich so.
00:18:21: dann die Erklarung.
00:18:23: aber Was man er gelernt hat von solchen blasenartigen Krisen, die dann irgendwann platzen und dann gehen die Kurse runter.
00:18:30: Was man gelernt hat ist dass man ganz schnell aufräumen muss, das man es nicht zulassen kann, dass Schulden beispielsweise aus einer solche Übertreibungszeit stehen bleiben.
00:18:41: Beispielsweise aus unserer Sicht eine Fehlentwicklung ein Fehler der Politik auch wie sie zum Beispiel gerade in China gemacht.
00:18:50: Wir haben dort auch eine Krise am Immobilienmarkt mit großen Übertreibungen, aber man weigert sich dort die Folgen schnell zu beseitigen.
00:19:02: Das ist ein Grundsatz den man in westlichen Finanzsystemen anhand von solchen Krisen erlebt hat.
00:19:07: wenn sie platzen schnell alles so weit wie möglich transparent machen.
00:19:13: Am liebsten auch Banken abwickeln wie das damit Lehman ja sehr verhängnisvoll passiert ist Aber sein musste um eben nach der Krise sozusagen als reinigendes Gewitter wieder neu anzufangen.
00:19:27: Das ist die Grundphilosophie, wie man in einer westlichen Wirtschaftspolitik mit solchen Krisen oben geht.
00:19:35: und dann ist auch ein Element das man in diesem Prozess des Aufräumens die Wirtschaft finanziell eher unterstützt.
00:19:45: Das heißt, dass der Staat dann mit Ausgleichszahlungen, mit fiskalischen Impulsen versucht, die Wirtschaft zu stützen, damit es nicht zur Abwärtsspiralen kommt.
00:19:55: Denn die schreckliche Krise ... Die schreckliche Blase in den neunzehntzwanziger Jahren, mit dem berühmten Schwarzen Freitag, neunzentundzwanzig, die führte dann oder war der Startschuss zu einer zehnjährigen weltweiten Depression in der Weltwirtschaft.
00:20:13: Mit schlimmen gesellschaftlichen Auswirkungen, weil die Arbeitslosigkeit bei ca.
00:20:17: einem Prozentstand und das über lange Zeit in vielen Ländern hat also die Gesellschaften und auch politische Systemen völlig zerrüttet.
00:20:26: Und diese Erfahrung, dass aus einer Bubble eine Finanzkrise, die ja eine Blase dann schnell darstellt tatsächlich eine langanhaltende Wirtschaftskrise wird Diese Perspektive muss verhindert werden.
00:20:41: Das ist ein fester Instrumentenkasten der heutigen Wirtschaftspolitik, deswegen auch beispielsweise bei einer anderen Art von Krise, auf die du wahrscheinlich auch gleich zu sprechen kommst Corona oder auch die Finanzkrise two-thausend acht dieses starke reagieren der Staaten um die Wirtschaft zu stabilisieren damit man eben so schnell wie möglich die Krisenfolgen beseitigt und wieder neu anfängt.
00:21:05: Um trotzdem nochmal zu dieser Internetkrise zurückzukommen, da war es ja dann aber so.
00:21:10: Dass erst mal viele Leute die Finger gelassen haben von Aktien und Co.
00:21:13: ein bisschen vorsichtiger geworden sind auch mit diesem Internet achten viele vielleicht doch nicht so eine gute Idee scheint doch nichts rauszukommen.
00:21:19: das Amazon und was da alles entstand.
00:21:22: Warten wir erstmal ab.
00:21:23: ich glaube dass wird alles nix.
00:21:25: am Ende zeigte sich aber dann gehen wir mal zehn Jahre nach vorne so zwei tausend zehn elf zwölf in der Richtung Ab.
00:21:32: da war Technologie dann auf einmal der Treiber.
00:21:34: Also es war so eine Durststrecke bis dahin ein bisschen, also da mussten sich Geschäftsmodelle finden, Geschäfts-Modelle entwickeln.
00:21:39: aber danach war Technologi und alles das was Anfang der zweitausender vielleicht noch ein bisschen als fixe Idee galt auf einmal Der Treiber für die Aktienmärkte und ist es ja auch geblieben.
00:21:48: bis jetzt.
00:21:49: mit künstlicher Intelligenz hatten wir ja auch wieder einen Treiber über die Technologie kamen Beschwung in die Aktienmärkte.
00:21:56: Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum sich solche Blasen bilden können?
00:21:59: Die Grundidee ist ja richtiges Internet ist ein Geschäftsmodell.
00:22:03: wir sehen es aber anhand der fantastischen Gewinne dieser Plattformfirmen.
00:22:07: Aber in der Frühzeit eines neuen Industrie Sektors eine neue Technologie von Grund neuen Geschäfts Modellen kann man eben nicht wissen welches sich durchsetzt Und deswegen platziert man seine Wetten auf alles, was am Markt ist.
00:22:22: Damals hieß es brauchst du nur einen Dot kommen in deinem Namen haben, kannst du ein IPO machen.
00:22:27: das heißt also eine Emission von Aktien starten und die werden dir aus den Händen gerissen.
00:22:32: Das sind wohl die typischen Übertreibungsmechanismen.
00:22:36: Die Frage ist ja heute bei KI wie weit sind wir wieder?
00:22:41: In diesen Mechanismen drin?
00:22:42: und da ist sicherlich auch etwas dran.
00:22:45: Wir haben ja schon jetzt in den letzten Wochen tatsächlich auch tatsächlich Korrekturen gesehen an dem Markt.
00:22:51: Das ist sehr interessant, dass wir meines Wissens auch zum ersten Mal als das mich erinnern kann eine so starke Bewertungsaufschwung wie wir an einigen Sektoren gesehen haben die Luft so langsam entweicht und eben nicht mit dem großen Knall Was nicht heißt, dass wir immer noch ambitionierte Bewertungen haben.
00:23:17: Aber ein Teil davon ist jetzt schon eher geräuschlos entwickelt.
00:23:24: Also sehr interessante Entwicklung gerade.
00:23:26: Kann aber ja auch dran liegen das die Firmen über die wir jetzt sprechen also nehmen mal die großen Chiphersteller beispielsweise.
00:23:35: Umsätze und Gewinne machen.
00:23:36: Also zur Zeit der Dotcom-Blase war es ja zum Teil so, da war ja nicht mal ein vernünftiges Büro da.
00:23:42: Da waren nur ein Geschäftsmodell und die Idee und die Aussicht auf mögliche Umsätze gewinnen und gar nichts Fundamentales.
00:23:49: heute haben wir zumindest einen gewissen fundamentalen Teil.
00:23:52: vielleicht ein bisschen Übertreibung oder ein bisschen Bewertungsübertreibungen obendrauf aber irgendwie unten drunter ist halbwegs realistisches Geschäftsmodell.
00:24:00: Und da sind wir wieder bei dem Punkt, dass man Krisen zwar zusammen in eine Schublade packen kann ja und Ähnlichkeiten da sind, Dotcom Blase KI-Entwicklung jetzt aber das ist eben niemals identische Dinge sind die sich so wiederholen.
00:24:13: Das ist ganz bestimmt ein wichtiger Punkt den du gerade ansprichst, dass ja eben da schon sehr viel sichtbar ist einen Unterschied zu Dotcom blase.
00:24:20: da waren die Geschäftsmodelle nur auf dem Papier keine Umsätze nicht in der Bilanz.
00:24:26: Trotzdem ist es zur Zeit immer noch so, dass die Planungen, die erfüllt sein müssen, damit die Kurse gerechtfertigt sind und eine ganze Reihe von Firmen noch sehr ambitioniert sind.
00:24:35: Das muss also so weitergehen.
00:24:37: Aber trotzdem ist schon eine Differenzierung am Markt erkennbar.
00:24:40: Das heißt gute und schlechte werden vom Markt jetzt langsam aussortiert von den Plattformfirmen wie sie sich in den KI-Strategien ja auch unterscheiden.
00:24:49: Und das ist ein gutes Zeichen und deutet darauf hin, dass wir jetzt zurzeit eben nicht mehr in diesem Stadium der Euphorie Blase drin sind, sondern dass sich da was anderes entwickelt.
00:24:57: Und das ist wie gesagt sehr interessant.
00:24:59: Genau und jetzt machen wir noch die dritte Schublade auf.
00:25:02: Das ist so die ja ich nenn es jetzt mal so die exogene Krise, die von irgendwo her kommt und keiner weiß es auch ganz genau.
00:25:09: Ganz exemplarisch nehmen wir jetzt einmal die Corona Pandemie als Krisensituation.
00:25:14: Da hat's die ganze Welt wirklich in so eine Art Dornröschenschlaf versetzt.
00:25:18: kurzzeitig alle sind zu Hause geblieben, das wirtschaftliche Leben kamen Ja, nicht zum Erliegen.
00:25:23: Aber kam schon sehr zur Ruhe und der Staat hat mit massiven Interventionen eingegriffen, hat Firmen unterstützt, Die Privatpersonen unterstützt, ich erinnere mich noch damals hat nicht Donald Trump sogar per Hand unterschriebene Checks rausgeschickt und solche Sachen an die Haushalte.
00:25:40: Also da wurden auch verrückte Sachen gemacht, wo man gedacht hat so das gibt es doch gar nicht.
00:25:45: wie viele Milliarden wollen den jetzt noch rein pumpen?
00:25:47: Und wo kommt denn das ganze Geld eigentlich her?
00:25:48: Man hat sich Sorgen gemacht Wie sollen wir das refinanzieren?
00:25:51: Das sind alles Schulden, die wir anhäufen.
00:25:54: Dennoch zeigte sich Wir sind durch diese Krise vergleichsweise Mit natürlich großen Einschränkungen auch in aller Leben und in allem im wirtschaftlichen Leben sind wir irgendwie doch ganz gut durchgekommen.
00:26:06: Und wenn man auf die Marktentwicklung schaut, dann ist es jetzt gar nicht mehr so ein einschneidende Krise wie sie eigentlich für uns gesellschaftlich war also zumindest auf der Marktseite nicht weil eben der Staat eingegriffen hat und gesagt hat ne ich stell Geld zur Verfügung um eben zu stützen.
00:26:22: Ich würde auf dieses Schublade würde ich schreiben Naturkatastrophen das ist eine Natur katastrophe Wie du sagst.
00:26:28: von außen konnte kein Mensch vorher wissen, weiß man ja immer noch nicht so richtig wo es tatsächlich auch hergekommen ist und wann die nächste kommt.
00:26:37: Aber
00:26:42: ein gutes Beispiel um wieder Krisen sich sicher anzuschauen denn ein Kennzeichen vor den Krisen über die wir hier sprechen ist dass diese Krise mehr da wenn ihr die ganze Welt erfasst.
00:26:56: Im Gralband Thema Naturkatastrophen ist es eben völlig selten.
00:27:00: Wir haben oft regionaler Naturkatasrophen, Überschwemmungen, Erdbeben und so weiter die in einer Region dann wirklich als Megakrise aufscheinen aber das dann die gesamte Weltwirtschaft davon betroffen ist.
00:27:13: Das ist wirklich ganz selten der Fall Und deswegen ist Corona so einzigartig gewesen.
00:27:19: Aber wenn eine Krise diese Dimensionen Dimension annimmt dass hier eine ganze Volkswirtschaft und wenn man von den US-amerikanischen Volkswirtschaft beispielsweise im Fall der Finanzgesetze sprechen, dann sprechen wir schon fast von der Weltwirtschaft.
00:27:33: Das heißt an einer Krise die die gesamte Welt so trifft, taucht sie in Geschichtsbüchern und in unseren Erinnerungen auf und wird dann eben als so bedrohlich angesehen.
00:27:46: Dann schauen wir auf die Finanzmärkte da haben wir dann die Reaktion was eine weltweite Veranstaltung ist.
00:27:52: Und immer wenn diese Dimensionen dann erkennbar werden, dann gilt es was ich vorhin schon über das Aufräumen von Krisen oder Gegensteuern von Krisens gesagt habe.
00:28:03: Die Krise ist schlimm genug!
00:28:05: Es muss jetzt verhindert werden dass sie sich verselbstständigt.
00:28:08: Dass die Menschen negative Erwartungen bilden so nach dem Motto Corona die Wirtschaft wird geschlossen Dann bin ich am Morgen arbeitslos und dann kaufe ich ab jetzt nur noch das Notwendige ein Das heißt, ich schränke meinen Konsum an.
00:28:23: Was natürlich dann tatsächlich die Krise schlimmer macht, obwohl noch gar keiner entlassen wurde – diese Abwärtsspiralen müssen verhindert werden.
00:28:32: Die Krise ist eben auch sehr viel Psychologie.
00:28:35: Wirtschaft ist sehr viel Physiologie hat mal ein deutscher Wirtschaftsminister gesagt, also luffig er hat und das ist in solchen Fällen auch ganz wichtig.
00:28:44: Und deswegen ist es für Wirtschaftspolitik und zwar Parteiübergreifen, das sagen die Konservativen genauso wie die Liberalen oder auch die Linken in so einer Krise muss stabilisiert werden.
00:29:00: Soweit das geht – und es kann eigentlich nur der Staat machen!
00:29:04: Das ist der Grund beispielsweise warum in der Finanzkrise der Stadt gegen gehalten hat, massiv gegengehalten.
00:29:16: leider der Hebelansatz, dass die Banken gestützt werden mussten.
00:29:20: Weil die waren, diejenigen ins Rutschen gekommen waren und die mussten stabilisiert werden damit sich das Ganze nicht in eine Abwärtsspirale reinbegabt was natürlich in der Öffentlichkeit so niemand vermittelt bekommen hat oder auch niemand aufnehmen wollte sondern da hieß es Die Banken die die Krise angerichtet haben die werden jetzt ja auch noch gerettet.
00:29:42: Das war natürlich überhaupt nicht der Fall und die Anleger beziehungsweise die Aktionäre der Banken haben damals auch sehr geblutet, weil das Eigenkapital natürlich weg war.
00:29:50: Aber damals war die Stabilisierung über die Banken des Notwendige.
00:29:53: in der Corona-Krise, war die Sterbilisierung über den Unternehmen das Notwendigte.
00:29:58: Die Unternehmen haben die Zuschüsse bekommen und sind dadurch am Leben erhalten worden damit sie eben nicht Entlassungen vornehmen mussten.
00:30:07: Und da sieht man eben, wie die Krisenlogik ist von der Wirtschaftspolitik in der akuten Krise stützen.
00:30:17: Wobei es dann natürlich ganz schwer wird zu unterscheiden was ist noch Stütze und was ist Pempern?
00:30:24: Das heißt was ist zu viel!
00:30:27: Wir sind jetzt gerade in den letzten zwanzig Jahren in eine Denke reingekommen wo man heute sagen muss Da ist ein bisschen viel Kind mit dem Bad ausgeschüttet.
00:30:39: Das trifft zu auf die amerikanische Stützung der Wirtschaft, viel zu viel.
00:30:46: hat dann hinterher die Inflation nach Corona uns eingebracht weil die amerikanischen Haushalte soviel Geld bekommen haben mit den checks wo Trump gesagt hat oder schreibe ich selber da denken die Leute ich hätte es von meinem Privatkonto bezahlt ungefähr und wählen mich dann das war zu viel Psychologische Problem an dieser erfolgreichen Staatstätigkeit in den beiden letzten großen Krisen, Corona und der Finanzkrise in den letzten zwanzig Jahren.
00:31:11: Das psychologische problem ist, dass die Menschen sich alle daran gewöhnen, das Staat haut uns raus.
00:31:17: Und das auf alle mögliche Lebensbereiche übertragen.
00:31:21: geht der Benzinpreis hoch, der Staat soll mich rausholen.
00:31:25: Geht ja Arbeitslosigkeit hoch?
00:31:26: Soll der Staat Arbeitsplätze schaffen?
00:31:29: Haben wir Wohnungsknappheit?
00:31:30: Soller Startwohnungen bauen?
00:31:31: Der Staat wird damit allen Aufgaben überschüttet.
00:31:35: Er kann es, ja haben wir doch gesehen in der Corona-Zeit, in der Finanzkrise.
00:31:40: er kann das alles und diese denke ist falsch weil der Staat kann das natürlich nicht.
00:31:46: Er kan bei großen Krisen kurzzeitig voll gegenhalten dazu ist er mächtig genug aber er kann nicht ständig alle Probleme und Themen des Wohlstandes jeden Tag lösen.
00:32:01: Dafür reichen seine Mittel dann eben auch nicht aus, im Gegenteil wenn er eine Krisenmaßnahme gegen eine große Krise gemacht hat, ist seine Munition eigentlich erst mal verschossen weil das ist ja alles am Kapitänmarkt aufgenommen, es ist alles in Verschuldung und da muss er sich eigentlich erstmal regenerieren zehn Jahre, zwanzig Jahren lang damit er für die nächste Krise dann wieder Munition hat.
00:32:25: und das wird heute eben vielfach vergessen, die Leute denken nur statt kann alles.
00:32:29: Das geht leider nicht.
00:32:32: Lass uns nochmal kurz drauf schauen, was passiert eigentlich mit der Geldanlage in so eine Krise?
00:32:37: Gehen wir mal davon aus es passiert jetzt irgendwas das auch immer ist und die Märkte brechen ein.
00:32:43: nehmen wir mal letztes Jahr glaube ich vielen noch im Gedächtnis Der sogenannte Liberation Day.
00:32:48: Zölle werden verkündet.
00:32:49: Die Märkte sagen um Gottes Willen damit haben wir nicht gerechnet.
00:32:52: Es gibt einen starken Einbruch.
00:32:54: Damals hatte ich das Gefühl, die meisten Anlegerinnen und Anlegers waren da sehr reflektiert.
00:32:58: Wir haben gesagt okay zur Kenntnis genommen wir warten ab wir bleiben ruhig aber häufig passiert ja auch das Gegenteil.
00:33:05: also gerade in dieser Dotcom Blase ist ja genau das oder auch in der Finanzkrise ist eigentlich genau das Gegental passiert.
00:33:10: viele Leute haben in diesen fallenden Märkten auch noch verkauft.
00:33:14: Das ist dann genau das Verhalten wo du vorhin gesagt hast.
00:33:17: Eigentlich ist es so dass wir Angst haben vor diesen Verlusten, wir wollen uns selber von noch mehr Verluster schützen und realisieren eigentlich genau diese Verluste gerade.
00:33:27: Es ist genau die richtige Unterscheidung, die du ansprichst.
00:33:32: Ich würde es mal so verallgemeinern Wenn die Börsen verrückt spielen wenn es in einem Bruch gibt Und das kann auch durchaus sein dass wenn in der kommenden Woche die Bepreise wirklich auf Hundertfünfzig hoch gehen dann werden die Bösen das sicherlich nicht klaglos hinnehmen wie das in den letzten Wochen der Fall ist.
00:33:54: Aber dann sollte man sich folgendes fragen, spiegelt dieser Einbruch tatsächlich die Minderleistungsfähigkeit der dahinterstehenden Unternehmen wieder oder ist er übertrieben?
00:34:10: Wenn die Wirtschaft, wenn sie die Kurse dreißig Prozent oder fünfzig Prozent einbrechen, ist es wirklich so dass die Unternehmen in Zukunft, vielleicht in nächsten zehn, zwanzig Jahren nur noch fünfzig Prozent von dem was sie bisher gemacht haben machen können.
00:34:25: Wer verkauft in einer solchen Krise der muss davon ausgehen das die zugrunde liegende Wirtschaftsleistung vernichtet wird und zwar dauerhaft vernichtet werden.
00:34:36: Wenn er der Auffassung ist, vielleicht sind Krieg und die gesamte Infrastruktur und alle Unternehmen wären kaputtgemacht dann ist es vielleicht sogar auch berechtigt.
00:34:46: Oder wenn es ein Teilbereich der Wirtschaft ist, Internetunternehmen wo sich rausstellt.
00:34:51: die haben gar kein Geschäftsmodell.
00:34:52: Der Kaiser hat gar keine Kleider an das heißt sie sind gar nichts wert.
00:34:56: dann ist es wahrscheinlich sogar berechtigt dass da Kurs zusammen bricht und dann sollte man vielleicht auch wirklich versuchen aus diesem einen Unternehmen das nichts mehr wertes rauszukommen.
00:35:05: aber wer eine gestreute Anlage wie wir das ja propagieren für die Vermögensanlage der breiten Masse an Menschen?
00:35:15: Eine Aktienanlage ist für jeden Haushalt sinnvoll, aber die Aktien-Anlage soll breit gestreut sein.
00:35:23: Das bedeutet jeder Haushalt ist mit seiner Anlage in der gesamten Volkswirtschaft verankert.
00:35:30: und wenn diese Anlage um die Hälfte nach unten geht im Kurs dann muss man sich fragen, ja geht denn die ganze Wirtschaft in Deutschland oder auf der Welt jetzt um die Hälfte runter?
00:35:42: In den nächsten zehn Jahren?
00:35:43: und wenn man sagt ne eigentlich nicht dann sollte man sich hüten zu verkaufen sondern sollte vielleicht sogar auch selbst wenn man Ausschlag kriegt dabei oder anfängt zur Zittern.
00:35:55: Die Idee auf aufbringen in dieser Situation zu kaufen weil man die wirtschaft nie wieder so billig bekommt das ist eben für die für die bisherigen Krisen auch immer das richtige Signal gewesen.
00:36:08: Bei der Dotcom-Krise muss man sagen, ja gut, die Unternehmen, wer sich dazu sehr spekulativ mit Geschäftsmodellereien begeben hat, der musste natürlich wirklich verkaufen.
00:36:17: oder einen langen Atem haben sie Amazon?
00:36:19: Ja aber es sind so viele Firmen untergegangen, die dann einfach nicht mehr da waren.
00:36:22: Das waren Pleite und da muss man ja wirklich aufpassen dass man keine pleitefirmen drin hat und deswegen ja auch diese Idee diversifizierten Wirtschaft, sondern auch der aktiv gemanagten Portfolios.
00:36:34: Weil in dem Fall natürlich da Leute sitzen die Firmen, die dann erkennbar wirklich den Pleite entgegensteuern rausnehmen aus dem Portfolio, aus dem Index.
00:36:45: Gelingt auch nicht immer ist schon klar bei manchen jetzt atemberaubend schnell und manchmal ist auch betrug dabei.
00:36:49: es kennen wir alles aus der Geschichte aber im Großen und Ganzen funktioniert das doch.
00:36:54: Und es gibt noch ein anderes wichtiges Ich nenne es mal Instrument, dass man nutzen kann.
00:36:58: Dass ich persönlich auch schon nutze seitdem mich im Berufsleben stehe nämlich den Sparplan also einfach regelmäßig investieren anstatt eben nur einem Zeitpunkt denn das hat eben auch viele Vorteile.
00:37:10: Ja wenn der Spar-Plan nimmt eine ganze Psychologie an die negative.
00:37:14: Der Familienrat ist natürlich geneigt jemanden rauszuschmeißen Auch in tiefster Winternacht Wenn man vorschlägt bei nach einem Kurs stürzen und vierzig Prozent dazu zu kaufen.
00:37:26: Die Psychologie ist ja auch ganz eindeutig.
00:37:28: Das macht man nicht, in so einem fallenden Bewegung dann reinzugehen, weil man sich ja verlängert gedanklich und der Sparplan nimmt an das ab, weil das ist dann schon passiert, weil es vor allem was war und das ist eine vernünftige Sache.
00:37:41: Genau da hat man auch verschiedene Effekte die greifen, dass diese berühmte Durchschnittskosten-Effekt beispielsweise aber ich glaube der wichtigste ist tatsächlich Ich mache mal keine Gedanken mehr darüber, zu sparen oder zu investieren.
00:37:53: Sondern das passiert einfach.
00:37:55: Die
00:37:55: Psychologie macht einem beim Investieren eher einen Strich durch die Rechnung als dass er einem hilft.
00:38:01: Deswegen gibt es ja auch die Wissenschaft von psychologischen Investieren, Behavioral Finance, ganzen Fallen, die uns gar nicht bewusst sind wenn wir an die Geldanlage denken.
00:38:12: und daher ist es so wichtig sich, Wenn man klar denken kann, wenn man nicht unter Stress ist.
00:38:20: Wenn man in einer ausgeglichenen Lage ist sich einmal Gedanken zu machen über die Vermögensaufstellung in den nächsten Jahren für einen selber die eben vernünftig hinzustellen und dabei auch dann zu bleiben.
00:38:35: Sehr schönes Schlusswort von dir würde ich sagen da machen heute mal ein Knopf dran an die Sache damit die Gewinne die wir erzielt haben hoffentlich auch da bleiben wo sie sind.
00:38:44: Wir werden es vielleicht sehen.
00:38:45: Die Börsen werden schwanken und wir können mal wieder dann am Freiland-Experiment sehen, ob die Menschen sich daran halten wenn's tatsächlich ein bisschen rauer wird.
00:38:58: Ich hab das Gefühl in den letzten Jahren viele haben dazu gehört
00:39:01: und sind
00:39:02: besonnener in der Phase.
00:39:05: Diese Ideen und dieses Nachdenken und auch so'n bisschen dieser historische Rückblick, den wir ja auch gerade einen ganz kleinen Maßstab gemacht haben.
00:39:13: Ja, das dringt auch zu vielen Leuten durch und leuchtet auch vielen Leuten ein.
00:39:19: Dann also allen die uns heute hier begleitet haben in diesem Video-Podcast nenn ich es jetzt mal Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen diesmal vor allem auch Wie immer gilt Sie können uns gerne Fragen schicken Immer an podcastatdk.de.
00:39:34: Und wer uns jetzt zum allerersten Mal gesehen oder gehört hat Der kann uns natürlich auch gern abonnieren.
00:39:38: auf den ganzen Podcast-Plattformen Spotify sogar auf YouTube findet man uns oder einfach in einer der vielen Podcast-Apps.
00:39:45: Einfach suchen nach Mikro, trifft Makro!
00:39:47: Das war's von uns für heute.
00:39:49: Macht es gut und bis bald.
00:40:03: Tschüss!