00:00:00: Der Krieg im Nahen Osten bleibt das alles Bestimmende und entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Hängepartie.
00:00:07: In den USA wächst so der Druck auf Donald Trump, da die Straße von Homus als politisches Faustfund immer brisanter wird.
00:00:14: Trotz Tankerbatt- und Pipelineplänen aus den Golfstaaten bleiben die Energiepreise weltweit daher hoch – ein Niveau an das wir uns vielleicht gewöhnen müssen!
00:00:24: Außerdem sowohl Donald Trump als auch Putin waren in China.
00:00:28: Trump setzt auf Ankündigung, Putin brachte Verträge mit.
00:00:32: Vielleicht entsteht hier tatsächlich eine engere Allianz?
00:00:35: Die Aktienmärkte bleiben bei all dem überraschend robust.
00:00:38: Auf der Zinsseite denkt die Fettstadt an Zinssenkungen nun sogar an Zinzerhöhungen um die drohende Inflation aufgrund der hohen Energiepreise einzudämmen – das dürfte Donald Trump gar nicht schmecken!
00:00:50: Was bedeuten die Entwicklungen für die kommenden Monate?
00:00:53: Müssen wir uns an hohe Energiepreise und neue Unsicherheiten gewöhnen?
00:00:57: Und wie sollten sich Anleger in diesem Spannungsfeld
00:00:59: positionieren?".
00:01:01: Wir sprechen drüber.
00:01:02: In dieser Folge Mikro trifft Makro.
00:01:15: Hallo und herzlich willkommen zur onehundertundfünfzigsten Folge Mikrotrifft Makrow, heute ist Donnerstag der einundzwanzigste Mai zweitausendfünfundzwanzige und bei mir sitzt Heute hier nur zu zweit im höchsten Podcaststudio Deutschlands.
00:01:29: Der Chef Volkswirt, der Dekabank Doktor Ulrich Carter.
00:01:32: Hallo Ulrich!
00:01:33: Guten Morgen!
00:01:35: Ja jetzt sitzen wir wieder zu zweite hier.
00:01:37: beim letzten Mal war ein bisschen mehr Lammetta wie man so schön sagt.
00:01:40: die Hütte war voll Und wir hatten auch Spaß.
00:01:43: Macht
00:01:43: Spaß mit vielen Leuten.
00:01:45: Man
00:01:45: hat mal so jemand einem zunickt und man kriegt ein bisschen
00:01:48: viel.
00:01:48: Tolle Diskussionen, also es kam wirklich sehr interessiert und auch sehr fachmännisch-und frauliche
00:01:54: Fragen.
00:01:55: ganz toll.
00:01:55: Auf jeden Fall!
00:01:56: Also war eine schöne Veranstaltung.
00:01:57: deswegen nochmal schöne Grüße nach Halle an der Saale in die Saalesparkasse.
00:02:01: Vielen Dank für diese tolle Organisation.
00:02:03: Vielen Dank natürlich auch an alle, die dort waren und uns heute auch wieder hören.
00:02:07: Das würde mich am meisten freuen wenn wir da vielleicht neue Hörerinnen und Hörern gewonnen haben oder Menschen, die uns schon lange hören endlich mal in Persona gesehen haben.
00:02:18: aber wir wollen mal kommen zu den aktuellen Themen.
00:02:21: der Krieg im Iran Der bleibt ja das beherrschende Thema oder nennen wir es mal den Krieg in der Ost, denn irgendwie hat sich sehr auf die ganze Region so ein bisschen ausgeweitet.
00:02:28: Sind wir denn da mittlerweile bei diesem Thema Hängepartie angekommen über dass wir ja schon so oft geredet haben?
00:02:33: Oder hast du noch Hoffnung, dass es da jetzt bald eine Lösung gibt?
00:02:38: Ja, ich hoffe mal nicht, dass es eine Hängepartie wird.
00:02:41: Soweit ich weiß hört man beim Schach ja bei einer Hängeparty erst einmal aufzuspielen und weil die Bedenkzeit vorbei ist... Ach das
00:02:49: ist ein Schachrausdruck?
00:02:50: Hänge-Party?
00:02:51: Also ich bin jetzt kein Schachspieler, aber ich meine dann unterbricht man, weil jemand zu viel nachgedacht hat vorher und fängt dann wieder an.
00:02:59: Ich hoffe ja, dass hier im Hintergrund weiter gespielt ist, das falsche Wort also verhandelt wird.
00:03:06: Ich hoffe dass eher so das Bild von Verlängerungen darf miterschießen vielleicht dem Thema gerechter wird und da gibt es dann wenigstens am Ende ein Ergebnis.
00:03:13: und das brauchen wir.
00:03:14: denn das ist schon was die Marktteilnehmer erwarten, dass sich irgendwas tut, dass also dieser gegenwärtige Zustand in dem die zweit wichtigste Handelstraße der Welt geschlossen ist, dass eben kein Dauerzustand sein kann.
00:03:29: Aber was man ja feststellen muss jetzt nach den drei Monaten ist, dass die Verhandlungsanreize wohl geringer sind als man gedacht hat.
00:03:39: Denn wenn ich mir vorstelle für den US-Präsidenten waren es immer die Midterms und die Wahlen im Herbst.
00:03:50: aber mittlerweile fragen wir uns da, spielen sie für Donald Trump eigentlich überhaupt noch eine Rolle?
00:03:55: Das war ja immer ein geflügeltes Wort.
00:03:58: Ja, der Benzinpreis in den USA ist eigentlich das was die Regierung dann am Ende regiert so ungefähr.
00:04:07: Der scheint aber auch gar nicht so sehr der Fall zu sein.
00:04:09: also die beliebtheitswerte sind niedrig aber das schert anscheinend Balljump nicht.
00:04:15: Und auf der anderen Seite muss man sich die Frage stellen, oder hat man sich mal die Frage stellt wie lange hält der Iran durch?
00:04:21: Es kommt ja auch nichts mehr dort weg an Produktion.
00:04:24: Das heißt er schädigt die Produktionsanlagen.
00:04:27: Nun ist es so dass im Iran die Bevölkerung anscheinend kapituliert hat.
00:04:31: das Regime sitzt eben bombenfest ums Sattel.
00:04:35: bis vor kurzem hat's da auch noch gehießen Das interne Flügelkämpfe, das Regime schwächen könnten.
00:04:42: Dass auch der religiöse Führer ja bisher nicht präsentiert wurde, weil er anscheinend dazu gar nicht physisch in der Lage ist.
00:04:50: aber auch da ist nichts zu sehen dass sich Dinge in Bewegung setzen die Revolutionsgarten haben das Land anscheint fest im Griff und bis dahin geht halt der Stillstand weiter.
00:05:02: es fehlen zehn Millionen Berl jeden Tag an Versorgung der Weltwirtschaft mit Ruhe.
00:05:08: Gestern sind mal nennigerweise sechs Millionen, also ein paar Schiffe durchgelassen worden.
00:05:13: Sechs Millionen Berrel aber das ist ja um mal anderes Pilz zu wählen.
00:05:19: da sehen nun Öltropfen im leeren Tank würde ich mal sagen.
00:05:21: Die Lage in den USA wird jetzt für Donald Trump so langsam irgendwie dann auch zur Zwickmühle, insbesondere auch wegen des Faustfans der Straße von Hormuz.
00:05:30: Da ist ja wirklich ein großes Druckmittel das Iran.
00:05:32: Wie prekär ist denn die Lage in Den USA und wann könnten wir den erste vielleicht größere Bremsspuren da auch in der konjunkturellen Entwicklung sehen?
00:05:39: oder fängt es schon an?
00:05:40: Ja also da sagst du wirklich dass wesentliche oder reißt du das Wesentliche Thema an was auch bei unseren internen Beratungen sowohl im Macro Research als auch Folio-Management bei den Markteilnehmern natürlich im Mittelpunkt steht.
00:05:55: Da geht es um dieses sogenannte Risikoszenario, das was bisher Risikosszenario war also die Situation dass die Ölknappheit einfach anhält und die Reserven eben immer geringer werden, dass es wirklich zu einer physischen Knappkeit kommt.
00:06:14: Bis jetzt kam ja die Aktienmärkte insbesondere durch den Konflikt durchgesehen.
00:06:20: Die Weltwirtschaft war zu Beginn des Irankriegs mit riesigen Ölreserven ausgestattet, außer gewöhnlich hohe Bestände und dann haben die Aktienmarktleute fest angenommen dass diese Reserven eben monatelang reichen und einen physischen Engpass verhindern und eben die Situation abpuffern.
00:06:42: Und das ist in dieser Zeit eine Lösung für die Versorgung aus dem Golf von Persien erreicht würde.
00:06:53: Erstes stimmt, dass mit den Puffern letztes steht noch aus.
00:06:57: Das ist es eben!
00:06:58: Und dieses Risikoszenario würde sich dann ergeben, wenn die Knappheitssignale immer größer würden.
00:07:04: Das ist nicht so dass wir morgens aufwachen und sehen das weltweit tanks leer sind sondern dass es ja auch ein langsamer Weg hinein.
00:07:11: immer größere Knappsignale hören die ersten Fluggesellschaften auf oder schränken erst mal ihre Flugpläne ein Dann wird's immer weniger, dann kommen andere Meldungen Dass das und jenes nicht mehr funktioniert, das ist über alle Branchen sehr unterschiedlich und regional unterschiedlich gestreut.
00:07:28: Aber irgendwann wird sich der Markt sagen, es sind die Beschränkungen so groß und sehen wir uns dann wahrscheinlich am Rohilmarkt wenn dann der Preis klettert.
00:07:39: Und dieses Risikoszenario ist auch bei uns gekennzeichnet durch einen Rohilpreis von hundertfünfzig bis zweihundert US-Dollar pro Beryl und das eben auf absehbare Zeit also bis zum Ende des Jahres.
00:07:53: Das würde tatsächlich die makroökonomischen Parameter weltweit ändern und auch die Markteinschätzungen.
00:08:00: Wir müssten die Konjunktur nochmal deutlicher nach unten nehmen, wir kommen in den Bereich wo man von einer Rezession anfängt zu sprechen je nachdem wie lange dieser Zustand anhält und das würden die Aktienmärkte nicht einfach so passieren lassen.
00:08:19: dann würden wir auch einen Rückgang da erleben.
00:08:23: auf der anderen Seite geht die Inflation hoch.
00:08:25: Wir sind dann bei deutlich höheren Inflationsraten auch in Deutschland.
00:08:31: Also da geht es Richtung fünf, sechs vielleicht sogar sieben Prozent und das würde den Zinsmarkt nicht unangetastet lassen.
00:08:40: die Anleihemärkte waren ja schon bisher auch etwas skeptischer was die Wirkungen des Konflikts angeht.
00:08:48: Die Zinsen sind ja schon langsam nach oben geklettert, weil man einfach hier nicht ignorieren kann dass schon jetzt eben inflationäre Gefahren da sind, die noch nicht so schlimm sind.
00:08:57: aber das hat man in den Zins aufgenommen und die ganze Zinskurve ist nach oben gegangen Und das würde sich in so einem Szenario jetzt auch noch verhärten bzw verstärken.
00:09:08: Das sind so die Parameter eben berechnen würde, wenn man der Auffassung ist, dass man in dieses Risikoszenario hineingeht.
00:09:17: Das wiederum ist allerdings auch schon eine sehr schwierige Frage.
00:09:21: Wann ist man in diesem Risikosenario drin?
00:09:25: Wann greift es denn?
00:09:26: Es reicht nicht, wenn wir mal ein paar Tage lang so Ausschläge vom Preisen nach oben haben sondern das muss dann wirklich dauerhaft für Monate die Situation am Roelmarkt sein.
00:09:36: Ganz in zwei Diagehälfte von solchen hohen Preisen gekennzeichnet sein.
00:09:43: Das muss man sich dann natürlich vorstellen, wie sich eine solche Verschärfung der ökonomischen Beeinträchtigungen wieder auf die politische Sphäre auswirkt.
00:09:53: Natürlich steigen dann die Handlungsanreize und wir wissen alle, wie das gestaltet ist.
00:10:00: Dann sind die Rohölpreise exorbitant hoch.
00:10:06: Die nächste Verhandlungsrunde kommt, die nächsten Meldungen kommen.
00:10:08: Wir haben uns geeinigt aus dem weißen Haus wahrscheinlich beste Freunde mit dem Iran, eine großartige Zukunft und dann wird natürlich am Markt wieder das Gegenteil gespielt.
00:10:20: Das heißt also die Volatilität könnte extrem hoch werden in so einem Szenario Zumal dann wahrscheinlich der Iran nach drei Tagen später dann dementiert und sagt, wir wissen von keinen Verhandlungen.
00:10:31: Also das ist ja das Muster was wir bisher erlebt haben.
00:10:33: Und das würde eine erst mal eine sehr starke Volatilität auslösen bevor man am Markt dann sagt ja anscheinend es immer noch keine Einigungsdruck hoch genug.
00:10:43: Das heißt uns könnten da eben dann sehr stark Schwankungen ins Haus stehen.
00:10:47: aber zwei Bemerkungen zu diesem Risiko so nahe möchte ich an dieser Stelle noch machen.
00:10:52: Erstens wir glauben nach wie vor dass wird zu einer Verhandlungslösung kommen, weil am Ende sieht die Ratio, das heißt also die rationalen Handlungsanreize in der Verhandlungssituation dann doch.
00:11:08: Und zweitens selbst wenn es zu einem solchen Risikoszenario kommt mit einer deutlich verändertem und eingetrübten Konjunkturdynamik und auch rückläufigen Aktienkursen ist das unserer Meinung nach eine Situation, die nicht lange anhalten würde.
00:11:26: Denn die Weltwirtschaft würde mit aller Kraft umschalten auf neue Transportwege, auf andere Energielieferanten und würde mit Hochdruck daran arbeiten diese Problemstelle zu lösen.
00:11:44: Wir haben jetzt ja schon die Informationen des Pipelines gebaut werden.
00:11:47: das heißt also es ist dann auch absehbar dass diese Situation irgendwann endlich ist.
00:11:53: Und deswegen liegt es sehr nah, wir werden uns noch genauer anschauen aber liegt jetzt schon sehr nah das eventuelle Rückgänge an den Aktienmärkten dann vorübergehend sind und für den langfristigen Anleger dann das klassische Kaufverhalten- und Kaufsignal darstellen würden weil es eben absehbar ist Neue politische, dauerhafte Schwachstelle der Straße von Hormus.
00:12:20: Dass die eben geschlossen würde durch neue Organisationen in der Weltwirtschaft das ist aber alles immer noch hypothetisch.
00:12:29: wir sind nach wie vor im Hauptszenario.
00:12:31: Wir rechnen damit dass die Ölpreise dann aufgrund von politischen Einigungen sinken
00:12:37: Trotzdem die Benzin Preise und damit auch die Heizölpreise beispielsweise.
00:12:42: Die bleiben ja recht hoch.
00:12:43: bei den Benzin preisen haben wir hin den Tankrabatt bleibt weiterhin teuer und es gibt jetzt ja auch Bestrebungen von den Golfstaaten eben eine größere Pipeline zu bauen, die eben diese Mehrenge vom Hormus umgeht.
00:12:56: So dass man quasi gar nicht mehr ganz da durchfahren muss sondern quasi schon vorher ein Hafen findet im Oman wo man das Öl abholen kann und so einfach sagt okay egal was ihr macht wir sorgen dafür dass das weiter geht.
00:13:10: trotzdem stellt sich natürlich die Frage So als Ölkonzern oder als Mineralölkonzernen, der jetzt dann auch Benzin verkauft und so weiter.
00:13:18: Würde ich nicht sowieso trotzdem da Risiken einpreisen und sagen ja aber so günstig wie es war können wir's nicht mehr machen weil das Risiko bleibt ja dass da irgendwas passiert?
00:13:28: Das hängt davon ab welche physischen Möglichkeiten es tatsächlich gibt.
00:13:32: wie gefährdet also beispielsweise neue Pipelines werden wie schnell sie eingerichtet werden können.
00:13:38: Aber aus meiner Sicht ist es überhaupt keine Frage insbesondere in den Lieferketten, in der Versorgung mit Rohöl und anderen Produkten.
00:13:46: Alternative Lieferwege gefunden werden auch aus dem persischen Golf.
00:13:51: Da ist dann eher die Frage des Timings wieder gedauert.
00:13:53: das aber das ist vorübergehend schwieriger ist aus meiner Sicht eher ein Thema was die Golfstarten selber betrifft außerhalb des Erdöl- und des Rohstoffes themas denn Denn die gerade die Golfstaaten geben sich ja jetzt gerade alle Mühe, Geschäftsmodelle für die Zeit nach dem Rohöl zu entwickeln.
00:14:17: Das ist die Tourismusregion und das ist der Handelsstandort mit günstiger Energie.
00:14:26: Es ist auch ein Thema Verkehrsdrehkreuze.
00:14:29: Da sind ja die Dinge da im Raum Diese neuen Geschäftsmodelle, diese Ideen ja eigentlich eher nur.
00:14:37: Die nehmen ja schwer den Schaden wenn es eben nicht gelingt mit diesem großen Antagonisten Iran in dieser Region zu einer friedlichen Basis zu kommen.
00:14:50: denn dann geht das Vertrauen verloren und auf mangelndes Vertrauen kann man keine Geschäfts-Modelle bauen.
00:14:57: Und umgekehrt für Iran ist es auch prekär Kompromiss bereit ist, isoliert er sich ja selber immer weiter.
00:15:04: Autoritäre Regime stellen ihren Machterhalt und auch ihre sonstigen politischen Ziele zwar immer über die Wirtschaft – das ist das Kennzeichen von solchen Systemen – aber sie müssen immer aufpassen, dass sie das nicht überziehen.
00:15:18: Das rechtsicht nämlich dann wenn man dem Land eben zu viel Misswirtschaft und zu viel Verzicht zumutet.
00:15:23: selbst Iran hat es ja auch schon gemerkt, dass sich die Proteste an ökonomische Fragen aufgehängt haben.
00:15:28: Insofern ist da auch die Bewegungsfreiheit des Landes nicht unendlich.
00:15:33: Man muss wieder zu Zusammenarbeit kommen, das ist aber eine Frage, die muss die Region lösen.
00:15:40: Für die Weltwirtschaft ist das Thema Rohstoffe das Wichtigste und wie gesagt gehe ich davon aus dass als erstes Lösungen gefunden werden neue Lösungen wenn es notwendig ist.
00:15:51: Last but not least um diesen Themenkomplex rund um Iran, Donald Trump Handelsbeziehung etc.
00:15:58: abzurunden.
00:15:59: vielleicht nochmal einen Blick auf die Treffen, die in der vergangenen Woche auch stattgefundene haben nämlich Trump-Fahrer in China zu Besuch beim Ministerpräsidenten.
00:16:09: Nicht nur Trump, sondern eben kurz darauf auch Putin.
00:16:12: Trump hat einige Deals angekündigt.
00:16:14: Putin hatte anscheinend direkt irgendwie, hieß es, einvierzig Verträge im Gepäck die unterzeichnet wurden irgendwelche Lieferverträge über Öl, Gas etc.
00:16:25: Allianz zwischen Russland und China.
00:16:27: oder ist das eher so, dass China sagt naja der braucht Geld ich brauche Energie.
00:16:32: Und ich nutze jetzt die Situation um günstig an gewisse Rohstoffe zu kommen?
00:16:38: Das ist ja die Frage aller Fragen wie sieht die Weltwirtschaft in zehn Jahren aus?
00:16:43: gibt es diese Zweiteilung?
00:16:47: Ich würde sie eher so kennzeichnen globaler Süden und ehemaliger Westen bzw alte Industrieländer?
00:16:55: Wird das tatsächlich die Zukunft werden, dann könnte man jetzt diese Schritte, diese Verhandlungen, diese Verträge interpretieren als ein weiterer Schritt dahin.
00:17:06: Wobei da extrem viele Schritte notwendig wären und die unterschiedlichen Interessen im sogenannten globalen Süden, ja auch nicht zu unterschätzen sind.
00:17:17: Also schon zwischen China und Russland ist es ja alles andere als ein Liebesheirat sondern das ist ja aus der Not geboren mit Abhängigkeiten die genau im chinesischen Interesse sind.
00:17:29: so soll sich die Welt gestalten nach chinesischem Vorstellungen China in der Mitte, in der Welt eigentlich des Universums und alle anderen drum herum als Abhängige.
00:17:41: Und idealerweise muss man das nicht durchsetzen mit Militärgewalt sondern mit Softpower und mit ökonomischer Abhängigkeit.
00:17:48: Das ist so das Zielbild.
00:17:51: Ob sich das so umsetzen lässt in der modernen Wirtschaftswelt?
00:17:55: Das muss man dann sehen sicherlich nicht gradlinig.
00:17:59: Insofern kann man jetzt nicht davon ausgehen dass Es morgen eine Allianz gibt zwischen den Ländern und die Welt, deswegen schon ganz anders aussieht.
00:18:08: Das ist ein Prozess der dauert viel länger.
00:18:10: Nichtsdestowenige Aktiemärkte würde ich sagen überraschen stabil.
00:18:14: trotz aller Unsicherheiten und Unwegbarkeiten ging es da tendenziell weiter in eine stabilere Lage rein oder man kann sogar sagen wenn wir auf den DAX gucken sogar ganz ordentlich bergauf.
00:18:25: Der DAO steht bei über fünfzigtausend Punkten der DAX nähert sich den fünfundzwanzig tausend wieder an.
00:18:30: Nvidia hat die Wartung zwar übertroffen, aber anscheinend gibt es doch irgendwie Zweifel.
00:18:36: immer noch nicht an den Zahlen.
00:18:39: Aber zumindest an der weiteren Entwicklung bleibt vorsichtig.
00:18:42: Haben wir diese KI-Blase damit so ein bisschen überwunden oder bleibt das noch?
00:18:46: Und wir müssen uns weiterhin darauf einstellen dass da vielleicht ein bisschen Skepsis bleibt ob diese Blase oder ob diese hohen Bewertungen weiterhin Bestand haben.
00:18:54: Ja die Erwartungen sind einfach exorbitant.
00:18:56: ich meine wir haben's bei Nvidia gestern wieder gesehen.
00:18:59: Tolle Zahlen, aber der Markt will mehr.
00:19:05: Jetzt gestern war es bei Nvidia das Thema dass die Firma zu wenig gesagt hat über positive Perspektiven auf dem chinesischen Markt.
00:19:13: da sind die Umsätze ja bei Null mehr oder weniger in den Hochtechnologie Produkten.
00:19:20: Da kam gestern nichts und das war eben ein Punkt, warum die Märkte gesagt haben naja so doll ist es nicht.
00:19:26: Aber vor allen Dingen ist eben der Hintergrund dass die Erwartungen so hoch sind.
00:19:29: ich meine wir hatten ja am Anfang des Jahres Anzeichen dafür das der Markt etwas mehr an Nüchternheit einpreisen würde.
00:19:39: Die technologieaktien Bewertung sind runtergekommen.
00:19:42: Der markt hat auch unterschieden zwischen unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Technologiem KI Sektor Und das wurde allenthalb interpretiert, dass man eben anders als in sonstigen Euphorie- und Bubblephasen durchaus mehr Rationalität sehen kann.
00:19:59: Das ist alles wieder weg!
00:20:01: Die Technologiewerte sind in den letzten Wochen wieder zurückgekommen mit alter Stärke.
00:20:08: Wir haben ja jetzt große Ereignisse vor uns SpaceX als Emission Und Open AI soll ja auch noch kommen.
00:20:21: Das Jahr wird schon noch weiter von Technologie und Erwartungen geprägt sein, und wir dürfen nicht vergessen dass die Technologie Geschichte eigentlich das einzige aber auch ein sehr wirksames Gegengewicht zu den negativen Auswirkungen des Iran Kriegs bisher gewesen ist.
00:20:42: Die Unsicherheit aus dem Nahen Osten bremst die Konjunktur.
00:20:46: Aber die Investitionen, die auch nicht nur in den USA wenn wir uns hier anschauen was hier an Infrastruktur auch gelegt wird.
00:20:56: Jetzt sind wir im Rhein-Main-Gebiet ein bisschen voreingenommen weil hier die ganzen Rechenzentren konzentriert sind.
00:21:01: aber das ist ja wirklich markantest wie hier die Infrastruktur ausgebaut wird.
00:21:07: also diese Investitiones sind natürlich ein Gegengewicht gegen das Problem was sich in diesem Jahr eben über den Welthandel gelegt hat.
00:21:15: Und vor dem Hintergrund ist vielleicht die Aufmerksamkeit für Übertreibung im Technologisektor nicht so hoch, beziehungsweise man sagt es eben wie gesagt ein Gegengewicht.
00:21:25: Aber das hilft nicht dass diese Dinge immer wieder neu eingewertet werden und auch in einem Risikoszenario ist natürlich auch wieder eine neue Beobachtung des KI-Sektors notwendig.
00:21:36: ja wir stehen ja so vor Fragen wie hoch ist beispielsweise die Zahlungsbereitschaft von privaten Haushalten und auch Unternehmen für die KI-Produkte.
00:21:43: Und das ist natürlich ein Unterschied, ob wir uns in der boomenden Wirtschaft befinden oder ob wir gerade in Rezessionen sind.
00:21:49: Also da kann es dann auch wieder Rückwirkungen geben auf den KI Sektor, wenn Zinsen steigen und eben grad die US großen US Technologie Giganten sehr viel jetzt über die Anleihenfinanzierung eben auch an Grundlagen legen für ihre Investitionen.
00:22:04: Ist das bei hohen Zinsern natürlich dann auch ein Problem?
00:22:08: Wir müssen hier schon weiter aufmerksam bleiben, aber nach wie vor rund los sind.
00:22:15: diese Impulse die an den Aktienmärkten zu spüren sind nicht.
00:22:19: Das ist auch noch mal ein Blick auf die Zinsseite werfen.
00:22:22: Da hat die FET ja jetzt angekündigt, oder das war zu lesen im letzten Protokoll, dass weitere Senkungen der Zinsen erstmal Adacta gelegt werden und man tatsächlich eher so in Richtung Zinserhöhungen denkt um dann die Inflation, die jetzt ja auch so langsam in den USA aufgeheimt einzugrenzen.
00:22:39: bevor wir vielleicht nochmal über die Entwicklung auf der Zinnsseite reden.
00:22:41: Vielleicht kannst du ganz kurz nochmal erläutern wie der Zusammenhang ist zwischen Ich erhöhe die Zinsen und dadurch sinkt die Inflation.
00:22:48: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
00:22:50: Der Zusammenhang ist immer nicht so ganz einfach.
00:22:52: Als Zentralbänker frage ich mich jetzt, löst diese Situation eine Inflktion aus?
00:23:00: Das ist der Ausgangspunkt!
00:23:01: Die reinen Preissteigerungen für Öl, Benzin, Kerosin und dann Lebensmittel beispielsweise über die Dünge-Thematik und auch die Transportthematik... Diese reinen Preissteigerungen reichen nicht aus für eine Inflation.
00:23:17: Inflations heißt, dass wir in den nächsten drei, fünf, acht Jahren deutlich steigende Inflrationsraten haben oder höhere Inflitionsraten habe, deutlich als Notenbänker meinem Ziel von zwei Prozent.
00:23:31: Diese Frage muss ich mir stellen.
00:23:32: und da bin ich ganz schnell bei dem Thema Überwälzungen jetzt nicht nur vom Düngemittel an den Lebensmittelpreis sondern vom Lebensmittelpreis über Lohnforderungen in höhere Löhne.
00:23:51: mehr höhere Löhne als dann die Inflationsrate ist.
00:23:54: Also so nach dem Motto alles wird teurer, wir müssen den Leuten mehr
00:23:57: Geld geben
00:23:57: damit sich das überhaupt noch leisten können?
00:23:59: Und dann überschätzt man die Ininflation schnell weil man von den aktuellen Raten ausgeht und dann macht man höhere Abschlüsse als es eben tatsächlich eigentlich angemessen wäre.
00:24:09: und dann gehts weiter in die Dienstleistungspreise.
00:24:11: Das heißt also es kommt ein ganz breiter Prozess im Gang und das ist es was ich als Notenbänker verhindern muss.
00:24:18: Und ich muss unterscheiden zwischen diesen kurzfristigen Rohepreissteigerungen, die auch schnell wieder vorbei sein können und diesem gefährlichen Inflationsprozess in der Breite.
00:24:28: Da verhalte ich mich dann als Notenbänker auch so ein bisschen sicherheitsorientiert.
00:24:35: Ich weiß dass diese Überwälzungen und dieser breiten Inflation prozess und diese überschließenden Lohnabschlüsse einfacher sind wenn die Wirtschaft boomt als wenn die Wirtschaft in der Rezession ist.
00:24:50: Und ich, als Notenbank kann mit meinen Zinsen natürlich die Wirtschaft weiter abbremsen und dann eher Signal aussenden dass die wirtschaftliche Dynamik nicht allzu hoch sein wird Und das eben als Signal an die Wirtschaftsakteure senden, damit sie in ihren Planungen und Preisplanung nicht übertreiben.
00:25:11: Das ist so die Logik.
00:25:13: Also wenn ich als Notenbank nichts tue dann könnten die Marktteilnehmer das als Signal auffassen dass Überwälzungen, Preisüberwälzung ob es in einem Unternehmen ist oder ob der bei den Gewerkschaften ist einfach möglich sind.
00:25:25: im Gegenteil die Notenbanken wird ja alles dafür tun, dass es der Konjunktur in den Finanzmärkten besser geht.
00:25:31: Das wäre dann eine Fehlentwicklung aus meiner Sicht.
00:25:35: Also überlege ich, ob ich die Zinsen erhöhe um eben ein bisschen Bremswirkung auf die Wirtschaft auszuüben?
00:25:45: Dann werden die Hausfinanzierungen teurer als haben wir ja jetzt schon gesehen.
00:25:48: Autofinanzierung teurer?
00:25:50: Ja,
00:25:50: Autofinanzierung, Konsumkredite und auch Firmkrediten natürlich.
00:25:54: Die Aktienmärkte ziehen sich ein bisschen zurück.
00:25:55: also es wird alles ein bisschen eingebremst.
00:26:01: Am Anfang,
00:26:02: eine
00:26:03: frühe und auch ne deutliche Haltung.
00:26:06: Ich mache auch weiter... ich kündige an das ich weitermache wenn dieser Inflationsprozess eben festzustellen ist.
00:26:10: Da sind wir wieder bei dem Thema Psychologie.
00:26:12: Richtig!
00:26:13: Ich will jetzt schon das Verhalten der Wirtschaftaktore ändern und einbremsen.
00:26:17: also lieber früh ein bisschen weniger als später eben dann nacharbeiten wenn die Inflation da ist.
00:26:22: Das ist ja das was in Jahr zwei tausend zwanzig passiert ist wo wir dann zehn Prozent inflation hatten ganz, ganz erheblich in die Eisen gehen mussten um das wieder gerade zu biegen.
00:26:34: Das ist der Hintergrund warum die Notenmanken jetzt sagen werden ja wir müssen ein bisschen gegensteuern und das wird im Juni mit der nächsten Zinssitzung der ECB passieren.
00:26:45: dann wird es eine Zinserhöhung geben.
00:26:47: Donald Trump dürfte es aber nicht schmecken.
00:26:49: Er war ja immer so ein Vertreter, die Zinsen ganz radikal runterzuknüppeln damit die Wirtschaft ordentlich brummt.
00:26:55: weil wenn die Wirtschaft brumpt ist das gut und dann ist es gut für ihn.
00:26:59: Ja.
00:26:59: wir müssen aber auch ganz klar sehen dass wir hier im Frühstadion von von Inflation geht noch immer eher um Vorsorge.
00:27:07: Und auch wie die Fett?
00:27:07: ist das so?
00:27:08: Das heißt also mal der Fett dass die Zinzen erhöht werden ist zurzeit nicht notwendig.
00:27:12: da gibt's eher darum zu fragen ist das, was man eigentlich vorhatte nämlich die Zinsen zu senken jetzt so der richtige Zeitpunkt?
00:27:19: und deswegen wird es wahrscheinlich dort eher dazu kommen dass man die Zinzsenkung verschiebt.
00:27:23: Was aber auch schon schwierig sein könnte denn Donald Trump will ja eben sichtbare Erfolge überall an allen auf allen Feldern und wenn da gar nichts passiert dann ist das natürlich aus seiner Sicht eine Niederlage.
00:27:34: wobei ich hatte das glaube ich im Podcast auch schon wir glauben nicht dass die Notenbank in Amerika jetzt in der Zinspolitik abhängig wird vom weißen Haus auf Neuprögel, das bringt ja überhaupt nichts.
00:27:45: Dann gehen die Zinsen am langen Ende, d.h.
00:27:47: am Kapitarmarkt nach oben.
00:27:48: Das ist ja wirklich wirkungslos und das weiß eigentlich auch die Regierung.
00:27:52: D.h.,
00:27:53: für uns ist die Frage der Abhängigkeit Notenbank USA vor allen Dingen ein Thema Regulierung der Banken und weniger für die Zinspolitik.
00:28:02: Da geht es darum, werden die Banken dazu animiert Staatsanleihen zu kaufen?
00:28:06: Weil der amerikanische Staat so hoch verschuldet ist wird man Anreize oder Verpflichtungen sogar aufbauen um diese hohe Staatsverschuldung in die Märkte zu drücken.
00:28:16: da spielt die Musik.
00:28:18: das ist viel weniger spektakulär.
00:28:21: Die Zins-Politik wird glaube ich durch diesen Präsidentschaftswechsel in den USA kaum beeinflusst.
00:28:27: Aber auch die EZB wird sich ja ähnliche Gedanken machen, denn auch hier wird ja die Inflationsrate so ein bisschen anziehen vermutlich.
00:28:34: Und du tust sie auch schon anscheinend durch die erhöhten Energiekosten?
00:28:38: Da wird man ja dann ähnlichen Überlegungen treffen müssen.
00:28:41: Genau und das passiert auch im Hintergrund der Zentralbahngrad hat ja auch schon kommuniziert um was man hört und weiß.
00:28:49: über die Argumente ist es genau so.
00:28:51: wir machen jetzt vor allen Dingen Vorsorge dagegen, dass die Menschen glauben sie könnten jetzt eben die Preise einfach so einfach weiter geben und damit die Inflation in die Breite tragen.
00:29:02: Und das ist der Grund warum es jetzt den Zinsschritt gibt.
00:29:05: wenn sofort danach also in nächsten sechs Wochen acht Wochen die Krise im Nahen Osten beendet wird Dann ist ein zweiter Zinsschritt vielleicht sogar gar nicht mehr notwendig.
00:29:19: Das muss man sich dann sehen, denn je nachdem wie eine solche Lösung aussieht aber wenn es eine tragfähige Lösung ist und die Transportwege wieder geöffnet werden, dann wird der Markt trotz der Beeinträchtigung bei der Infrastruktur im Golf sehr schnell wieder an die Überversorgung der Weltwirtschaft mit Rohöl vor dem Iran Krieg anknüpfen.
00:29:42: Das war der Trend.
00:29:44: Der Trend war, dass die Öl-Staaten eigentlich eher die Hähne zu weit aufgemacht haben und das wird dann sehr schnell wieder dazu führen, dass da marktwahrscheinlich sinkende Ölpreise, und zwar deutlich sinkende, erwartet und einpreist.
00:30:02: Dann ist wie gesagt bei den Notenbank also keine weitere Vorsorge mehr notwendig.
00:30:08: Den Ölpreis ist irgendwie ganz lustig, mich gerade so zurück erinnert.
00:30:11: Ich kann mich noch erinnern da waren die Öl Preise mal so bei acht Cent Dollar oder so.
00:30:14: aber es ist wahrscheinlich ein bisschen wie bei meiner Oma wenn sie immer gesagt hat Frühjahrs Brot nur zehn Pfennig gekostet?
00:30:19: Genau
00:30:19: genauso wie es jedes Jahr auch mehr Millionäre gibt weil bei der Inflation von zwei Prozent halbiert sich der Geldwert alle dreißig Jahre.
00:30:27: das heißt also rein nominal steigen eben Einkommen und die Zahlen steigen an sagt uns aber nicht viel weil wir müssen wissen wie viele Minuten müssen wir wirklich für einen Liter arbeiten.
00:30:38: Das ist eigentlich das, worüber wir uns kümmern sollten aber das wird eben kaum veröffentlicht und deswegen ereifern wir uns so an an solchen Zahlen.
00:30:46: ja das ist aber nicht die richtige Art wie man drüber nachdenken sollte.
00:30:51: Ja, ich habe auch letztes grad gedacht so das Thema Inflation.
00:30:53: Da wird ja dann auch immer gesagt ja inflationsbereinigt sind diese fünf tausend Euro in zehn Jahren drei Tausend neunhundert Euro.
00:31:00: aber das ist eine Zahl mit der man eigentlich weniger anfangen kann weil in Wirklichkeit steht ja immer noch die Fünftausend auf dem Konto.
00:31:05: also wenn jetzt keine Verzinsung dazu kommen.
00:31:07: Aber trotzdem
00:31:07: ist eigentlich dass direkt die richtige Maßstabe.
00:31:09: denn es geht darum was kann ich?
00:31:11: Was kann ich da tatsächlich bewirken mit diesen fünftausenden Euro?
00:31:13: und das ist nur in zehn jahren weniger als heute.
00:31:15: Aber
00:31:15: die Rechnung wie du's gemacht hast ist ja eigentlich viel schlauer in zehn Ich weiß nicht so.
00:31:22: und so viele DVDs kaufen.
00:31:23: Nee, gibt's nicht mehr aber irgendwas kaufen.
00:31:26: Und in Zukunft kann ich dann nur zwanzig weniger von kaufen?
00:31:29: Dann wird es irgendwie greifbarer finde ich.
00:31:31: Man
00:31:31: muss das in Kauf kauft.
00:31:33: Arbeitsminuten wird ja manchmal gemacht ja umrechnen Aber diese... Das ist vielleicht eine generelle... eine gellere Botschaft, die reinen Zahlen, die aufgerufen werden und diese Billionenbeträge muss man immer ins Verhältnis setzen.
00:31:49: Einmal dazu was überhaupt gemeint ist wenn man von ganzen Staaten spricht hat man natürlich riesige Zahlen aber dann auch historisch eben in die Zeit.
00:32:00: Und gerade eben dieses Argument, die Leute werden immer reicher und es gibt immer mehr Millionäre.
00:32:05: Da fühlt man sich automatisch schon ärmer wenn man kein Millionär ist.
00:32:09: aber man muss ja auch sehen dass die eigenen Einkommen in den letzten zehn, zwanzig Jahren ja auch angestiegen sind in andere Regionen.
00:32:16: und das wenn man sich fragt wie ungleich ist die Welt dann sollte man sich ihr Verteilungsstudien anschauen und da gibt sicherlich auch einiges zu entdecken.
00:32:27: Ungleichheit beispielsweise ist eben
00:32:30: nicht
00:32:31: so prekär wie dieses Argument, dass es immer mehr Millionäre gibt.
00:32:37: in jeder Zeitungsmeldung uns dann immer glauben machen wollen.
00:32:41: Ich merke schon, wir sind richtig emotional bei dem Thema?
00:32:43: Es ist ein einfaches Thema!
00:32:47: die eben sehr gerne gemeldet werden und vor allen Dingen sehe ich jedes Jahr wiederholen.
00:32:51: Dazu gehört die Meldung, es gibt immer
00:32:53: mehr Millionäre...
00:32:54: Und dazu gehört die Meldung der Markt hat gekresht.
00:32:58: Immer wenn's ein Crash gibt ist das natürlich auf den ersten Seiten der Zeitungen und dann wird eben berichtet über fünf Billionen Euro, die da vernichtet worden sind.
00:33:09: Aber über die Aufholjagd wird dann nicht so...
00:33:11: Wir hatten es, glaube ich hier auch schon häufiger.
00:33:12: Da wird da natürlich nicht drüber berichtet.
00:33:14: und das sind einfach Themen, die sich immer wiederholen und wie man in der Lange dabei ist, natürlich ermüden aber immer wieder auch Empörungswellen auslösen, Beobacht das des Experten und auch jedes beobachte, dass der Lange dabei ist eben nicht angemessen sind.
00:33:35: Dann lass uns zum Abschluss nochmal die Empörung über die Empörungswellen verlassen und noch mal ein bisschen nüchterner drauf schauen auf das kommende Jahr denn so langsam nähern wir uns ja dem Ende des ersten Halbjahres.
00:33:46: Das war jetzt ja turbulent genug wie der viel turbulenter als wir uns gewünscht hätten.
00:33:51: Wie schaut ihr denn auf das restliche Jahr jetzt so drauf?
00:33:54: Wir sehen eure Prognosen aus.
00:33:56: Ja, guter Abschluss.
00:33:57: also.
00:33:59: wir bewegen uns nach wie vor in diesen unserem sogenannten Hauptszenario und das beinhaltet eben die Beendigung des Militärkonflikts und damit auch die Senkung der Ölpreise müssen aber dazu sagen dass dieses Risikoszenario was wir ja in dieser Folge hier beleuchtet haben, dass das jetzt bei einer Wahrscheinlichkeit von twenty-fünf Prozent liegt.
00:34:24: Wir haben mal gestartet mit zehn Prozent.
00:34:26: also wir müssen das ernst nehmen.
00:34:29: aber nochmal der Hinweis gerade Richtung Aktienmärkte selbst wenn dieses Risiko scenario eintritt dann ist das alles andere als das Ende der Aktienwelt sondern im Gegenteil dann heißt es wachsam sein und eher gezielt für lange Zeit in der Zukunft Positionen aufbauen, die dann eine gute Chance aufrindete haben.
00:34:53: Ein gutes Schlusswort würde ich sagen für heute ist ein bisschen länger geworden weil du dich so empört hast über diese Millionäre.
00:34:58: heute habe
00:34:59: ich mich so empört.
00:34:59: ja ein bisschen haste dich empört aber macht ja nichts kannst auch mal im Pert sein.
00:35:03: wir beschreiben aber du hast recht manchmal gibt es Dinge wo man sich fragt, wo bleibt die Vernunft.
00:35:12: Ja aber es ist halt auch so schön einfach und es ist eine schöne Schlagzeit.
00:35:15: immer mehr Millionäre in Deutschland.
00:35:17: Wir werden sie bald alle wieder sehen wahrscheinlich zum Jahreswechsel und zum Jahresanfang.
00:35:22: Wenn wir lange genug warten sind wir selber
00:35:23: Millionär.
00:35:24: Meinst du?
00:35:25: Ja wenn wir jedes Jahr zwei Prozent Inflationen und Einkommenszuwechslung... Vielleicht müssen wir sehr langer
00:35:31: fahren.
00:35:31: Ich kann sagen also da muss die Lebenserwartungen aber deutlich steigen in Deutschland dass ich das noch erlebe.
00:35:35: Aber du näherst dich auch langsam.
00:35:41: Wie war das?
00:35:41: Langsam nähert sich das Eichhörnchen oder so.
00:35:44: Also meine Vorsprachpläne laufen durch, von daher ich tue alles um auch das zu erreichen aber ich glaube nicht mehr dran.
00:35:50: Nichtsdestoweniger, vielen Dank dafür dass du hier heute mal wieder Rede und Antwort gestanden hast.
00:35:55: Du uns einen tollen Einblick gegeben hast.
00:35:57: eine kleine Vorlesung zum Thema Zinspolitik der Notenbanken fand ich auch sehr interessant Mal wieder da reinzuschauen.
00:36:02: Und wenn sie liebe Zuhörerinnen und Zuhöre Fragen haben an unseren Cheffolkswert oder Themen haben die wir hier einmal beleuchten soll dann schreiben Sie uns gerne an podcast at dk.de Oder kommentieren Sie auch gerne unter den Social Media Post das auch mal zu unserem Podcast gibt.
00:36:18: Das war's von uns für heute.
00:36:19: Machen Sie es gut und bis bald,
00:36:31: tschüss!