00:00:00: Es bleibt das Thema dieser Tage.
00:00:02: Der Krieg im Iran, der die ganze Welt beschäftigt und merken tun wir es alle täglich vor Augen geführt an der Zapfsäule und dennoch gab es keinen Crash an den Märkten.
00:00:12: allerdings bleiben die Märkte nervös zu unsicher ist die Lage zu fragil die Abkommen die bisher geschlossen wurden Und eine Lösung scheint derzeit zumindest nicht wirklich in Sicht.
00:00:23: Da ist guter Rat teuer und so hat sich die deutsche Regierung zwei Maßnahmen überlegt.
00:00:27: Die zweite, der Tankrabatt, der ist nun zum ersten Mai auch endlich in Kraft getreten – siebzehn Cent ging es bergab mit den Spritpreisen… meistens!
00:00:37: Für zwei Monate gilt das Ganze nun und wie geht's dann weiter?
00:00:40: Weiteres Vorgehen unklar, denn trotz alldem und trotz steigender Inflation konnte das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Ersten Quartal überraschend zulegen.
00:00:49: Vielleicht ein gutes Zeichen, vielleicht auch das letzte Aufbäumen vor dem Abschwung.
00:00:55: Wir sind voll sind Tankrabatt und Co.
00:00:57: aus ökonomischer Sicht – wieso wächst das BIP in dieser Krise?
00:01:01: Und wie geht es weiter bei der Inflation?
00:01:17: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge live aus der Sale-Sparkasse.
00:01:22: Und ich finde es ganz toll, wir sitzen hier heute am Abend.
00:01:25: Zu meiner Rechten sitzt wie immer der Cheffolkswirt der DK Bank Dr.
00:01:29: Ulrich Carter.
00:01:32: Und man hört es schon so ein bisschen an der Akustik.
00:01:33: Wir sind heute nicht ganz alleine, denn bei uns sitzen tatsächlich fast vierhundert Menschen hier im Saal und deshalb begrüße ich ganz herzlich alle die hier zu uns gekommen sind in diesen tollen Saal in Halle an der Saale.
00:01:46: Herzlich willkommen!
00:01:47: Sie dürfen sich gerne auch bemerkbar machen Ja, ganz ungewohnt.
00:01:57: So abends aufnehmen sind wir gar nicht gewöhnt.
00:01:59: Normalerweise sitzen wir da morgens in ersten Kaffee getrunken machen unsere Aufnahmen heute am Abend hier aber die Themen.
00:02:07: Wenn wir morgens aufnehmen dann kann es nachmittags schon wieder überholt sein was
00:02:13: wir
00:02:13: sagen.
00:02:13: Aber du weißt ja in USA ticken die Uhren anders.
00:02:15: also das mit der Zeitverschiebung das ist halt auch dort so ne?
00:02:18: Also die fangen jetzt erst so richtig an da los zu laufen und man hat ja auch gesehen Trump twittert oder Truths oder was auch immer meistens nachts sehr viel.
00:02:26: Da gab es jetzt eine Untersuchung und tatsächlich in der Nacht ist er am aktivsten, also ein nachtaktiver Mensch.
00:02:32: Nächstes Mal nehmen wir dann auf in der Sparkasse von New York.
00:02:35: Ja wenn's seine gäbe ja genau.
00:02:38: Lass uns doch mal anfangen mit den Themen dieser Tage.
00:02:41: zum ersten Mai ist etwas in Kraft getreten was ein Problem lösen soll nämlich die zu hohen Spritpreise.
00:02:47: Wir haben hier schon das erste Maßnahme gehabt Ja, also nur noch eine Preiserhöhung am Tag.
00:02:53: Danach nur noch Preissenkung.
00:02:54: immer bis um zwölf Uhr dürfen die Preise angepasst werden nach oben.
00:02:58: Jetzt ist eben der Tankrabatt da.
00:03:01: Die Spritpreise sind auch tatsächlich siebzehn Cent gesunken von dem Niveau wo Sie zu dem Zeitpunkt waren.
00:03:08: Hilft das wirklich dem Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern dabei jetzt mehr Geld in der Tasche zu haben?
00:03:14: Und ist es wirklich die sinnvolle Lösung, um diese Spritpreise runterzukriegen?
00:03:18: oder ist es eigentlich Öl ins Feuer gegossen sogar.
00:03:21: Naja du fragst jetzt hilft sozusagen der Wirtschaft wenn jetzt
00:03:25: dann
00:03:25: mehr Nachfrage da ist weil man den Sprit verbildigt hat und man sich dann wehrs anderes kaufen kann.
00:03:32: Da muss man sagen Das Ist nicht der Fall.
00:03:37: Erstmal vom Ausmaß her Die Sportmaßnahme sind zwei Milliarden.
00:03:41: Es ist eine Menge Geld für uns alle, aber in Relation zum Bundeshaushalt oder zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist das sehr wenig.
00:03:50: Brutto-Inlandsp produkt liegt bei viertausend Milliarden.
00:03:52: also da sind nur fünf Prozent.
00:03:54: Das wird man nicht merken in den Zahlen und wenn wir uns das Thema mal vor Augen führen und den Kopf gehen lassen dann stellen wir auch ganz schnell fest es ist auch keine Entlastung Weil diejenigen, die das bezahlen, diese Tankrabatt, diese Subvention.
00:04:17: Das sind ja auch wir.
00:04:19: Wer soll sonst sein?
00:04:20: Genau und man sieht es ja heute.
00:04:22: Wir haben es heute vorgerechnet bekommen.
00:04:23: Die Steuerschätzung merkt jetzt auch, wir haben kein Geld mehr.
00:04:28: Das heißt, wir können uns nicht selber am eigenen Shopf aus dem Sumpf ziehen.
00:04:33: Das Einzige was man gegen diese Verknappung von Rohöl machen könnte wäre Rohöl produzieren.
00:04:38: Darüber wollen wir uns keine Gedanken machen, das wäre eine andere Debatte ob was Fracking in Deutschland eben erlauben wollen oder nicht.
00:04:44: aber wir haben uns jetzt für diese Lösung entschieden die aber sehr sehr unvollkommen ist.
00:04:52: also wie gesagt wir bezahlen sie erst mal am Ende selber.
00:04:55: und wenn man es dann noch ein bisschen genauer betrachtet muss man ja sagen dass diejenigen die kein Auto fahren denjenigen was finanzieren die auto fahren ist also auch nur eine Umverteilung innerhalb von uns.
00:05:06: dass alles so gewollt wird, gewünscht wird weiß ich nicht.
00:05:10: Aber
00:05:10: das sind ja eigentlich keine richtigen Kosten.
00:05:12: da sind wir eigentlich Mindereinnahmen des Staates.
00:05:14: oder weil er kriegt ja weniger Steuern?
00:05:15: Oder ist es irgendwie anders geregelt diese ganze Verrechnerei?
00:05:18: wie funktioniert das denn?
00:05:19: Wenn
00:05:19: der Staat richtig rechnet dann muss er beim Mindereinnahmen auch weniger ausgeben und wenn er dann noch zusätzlich sagt Ich mache Posten von zwei Milliarden auf Da muss er sich überlegen was er dann anders weniger ausgibt.
00:05:33: So ist die Logik.
00:05:34: Hat aber keiner gemacht nämlich
00:05:36: hat keiner gemacht, selbst wenn er sagt er nimmt das Geld auf.
00:05:40: Er verschuldet sich und dann verschiebt es auf die nächste Generation.
00:05:43: Wir müssen dies zurückzahlen.
00:05:45: Ja gut, das kennen wir ja schon das Problem.
00:05:47: Mehr Schulden?
00:05:48: Meinst du das fällt nicht auf bei den Summen, die wir haben?
00:05:51: Das ist die Gefahr ganz genau dass man langsam so denkt.
00:05:54: Ein anderes Problem ist auch wir zahlen jetzt alle mehr für Energie immer noch viel auch für Sprit auch wenn er ein bisschen günstiger geworden ist, das ist ja immer noch wesentlich höher als vorher.
00:06:03: Das wird sich ja jetzt auch irgendwann in der Inflationsrate niederschlagen denn die beinhaltet ja nun mal auch die Energiekosten und da müsste ja jetzt aber auch irgendwann mal was ankommen wahrscheinlich, irgendwann in einer der nächsten Quartale?
00:06:18: Ja, da ist doch schon etwas angekommen.
00:06:20: Die Inflation Rate ist von zwei Prozent März schon auf zwei Komma sechs Prozent gestiegen und dann kam der April.
00:06:30: Da ist er denn nicht mehr weitergestiegen von zwei Kommas X auf zwei Koma sieben also fast gleich geblieben.
00:06:36: Das lag daran, dass im April eben die Ölpreise ja auch nicht mehr gestiegen sind.
00:06:40: Die sind ja mit März eben mit dem Kriegsausbruch nach oben geschnellt.
00:06:43: Vierzig Fünfzig Prozent damit ist es nicht die größte Ölkrise aller Zeiten.
00:06:48: Es ist ja im Umlauf das Größte Ökriser aller Zeiten.
00:06:52: nur wenn man tatsächlich nach den ausgefallenen Angebotsmengen, die jetzt nicht mehr geliefert werden wegen der Sperrung davor geht.
00:07:01: Dann sind es die größten Mengen.
00:07:03: aber dieser Vergleich erhängt so ein bisschen weil die Weltwirtschaft jedes Jahr weiter wächst und immer mehr Erdöl benötigt.
00:07:12: und deswegen ist es mal schwierig eine Funktionsstörung von acht Millionen Bärl am Tag heute mit der Welt vor dreißig Jahren zu vergleichen wo wir nur Sechzig Prozent des Erdölz verbraucht haben, wie viel heute verbrauchen.
00:07:28: Also die acht Millionen, die heute fehlen sind nicht ganz so schlimm als wenn sie in den Neunzeigen gemeldet worden wären und damit sind diese Vergleiche übertrieben.
00:07:38: Das sieht man ja auch.
00:07:40: Die Wirtschaft
00:07:41: ist
00:07:41: zwar beeinträchtig aber kein Absturz.
00:07:50: Es ist schon ein Energiepreis Schock das ist richtig Aber es ist ein verkraftbarer Preis Schock bis heute eben.
00:07:58: Wir können ja uns alle an fünf Fingern abzählen, dass wenn die Öllieferungen weiterhin ausbleiben, dass dann die Läger tatsächlich leer werden auf der ganzen Welt.
00:08:11: und weil man auch sagen muss das charakteristische von dieser Situation ist, dass wir mit so viel Lagerkapazität und gefüllten Lägern in diese Erdölproblematik reingegangen sind.
00:08:23: Nicht Erdgas, da sind die Läger ja gerade leer hier aber beim Erdöl waren die Lager so voll angefangen von China, die ja viele Monate eingelagert haben, aber auch bei den privaten und um die Welt bei den Firmen, bei den offiziellen Reserven dass man also tatsächlich eine sehr lange Zeit einen großen Puffer hat.
00:08:44: Aber wir können es natürlich vorstellen wenn das jetzt bis Weihnachten nichts mehr kommt, da ist das größte Lager auch leer.
00:08:51: Und dann wird Folgendes passieren und dann wird der Preis steigen.
00:08:56: Dann reden wir von Preisen.
00:08:58: wie sind jetzt bei hundert Dollar Proberle?
00:09:00: Dann geht es auf Hundertfünfzig bis Zweihundert Dollar.
00:09:03: Wenn man das umrechnet in Inflationen, du hast die Inflations angesprochen gerade, dann sind wir schon im Bereich wieder von fünf sechs Prozent Inflasion Aber eben nicht diese zweistelligen Raten, die wir im Oktober zwoundzwanzig gehabt haben.
00:09:20: Da hat man mal zehn Prozent!
00:09:21: Das ist nichts.
00:09:22: Aber dann muss ja die Notenbank wieder reagieren und muss wieder irgendwas mit den Zinsen machen um die Inflation wieder einzufangen?
00:09:28: Ja das wird die Reaktion sein.
00:09:30: Dann wird die Europäische Zentralbank sagen Wir haben den Auftrag Geld wert stabil zu halten.
00:09:37: Geldwertstabilität ist nach unseren Untersuchungen erreicht wenn wir zwei Prozent Inflations haben.
00:09:41: Wir sind jetzt bei sechs Und wir müssen zusehen, dass sich aus dieser Stresssituation nicht eine dauerhafte Inflation für die nächsten drei, vier Jahre ergeben und deswegen bremsen bei den Wirtschaftskreislauf durch Zinserhöhungen ab um die Inflations-Wir nach unten zu bringen.
00:10:00: Ich weiß das die Notenbanken natürlich immer darum kämpfen müssen Vertrauen zu gewinnen und zu erhalten gerade bei den Benutzern des Geldes, bei den Menschen.
00:10:11: Aber wir müssen durchaus anerkennen, dass nach der letzten Inflationswelle – ich habe es gerade gesagt, Oktober twenty-two, zehn Prozent in der Tat die Inflation ja wirklich wieder zurückgegangen ist auf diese zwei Prozent.
00:10:23: Ja kann man überlegen was?
00:10:24: hat die Notenbank da einen Anteil dran?
00:10:26: Was waren andere Faktoren?
00:10:27: aber die notenbanken haben das schon ganz fest als ihren Auftrag, dass sie das hinkriegen und deswegen würden Sie schon auch bei diesen Vorübergehenden Beeinträchtigungen durch eine Ölkrise würden sie dann die Zinsen erhöhen.
00:10:43: Ich sage vorübergehend, weil der nächste Schritt nach Ölpreis hundertfünfzig oder zweihundert Inflationsrate fünf Prozent zinsen gehen rauf.
00:10:55: Der nächste Schritt danach ist natürlich dass die Konjunktur empfindlich eingebnet wird.
00:11:00: Das heißt haben wir gar kein Wachstum.
00:11:01: vielleicht kommt er erst gesagt es gibt ne Rezession Und dann muss die Notenbank da dann auch wieder wahrscheinlich die Zinsen senken, aber dann reden wir von übernächsten Jahr.
00:11:12: Also es sollte nicht passieren dass wir in dieses Szenario reinflattern und der ganze Finanzmarkt rechnet eben mehr oder weniger auch seit Beginn des Konflikts mit einer Lösung eine diplomatischen Lösung In diesem Zeitfenster wo die Weltwirtschaft eben noch funktioniert.
00:11:30: das ist ein paar Monate lang Aber da hat sich nichts geändert an der Einschätzung.
00:11:34: Vielleicht sollte das mal jemand dem Herrn Trump sagen, dass das Zeitfenster immer kürzer wird und er vielleicht dann jetzt was machen muss.
00:11:40: Ja ist ja noch nicht unter Druck gekommen auch nicht von den Finanzmärkten.
00:11:46: da hat man ja früher einmal gesagt um das stimmt auch wenn das Blutsystem der Wirtschaft wenn das Finanzsystem anfängt es tatsächlich verletzt zu sein und das zeigt sich dann, indem die Blutdruckwerte wirklich richtig verrückt spielen.
00:12:01: Also bis es einen Crash gibt beispielsweise am Aktienmarkt oder die Anleihenrenditen auch crashen und die Zinsen nach oben gehen also die anderen Kursekraschen und die zinsen da oben gehen, dann reagiert jede Regierung in den USA.
00:12:13: Da ist aber noch gar nicht viel passiert.
00:12:15: Die Aktienmärkte sind ja stabil geblieben im Gegenteil.
00:12:17: Die US-Märkte haben immer wieder neue Höchstnäher erreicht letzte Woche vor letzte Woche Das geht immer weiter.
00:12:23: Die Anleihmärkte, naja gut die Zinsen steigen da ein bisschen.
00:12:26: das ist nicht schön aber er isst noch gar nicht unter Druck.
00:12:29: deswegen wenn er dem Blumenberg Bildschirm aufruft ich weiß ja ob er weiss dass man da die Kurse sehen kann und da passiert was dann wird er auch reagieren wird angerufen werden.
00:12:47: Aber wie gesagt, das ist noch nicht der Fall.
00:12:49: Er steht unter Druck wegen des Benzinpreises in den USA.
00:12:52: Wir sind bei fünf Dollar die Galone angekommen und er hat versprochen dass er die Inflation von dem dummen, wirklich dummem Joe Biden, der das nicht kann.
00:13:05: Die Inflitionen, die der beiden angerichtet hat, würde eben nicht passieren.
00:13:12: In der Form redet er ja über die Menschen.
00:13:13: Übrigens auch über den Notenbankchef, da ist er leider der dimmste Mensch in diesem Amt jemals gewesen ist, obwohl Trump ihn selbst bestellt hat.
00:13:23: Das ist so seine Art, um über die Leute herzuziehen und er hat jetzt wirklich ein Problem!
00:13:27: Die Wähler sind ja nicht doof, wir registrieren das hier, dass die Inflation- und Kaufkraftfund mit Trump weitergeht.
00:13:37: Der Entscheidung der US-Regierung war, diesen Krieg anzufangen.
00:13:47: In Deutschland habe ich jetzt gelesen da war es ja so im ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt gewachsen.
00:13:54: man hätte jetzt gedacht naja Es geht eher auch bergab mit allem oder es gibt eine schwarze Null.
00:13:59: Ist das erste Quartale noch so ein Quartall wo du sagst naja Da ist die Krise noch nicht angekommen?
00:14:03: Das merken wir in dem folgenden Quartalen erst Da wird sich das niederschlagen.
00:14:10: Ja, die Konjunktur in Deutschland war ein bisschen rätselhaft und dann kommt auch noch der Krieg dazu das auch noch vollkommen durcheinander gebracht hat.
00:14:22: Wir hatten zuerst Anzeichen dass da überhaupt nicht kommt Auch nicht von den Staatsausgaben.
00:14:30: Investitionen sind ja angekündigt Und werden ja umgesetzt mit dem vielen geliehen Geld aus den Sonderfonds Und da kam so fast gar nichts.
00:14:39: Wir hatten in den Aufträgen schon die ersten Rüstungsaufträge drin, im Dezember-Januar.
00:14:43: das war schon was... Aber es war das Einzige!
00:14:47: Die Konjunktur wollte und wollte nicht anspringen und dann passierte etwas im Februar-März.
00:14:56: für diejenigen, die sich täglich damit beschäftigen immer umfassbar ist oder man sich fragt, was soll das?
00:15:05: Es passierte, dass das Statistische Bundesamt die Zahlen einfach revidiert hat.
00:15:12: Das ist eine Wissenschaft für sich.
00:15:13: Das muss man aber auch anerkennen.
00:15:16: Die wirtschaftlichen Aktivitäten von Achtzig Millionen Leuten einzufangen und daraus ein Bruttoinhaltsprodukt zu errechnen – das ist nicht ganz leicht!
00:15:25: Die Menschen gerade die Finanzmarktleute haben die Eigenschaft so schnell wie möglich abzufragen.
00:15:33: Da heißt es, am besten noch bevor das Quartal abgelaufen ist möchte ich wissen wie das Bruttoinlandsprodukt ist.
00:15:39: Wie sind die Börsenkurse von morgen?
00:15:40: Das wollen hier auch einige wissen denke ich.
00:15:41: Ja um die Bösenkursen vom Morgen genau damit man sagen kann wie die Bösenkurse vom Morgen werden.
00:15:45: Es ist aber unmöglich dass Amt rechnet mindestens dreißig Tage nach Ablauf des Quartals an der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung herum.
00:15:54: da fließen sehr viele Daten ein.
00:15:56: sie müssen ausgewertet werden
00:15:58: muss ja auch alles erst mal irgendwo gemeldet werden und gespielt werden.
00:16:01: Da laufen auch noch sehr viele Informationen ein, nachdem das Quartal überhaupt abgelaufen ist.
00:16:06: Und das Amt sagt selber wenn wir eine Zahl bereitstellen dann durchläuft die mehrere Qualitätsstufen.
00:16:14: Die schnellste Stufe können wir dreißig Tage nach Ablauf des Quartals herstellen.
00:16:18: Das ist eigentlich eine vorläufige Zahl.
00:16:20: Wenn wer ehrlich sind ist es auch eine Schätzung von dem was da passiert ist.
00:16:23: Dann laufen weitere Daten ein und sechs Wochen später können wir eine erste verlässliche Schätzung übers Bruttoinhaltsprodukt von vor, dann mittlerweile schon zwei Monaten abgeben.
00:16:34: Und dann behalten wir uns vor noch ein drittes Mal zu revidieren, wenn dann alle Umfragen und alle Daten vorliegen.
00:16:40: Das ist damit unter erst am Jahresende, wenn man über das erste Quartal spricht.
00:16:44: Also das ist die Art wie man mit diesen Daten – darf sich das nicht so vorstellen als ob das Temperaturmessungen sind, die man mehr oder weniger exakt machen kann?
00:16:54: Dann kommen die Finanzmärkte und sagen auf Abend, wir brauchen eigentlich die Daten, sobald das Quartall abgelaufen ist, und zwar im ersten Tag!
00:17:03: Das Statistische Bundesamt in Deutschland hat gesagt, wir wollen ja kundenfreundlich sein und haben tatsächlich der Schätzung vor mehr oder weniger.
00:17:14: Und das zeitnah kurz nachdem das Quartal abgelaufen ist.
00:17:18: Man sieht was das für ein Prozess ist.
00:17:21: Insofern hat dieses Bundesamt eine Korrektur von einer ganze Reihe von Daten vorgenommen für dieses Jahresanfang.
00:17:29: Auf einmal sah es gar nicht mehr so schlecht aus!
00:17:32: Da war dann tatsächlich Dynamik drin.
00:17:34: Dann haben wir gesagt, naja vielleicht kann das so eine positive Konjunktur Überraschung geben in Deutschland.
00:17:38: und dann kam der Krieg.
00:17:40: Dann ging es los mit dem Iran-Krieg und da... Das betrifft dann nur des letzten Monats des Quartals und da wird wahrscheinlich Folgendes passiert sein Da werden die Unternehmen erstmal alle Investitionsprojekte wieder abgebrochen haben, weil kein Mensch weiß was daraus wird.
00:18:04: Und auf der anderen Seite stellen wir jetzt immer mehr fest Bevorraten sich die Unternehmen, also von Corona genau wissen wo das endet.
00:18:12: Am Ende ist von gewissen Produkten nichts mehr da.
00:18:15: Also bestellen wir jetzt so viel wie wir noch können Nudeln und Klopapier Und das scheint dann natürlich in den Statistiken auf als tolle Zahlen, obwohl es am Mehreren ja auch Vorrat ist.
00:18:31: Und so kommt am Ende diese Zahl raus, nur drei Prozent Wachstum.
00:18:36: Das ist eigentlich eine schöne Zahl wenn das so weitergeht und hätten wir eigentlich eine positive Überraschung für die Konjunktur.
00:18:42: aber das natürlich nicht zu erwarten weil das zweite Quartal wird jetzt unter dem Krieg leiden.
00:18:46: Aber das werden wir erst wieder am Ende des zweiten Quartals bzw.
00:18:50: einem Monat später.
00:18:50: Also
00:18:50: in den Sommerferien eigentlich?
00:18:53: Nein, aber wir müssen sagen nach all dem was wir ausrechnen können und wir kennen ja solche Öl-Shox wie wirken die wird das Ganze dazu führen dass wir geringeren Konjunktur haben.
00:19:06: Aber keine Rezession kein Einbruch mal um etwas mal mit Zahlen zu gießen.
00:19:09: Wir hatten am Anfang des Jahres gerechnet mit eins Prozent Konjunkte also Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt.
00:19:17: Und wir sagen jetzt, weil das zweite Quartal wahrscheinlich gottenschlecht sein wird.
00:19:21: Selbst wenn es jetzt aufhört mit dem Konflikt werden wir so bei zero acht oder null sieben landen.
00:19:28: die Wirtschaftsforschungsinstitute haben auf null vier herunter korrigiert ist halt nur für übertrieben.
00:19:32: also so schlimm ist es nicht.
00:19:34: aber Wenn sich tatsächlich bis Weihnachten kein neuer Tropfen Öl zeigt dann werden wir auch mit unseren Zahlen weiter runter gehen müssen.
00:19:44: Aber du hast jetzt schon zum zweiten Mal gesagt, kein neuer Tropfen Öl kommt.
00:19:48: Es ist doch aber so... es kommt ja noch was nur weniger?
00:19:51: Ja natürlich!
00:19:52: Also das darf man nicht vergessen.
00:19:54: wir haben zwanzig Millionen Beryl von hundert Millionen Baryl die die Welt täglich an Öl verbraucht und zwanzzig Millionen die jetzt da nicht mehr durchkommen durch diesen Transportweg.
00:20:07: Es gibt alternative Transportwege die berühmten Pipelines.
00:20:13: fünf Millionen Bärrel abtransportiert.
00:20:16: Die fassen zwar sieben bis acht Millionen, aber die Räder schicken keine großen Schiffe mehr ans Ende der Pipeline weil sie auch Angst haben, sodass eben nur fünf Millionen abtransortiert werden können ist fehlen.
00:20:29: also gibt noch ein paar andere Kanäle.
00:20:31: also es fehlen so in der größten Ordnung von zehn Millionen Bären.
00:20:34: jetzt kann man natürlich Folgendes sagen wenn der Preis auf der Welt beispielsweise fürs Autofahren hochgeht auf den Dieselpreis von zwei Fünfzig, dann passen die Leute schon ihren Verhalten an.
00:20:47: Wir fahren weniger, fahren langsamer ich glaube das kann man durchaus auch anektotisch feststellen und dann sinkt natürlich der Preis.
00:20:54: also es gibt ganz klare Reaktionen wenn der Preis für dieses wichtige Gut so stark steigt, dass dann der Verbrauch zurückgedrängt wird.
00:21:06: Und dann ist nur die Frage wann es erreicht?
00:21:09: Mit welcher Preissteigerung ist es erreicht das eben acht Millionen oder fünf Millionen oder zehn Millionen Bärrel am Tag eingespart werden?
00:21:18: und das ist so.
00:21:19: bei den Preisen von Hundertfünfzig US-Dollar ist das dann gegeben.
00:21:23: Das heißt also da würde sich die Weltwirtschaft anpassen und man könnte sagen dann brauchen wir das Öl gar nicht mehr wobei viele die eigentlich ja mit Umweltgedanken und Klimawende gedankenbeschäftigt sind, eigentlich sagen müssen das ist gar nicht so schlecht diese Entwicklung beim Ölpreis.
00:21:41: Also unter diesem einen Aspekt ist es tatsächlich so dass wir unseren Klimazielen deswegen auch ein bisschen näher kommen.
00:21:48: also es hat alles zwei oder drei Seiten von dem man die Dinge betrachten kann.
00:21:51: umso ist jetzt auch wieder
00:21:53: Ein Thema, da dachte ich mich auch wir wären so langsam los.
00:21:56: Das kann jetzt auch wieder... Ich weiß noch nicht ob wir Herrn Merz dafür danken müssen dass er es wieder hochgehoben hat.
00:22:01: auf einmal reden wir wieder über Zölle weil Herr Trump hat sich jetzt überlegt das gibt wieder Zöllen auf Autos aus der EU also besonders aus Deutschland.
00:22:08: er will ja mich am liebsten in einem Auto also keine deutschen Autos mehr in New York sehen.
00:22:14: wo kommt das denn jetzt auf einmal wieder her?
00:22:15: Weil das kam jetzt so völlig unangequindigt wieder mal also erratisch wie man so schön sagt bei ihm ja auch.
00:22:21: Ja, das weiß eigentlich wirklich kein Mensch was wieder die Entstehungen von irgendwelchen Aussagen oder auch Maßnahmen in den USA sind.
00:22:31: Ob das nun wirklich auf die Haltung Deutschlands bei der Unterstützung der Amerikaner und den öffentlichen Aussagen zurückzuführen ist, weiß ich nicht, wär mir auch egal.
00:22:42: Ich glaube man sollte eben seine Position in Europa, in allen Ländern unabhängig von den Amerikanern vernünftig setzen.
00:22:51: Das hat meiner Ansicht nach eine Unterstützung der Amerikaner durchaus zum Inhalt, aber das sind politische Einschätzungen die jeder anders haben kann.
00:23:00: ich glaube nur nicht dass diese Ankündigen aus dem USA, dass man denen so viel zu billigen muss und dann schon wieder irgendwie da Panik schieben muss.
00:23:11: also wenn wir eins gesehen haben Was hinten rauskommt, hat nichts mit dem zu tun was vorher vorhin reingesprochen wurde.
00:23:20: Braut man ja nur die Geschichte aus dem letzten Jahr zu nehmen.
00:23:22: wir haben es auch im Podcast ja verschiedentlich erwähnt mit mit dreißig Prozent Zöllen ist Jump gestartet dann hat er auf fünfzehn runter verhandelt.
00:23:31: das was jetzt erhoben wird an der Grenze sind nur neun Prozent und natürlich hat er einzelne Branchen wo er Nadelstiche setzen kann.
00:23:39: aber Das Thema Zölle is für uns viel weniger wichtig als dass was sonst noch hinter dieser Regierung steht und das ist eben die Aufgabe der bisherigen Weltwirtschaftsordnung.
00:23:56: Bisher gab es einen ausgesprochenen kooperativen Geist in der Welt,
00:24:00: d.h.,
00:24:01: Länder haben auf allen Ebenen zusammengearbeitet und das heißt auch, dass ich eine Lieferkette als europäisches oder auch als asiatisches Unternehmen aufbauen kann dass diese Lieferkette, die effizient ist und meinen Kunden am Ende das günstigste Produkt beschert.
00:24:21: Dass sie eben
00:24:22: auch
00:24:23: sicher ist, dass ich die Rohstoffe dafür einkaufen kann, dass sich mit den Firmen, mit denen ich kontrahiert habe in verschiedenen Ländern arbeiten kann – dass mir nichts weggenommen wird in verschiedenen Länder – und dass sich Transportwege offen sind.
00:24:37: Das ist der Geist der bisherigen Weltwirtschaft.
00:24:41: Den hat Trump eben aufgekündigt mit einem großen Knall, wobei die Lunte eben schon seit Jahren gezündelt hat.
00:24:50: Es ist jetzt nicht Trump der sich das böswillig ausgedacht hat sondern es ist eine Entwicklung aus den letzten Jahrzehnten, die mit dem Aufstieg Chinas zu tun hat, die diesen Geist der Kooperation beendet hat.
00:25:04: und was sich daraus ergibt... Das sind die wesentlichen Dingen, mit denen wir immer wieder wahrscheinlich in den nächsten Jahren konfrontiert sein werden.
00:25:15: Auch gerade die Europäer weil viel was sich daraus ergibt geht zu ihren Lasten wie beispielsweise jetzt der Iran-Kick, der jetzt nicht direkt etwas mit dem China Amerika Konflikt zu tun oder bei Indrekt natürlich schon.
00:25:26: Der geht natürlich auch zu großen Teilen auf die europäische Rechnung.
00:25:32: Wir zahlen die höheren Energiepreise und wir sind energieabhängig wie vielen Schwellenden da auch.
00:25:37: Aber das würde nicht letzte Mal sein, dass wir in Rechnung zahlen die dann dort ausgestellt wird und da müssen sich der Europäer wirklich was überlegen.
00:25:45: Ja eine Überlegung war ja schon.
00:25:47: es gibt ein neues Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten.
00:25:50: Das ist jetzt quasi auch in Kraft getreten.
00:25:53: Ich habe ja ungefähr vor fünfundzwanzig Jahren mein Studium abgeschlossen Und ich hab so in Erinnerung, dass damals schon über dieses MercosUR Abkommen gesprochen wurde und tatsächlich habe ich jetzt können lesen, in der Mache ist, irgendeinen Abkommen zu treffen mit den Staaten und dass es wirklich schon zwanzig Jahre oder so gärt.
00:26:11: Und jetzt endlich umgesetzt wurde.
00:26:14: das muss ja ein Riesenabkommen sein und einen Rieseneffekt haben wenn man darüber so lange verhandelt hat.
00:26:18: Ist es denn für Europa wirklich so wichtig?
00:26:21: Weil es die erste Stellschraube ist wo man sagt wir machen uns mal ein bisschen unabhängiger von den USA, vielleicht Handelsabkommen die wir in der Vergangenheit hatten, wenn das alles nicht mehr so funktioniert weil hier haben wir jetzt einen ganz neuen Handelsraum eröffnet
00:26:33: eigentlich.
00:26:34: Also erst mal muss man ein bisschen zur Ehrenrettung sagen, Handelsabkommen sind nun wirklich sehr umfangreich und komplex.
00:26:42: Weil am Ende die ganze Wirtschaft, jeder Wirtschaftszweig durchgegangen wird und verhandelt wird unter welchen Bedingungen man im anderen Land was verkaufen kann.
00:26:54: Und da sind dann hinterher auch Dokumente vom Boden dann eineinhalb Meter in die Höhe.
00:26:59: Das sind schon sehr komplexe Sachen... erst mal tatsächlich zugestehen, aber jetzt reicht es auch mit den Zugeständnissen dass das Ding überhaupt durchgekommen ist in Europa.
00:27:11: Das hat mit dieser geopolitischen Zeitmini zu tun der Bedrohung die in Europa jetzt wahrgenommen wird.
00:27:20: wenn die nicht da gewesen wäre dann wären die Partikularinteressen in Europa weiterhin so mächtig gewesen weiter verzögert hätten und irgendwann hätten die Latinamerikaner wahrscheinlich auch keine Lust mehr gehabt.
00:27:34: Also man sieht hier tatsächlich, dass da was vorangeht.
00:27:37: aber es dauert natürlich alles sehr lang ist.
00:27:41: ein schönes Beispiel dieses Abkommen.
00:27:43: wir haben auch einen Abkommen mit Australien geschlossen Wir reden mit Japan, wir reden mit vielen Regionen von der europäischen Seite.
00:27:48: ja das ist gut Und es eben auch genau das Abbild dessen was man sich jetzt fragt wo geht es denn?
00:27:56: Hin, es gibt zwei Standpunkte.
00:27:58: Die Geopolitiker und die Beobachter fragen sich jetzt ja geht das jetzt in eine zweigeteilte Welt hinein?
00:28:04: Die sogenannte bipolare Weltwirtschaft also zwei Vereine der Amerikaner führen einen Verein und die Chinesen den anderen und die konkurrieren heftigst um alles, um Einfluss in der Welt, um Rohstoffe usw.
00:28:19: oder gibt's da noch was dazwischen?
00:28:22: Das ist ja das, was der kanadische Ministerpräsident in München die Konferenz vorgeschlagen hat.
00:28:27: Dass sich sozusagen die Länder mit Restvernunft zusammen schließen und eben noch einen dritten Pole dagegen setzen wo man im Geiste der bisherigen Weltwirtschaft frei sich frei und demokratisch und so weiter zusammensetzt.
00:28:46: wenn wir das beobachten wir glauben an die erstere Variante Können uns kaum vorstellen, dass politische Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern die sehr sehr unterschiedlich und sehr sehr verstreut sind.
00:28:57: Dass sie funktionieren?
00:28:59: Jetzt haben wir heute über ganz viele kritische Themen gesprochen über kleinere und größere Krisen.
00:29:04: in der Vergangenheit hatten wir schon ganz viele krisen also angefangen.
00:29:07: vielleicht Wo sich der ein oder andere hier im Saal auch noch dran erinnert an den internet boom und crash an die finanzkrise Die coronakrise Ölkrise gab es auch schon mal in siebzigern.
00:29:18: jetzt haben wir wieder sowas in der art Diese Krisen, die machen es einem ja schon manchmal auch bei der Geldanlage ein bisschen schwer so die Ruhe zu bewahren.
00:29:25: Und trotzdem hat sich ja in der Vergangenheit gezeigt.
00:29:28: irgendwie kommt man doch immer wieder aus den Krisen raus und man sagt ja auch mal muss die Krise als Chance begreifen.
00:29:33: gilt das denn auf bei der Anlage dann tatsächlich?
00:29:36: Die Krise Als Chance weiß ich nicht.
00:29:38: aber Aber ruhig Blut bewahren in der Krise Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.
00:29:47: Viele sagen, wir sind sowieso schon so abgestumpft bei allem was da passiert.
00:29:51: Wobei an den Kapitärmärkten ist ja noch gar nicht viel passiert.
00:29:54: Ja ich werde doch gestern so wie vor dem Dachs auf der Uhr.
00:29:58: Richtig!
00:30:00: Wir kratzen in allen großen Aktienmärken auf dieser Welt an den Höchstständen herum.
00:30:05: die unmittelbare Reaktion auf den Iran Krieg, Ausbruch des Iran Kriegs war dass er dass Herr Dachs und auch andere Indizes natürlich verunsichert waren.
00:30:14: Und in der Spitze ging es dann tatsächlich zehn Prozent, so bräuchelte auf zehn Prozent Minus ab.
00:30:21: aber schon im März ist das dann wieder aufgeholt worden und wir waren wieder nahe den alten Höchstständen.
00:30:26: in den USA wird jedes jede Woche ein neuer Höchstand gemacht also es ist noch nicht viel passiert.
00:30:34: viele fragen sich natürlich woran liegt das?
00:30:36: Ein wichtiger Punkt ist, dass Wirtschaft und Politik eben nicht eins zu eins so verkoppelt sind wie man sich das vielleicht denkt.
00:30:43: Unternehmen sind sehr flexibel und sehr fündig bei sich verändernden Angebotsnachfrage-Konstellation auch bei regionalen Problemen Umwege zu schaffen und zu improvisieren.
00:30:58: Wir haben es in der Coronazeit ja selbst dort gesehen was da alles möglich war.
00:31:05: Ein wichtiger Punkt unternehmen können sich einstellen und Unternehmen können sich umso besser auch auf völlig veränderte Rahmenbedingungen einstellen, je länger Übergangszeit sie haben.
00:31:18: Also einen Ölpreis der von heute auf morgen sich verdoppelt ist da sehr schlecht.
00:31:22: aber ein Öl preis der sich verdopbelt innerhalb von zwölf Monaten und man sieht das so langsam Da könnten die Unternehmen sich darauf einstellen Und dass würde man am Ende dann gar nicht als Krise wahrnehmen.
00:31:32: es geht immer darum wenn irgendwas schnell geht dass dann erstmal Maßnahmen ergriffen werden müssen, die nicht ganz Schritt halten mit diesen schnellen Veränderungen.
00:31:43: Aber je mehr Zeit verstreicht, desto mehr passt man sich eben bei den Unternehmen an.
00:31:48: Also das ist das eine was man immer im Hinterkopf haben muss, dass eben die Wirtschaft mit sehr viel umgehen können.
00:31:55: wir müssen es ja auch, wir müssen uns ja auch am tägliche Leben anpassen und das kriegen wir ja auch eigentlich ganz gut hin.
00:31:59: Klar
00:32:00: wenn der Zug mal wieder ausfällt?
00:32:01: Wir sind schon dabei uns an Dinge zu gewöhnen, an denen man sich gar nicht gewöhnt sollte.
00:32:04: ganz genau.
00:32:05: Das andere ist aber auch ein ja eher ökonomischer und finanzökonomischer Aspekt.
00:32:13: Wir haben bis hier jetzt bei Corona, jetzt hier beim Ölthema zu tun mit Problemen die in der Produktion auftreten – in der realen Güterproduktion.
00:32:26: Und da herrscht diese Flexibilität von der ich gesprochen habe.
00:32:30: Es gibt eine andere Art von Krisen Da hört der Spaß auf.
00:32:34: Das sind die Krisen, die im Finanzsektor auftreten.
00:32:39: Da kann sich eben auch große Krisen ausdenken.
00:32:42: und die großen Krisen die am Aktienmarkt dann auch zum Crash führen, sind ganz häufig Krisen ,die aus dem Finanzsektor kommen.
00:32:51: Und es liegt daran weil dieser Finanzsector eben sehr wenig durchschaut werden kann.
00:32:57: in dem Sinne wer ist denn nun wie positioniert gerade?
00:33:01: Wenn es dort zu Schwierigkeiten kommt Dann sind die Panikreaktionen viel schneller und viel stärker.
00:33:08: Und sie gehen dann sofort auch in die Produktionswirtschaft rein, die reale Wirtschaft.
00:33:14: Deswegen sind die großen Krisen, die wir kennen und mit Crashes verbinden, immer Finanzkrisen.
00:33:20: Die Finanzkrise, die im Jahr zwei Tausend Acht, die Mutter aller Finanzkriesen, wo er den Großen Crash hat bei Lehman ... Und selbst so was für die New Economy Krise würde ich auch als Finanzkrise bezeichnen.
00:33:30: Es ging zwar um Unternehmen, innovative Unternehmen im Jahre zweitausend Telekom und so weiter.
00:33:35: Die Telekom bubble aber die Probleme haben sich ja am Finanzmarkt aufgebaut indem man viel zu hoch bewertet hat und das fiel dann in sich zusammen.
00:33:43: Die Krise in neunzehnundzwanzig der schwarze Freitag auch eine Finanzkrisis Auslöse der Weltwirtschafts-Krise.
00:33:50: es sind Finanzen und eng damit verbunden sind noch die Immobilienmärkte die eben wirklich gefährlichen Arten von Krisen auslösen.
00:34:01: Und das sieht man dann auch sehr schnell an den Aktienmärkten, dann brechen die wirklich ein und auch dauerhaft weil die Unsicherheit so groß ist und das ist auch sehr schwer oder es ist auch schwieriger in Griff zu kriegen als mit dem Öl und mit den Problemen, die wir jetzt haben.
00:34:17: Wenn wir diese Regeln anwenden auf die Zeit jetzt dann müssen wir sagen, eigentlich nach allen Zahlen die wir haben stehen die Finanzsektoren in Amerika und Europa auch in großen Teilen Asiens eigentlich sehr solide da.
00:34:38: Man misst das anhand von Verschuldungen, Verschulungsgraden und zwar der Privatwirtschaft.
00:34:43: Die ist insbesondere in der Coronazeit stark abgeschmolzen sodass es den finanziellen Sektoren eigentlich die sehr gesund sind und man sich deswegen da keine großen Gedanken macht.
00:34:55: Man muss aber dazu sagen, so eine Aussage gilt nicht um begrenzt und unendlich in die Zukunft.
00:35:03: Man muss immer sehr gut aufpassen ob es sich neue Fehlentwicklungen, Ungleichgewichte wie man sagt, aufbaut.
00:35:10: Wir haben zurzeit ein paar Themen auch im Finanzsektor da ist dieses Thema haben Sie vielleicht schon gelesen von den sogenannten Private Credit Markten.
00:35:20: Das sind Kredite an Firmen, die nicht von Banken begeben werden.
00:35:25: Sondern von anderen institutionellen Markteilnehmern, die viel Geld haben auf Banksonskassen zum Beispiel, Versicherungen.
00:35:34: Also das ist ein Thema kommt manchmal zum Ergebnis dass die Fehlentwicklungen dort wahrscheinlich zu klein sind um eben so substanziell zu werden.
00:35:45: Dann haben wir sicherlich die Frage, wie hoch sind die US-amerikanischen Technologieunternehmen bewertet.
00:35:51: Ist das so was Ähnliches?
00:35:52: Wie das zweitausender Fall gewesen ist?
00:35:56: und da muss man durchaus genau hinschauen.
00:35:59: Die Unternehmen heute haben im Gegensatz zu den Internetunternehmen von damals zwei gute Geschäftsmodelle machen irre viel Geld, irre viel Gewinne.
00:36:09: auch also funktionierende Geschäfts modelle Aber sie setzen darauf auch riesige Aktivitäten.
00:36:19: Das, was da jetzt in Amerika investiert wird an Geld – und das macht man sich angesichts der Ölkrise auch nicht klar – ist ein wirksames Gegengewicht zu den bremsenden Effekten der Ölkrise.
00:36:32: Wir haben zwar aus der Ölekrise Verunsicherung, wir müssen die Konatur ein bisschen eindampfen, das ist halt die normale Krise täglich eigentlich so im Kopf herum geht.
00:36:46: Aber auf der anderen Seite müssen wir als Ökonomen gegenrechnen, was dafür riesige Impulse aus der technologischen Revolution die dann nebenbei läuft?
00:36:55: Das läuft ja immer alles gleichzeitig!
00:36:56: Das ist ja auch das komplizierte daran.
00:37:03: Auf der einen Seite die geopolitische Veränderung, der kriegt den Trump jetzt... angezettelt hat und die technologischen Investitionen, die da gestartet worden sind.
00:37:13: Die auch nichts miteinander zu tun haben.
00:37:14: Es ist Zufall dass sie nun beide gleichzeitig passieren, weil es habe ich noch nicht gehört das Trump für sich in Anspruch nehmen DKI erfunden zu haben.
00:37:22: Also kommt noch wahrscheinlich.
00:37:25: Aber das muss man eben dann gegenrechnen.
00:37:27: Und das sind wirklich Aktivitäten, die die amerikanische Konjunktur wirklich ganz stark unterstützen muss man ein Gefühl dafür kriegen, naja also sind diese Aktivitäten, die sie unternehmen machen in der Dimension her passen die zu dem was wir an Geschäftsmodellen haben und das ist die große Aufgabe.
00:37:45: Und das große Thema war es eben die die Aktie-Analysten jetzt schon seit zwei drei Jahren immer mehr machen.
00:37:56: Es gibt Unterschiede zur Internetbubble.
00:37:58: Das ist heute alles durchaus solider aber auf der anderen Seite gibt's auch sehr hohe Bewertungen die meiner Ansicht nach auch noch korrigiert werden müssen.
00:38:07: Also es gibt
00:38:08: immer
00:38:09: viel zu berichten, wir merken das schon.
00:38:11: Das werden wir auch weiterhin tun denke ich im Podcast.
00:38:13: Ich würde für heute sagen wir machen mal so langsam Knopf an die Sache und gehen in diese Fragerunde über.
00:38:19: Die ist natürlich nur exklusiv für alle die heute hier in der Veranstaltung sind weil nur die werden jetzt gleich noch die Möglichkeit haben ein paar Fragen zu stellen die du beantwortest.
00:38:27: Wir machen für heute hier Schluss.
00:38:29: ich bedanke mich für alle die heute hier zugeschaut haben und zugehört haben gleichzeitig, die hier so zahlreiche erschienen sind.
00:38:35: Natürlich auch vielen Dank fürs Zuhören an alle, die uns morgen dann zugehörten oder wann auch immer sie den Podcast hören.
00:38:42: Das ist ja das Schöne.
00:38:43: Den kann man ja auch noch in zwei Wochen mal hören und mal gucken.
00:38:46: wie war es eigentlich vor zwei Wochen?
00:38:47: Was ist seitdem eigentlich alles passiert?
00:38:49: Ja, wir werden das Ganze weiterhin eng begleiten und ich freue mich natürlich auch wenn wir vielleicht den einen oder die anderen hier gewonnen haben.
00:38:55: Die uns dann regelmäßig hören.
00:38:56: also von daher Ulrich vielen Dank für deine Antwort und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören!
00:39:01: Auch an den Geräten zu Hause.
00:39:03: machen Sie es gut und bis bald
00:39:25: Tschüss!