Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

Transkript

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00:00:00: Sechs Wochen sind es nun, die der Krieg im Iran und in der Golfregion bereits andauert.

00:00:04: Und es tut sich etwas!

00:00:06: Es wurde eine Waffenruhe vereinbart und es gibt Zeichen für eine Öffnung der Straße von Hormus.

00:00:11: Der Ölpreis und die Aktienmärkte reagierten entsprechend – der DAX Schoss nach oben, der ÖlPreis entsprechend nach unten.

00:00:18: Inwiefern diese Vereinbarungen nun langfristig Entspannung in den Konflikt bringen können bleibt allerdings abzuwarten….

00:00:24: Die Folgen sind mittlerweile aber auch bei der deutschen Wirtschaft angekommen.

00:00:28: Der Scentix zeigt Untergangsstimmung an und auch andere Indikatoren deuten an, dass es nun endgültig aus sein könnte mit dem Wachstum in diesem Jahr.

00:00:38: Was bringt die aktuelle Situation wirklich an Entspannung?

00:00:41: Wie wird der Ölpreis mittelfristig reagieren?

00:00:44: Und welche Auswirkungen hat das Ganze für die deutsche Wirtschaft?

00:00:47: Wir sprechen darüber in dieser Folge.

00:00:54: Das Finanzmarktgespräch der DK Bank.

00:01:00: Hallo und herzlich willkommen zur einhundert-einundfünfzigsten Folge Micro Trift Makro!

00:01:05: Heute ist Donnerstag, der neunte April zwetausendzechsundzwanzig und bei mir im heute virtuellen Studio sitzt der Chefvolkswirt der DK Bank Dr.

00:01:13: Ulrich Carter.

00:01:13: Guten Morgen Ulrich.

00:01:15: Morgendirg.

00:01:18: Ja wir sitzen heute mal nicht zusammen in der nachösterlichen Woche.

00:01:22: Wir hatten jetzt tatsächlich ja mal ein paar Tage Sonne, schönes Wetter Und auch im Iran Krieg, da tut sich was.

00:01:27: Ein Licht am Horizont sozusagen.

00:01:30: Es wurde eine Vereinbarung getroffen und man kann sich natürlich jetzt fragen ist es der Durchbruch zur Beendigung der Krise die wir hier sehen oder was steckt dahinter wie es denn deine oder eure Einschätzung?

00:01:42: Naja angesichts dessen das wir in der Regierung Trump und auch in dem Konflikt gesehen haben würde ich mal nüchtern bleiben und wir müssen ja sehen dass die Lage doch sehr verfahren ist.

00:01:55: Man kann jedenfalls davon sprechen, dass eine Pause in der Eskalation eingelegt wurde und das es natürlich auch Hoffnung gibt.

00:02:04: Dass es von hier aus jetzt wieder in irgendeine Form von Normalität geht.

00:02:09: Eins zeigt sich, es gibt eben einen enormen Druck auf alle Beteiligten dann doch irgendwann zu deeskalieren und damit eben auch zu verhandeln.

00:02:19: für den Iran ganz klar ich meine die Bedrohung der weiteren Zerstörungen ist schon substanziell bei allen Fanatismus, der dort vorhanden ist.

00:02:28: Ist das schon eine Gefahr?

00:02:30: Außerdem isoliert sich die Iran ja auch immer mehr im Lager der arabischen Nachbarn am Golf.

00:02:34: Da wird der Druck auch größer und für Trump sind es einfach die immensen Kosten, die der Krieg für die Weltwirtschaft als Ganzes mit sich bringt.

00:02:47: Wenn man einfach nur überschlägig rechnet, wenn das Weltwachstum wegen der hohen Öp-Preise jetzt geringer ist, ein halbes Prozentpunkt.

00:02:56: Dann sind das eine halbe Billion Dollar.

00:02:58: Das sind fünfhundert Milliarden US-Dollar Einbußen ganz abgesehen von den strukturellen Schäden.

00:03:04: also dass man keine Krankenhäuser oder anderen Sachen baut sondern halt Waffen nachproduziert Selbst wenn die Weltüberschaft dann auch schon gar nicht schert, das ist ja durchaus der Fall.

00:03:15: Dann sind natürlich auch die Reinkosten in den USA extrem.

00:03:20: Allein die Verbraucher müssen jetzt zwei Milliarden Dollar mehr zahlen wegen der hohen Ölpreise, Benzinpreise im USA.

00:03:27: Ja, da muss man schon sagen und das gibt also schon enorme Anreize zu verhandeln.

00:03:34: Aber wie gesagt die Sache ist sehr verfahren.

00:03:36: Die US Regierung hat sich insbesondere ein was rein manövriert wo man jetzt ganz schnell ganz schwer umkehren kann.

00:03:45: Wie sagt man so schön es wird mit schwierigen Verhandlungen gerechnet würde ich mal sagen.

00:03:48: Das heißt ihr denkt ja immer in Szenarien.

00:03:50: Euer Szenario ist jetzt dass das eher zum Dauerkonflikt wird sowie in Gaza oder im Libanon bei den Hutis im Jemen oder wie muss man sich das vorstellen?

00:03:59: Nein, nein.

00:03:59: Das ist jetzt nicht unser Szenario.

00:04:01: Wir glauben schon dass es eine Nachkriegszeit gibt und auch ökonomischen Nachkrigsregime für diese wichtige Stelle der Weltwirtschaft.

00:04:11: aber wir weisen eben darauf hin, dass es halt keinen geraden und einfachen Weg zu dieser Normalisierung geht Und es geht jetzt weniger um die Waffenruhe Selbst bei diesen Meldungen, die wir erhalten von einzelnen Angriffen jetzt noch.

00:04:24: Das ist nicht unser Thema.

00:04:26: Da heran hat wahrscheinlich gar keine einheitliche militärische Führungsstruktur mehr und da können eben auch ungeplante Aktionen geschehen in solchen Konflikten.

00:04:37: Es geht eben rein um die politischen Verhältnisse.

00:04:40: Trump steht jetzt einfach blamiert dar weil er sich verkalkuliert hat Und der Iran am Ende stärker sein könnte als vor den Angriffen.

00:04:50: Er hat ja dieses Superman-Image und das steht für ihn natürlich auf dem Spiel, und vor allem auch dass er der US-amerikanischen Nation die ja wieder zurückkommen sollte unter die aktiven und mächtigen Spieler auf der Welt.

00:05:03: und das alles vor den Zwischenwahlen so ein paar Monate davor.

00:05:07: Das ist schon ein Problem.

00:05:10: Alle leiden unter den ökonomischen Konsequenzen, das ist ein Großteil der Weltwirtschaft und das ohne dass eben die politische Bedrohung durch den Iran, durch das Regime in Iran jetzt dauerhaft vermindert wäre – das ist schon eine seltsame Bilanz.

00:05:26: Der Supergao wäre jetzt, dass der Iran tatsächlich Keine Ahnung, bei hundert und zwanzig Schiffen pro Tag die da normalerweise durchfahren sind hier alles Öltanker.

00:05:36: Aber die Gebühren, die da angedacht werden, die sind ja enorm dass er also Hundert Millionen US-Dollar einnehmen würde Und die würden vor allen Dingen natürlich von Europa unter Asien zu bezahlen sein weil die Amerikaner eben aus diesen Regionen ja nichts beziehen.

00:05:53: Da kann man auch von US-amerikanischer Seite jetzt nicht einfach sagen, sorry dumm gelaufen.

00:05:57: Da hätten wir vielleicht ein bisschen besser überlegen sollen, wo jetzt die Unterschiede zwischen Iran und Venezuela liegen?

00:06:05: Aber wir haben es wenigstens versucht.

00:06:08: Damit kommt die US-Regierung jetzt auch nicht durch.

00:06:11: Es muss schon auch von der US-Seite her ein großer Sieg her.

00:06:15: Es müssen internationales Transportregime in der Straße von Hormuz da irgendwie... konstruiert werden und das, wie gesagt ist ein langer Weg.

00:06:25: Und die Iraner fühlen sich natürlich in der guten Verhandlungsposition.

00:06:28: Die können sich jetzt präsentieren als ja als angegriffene Argumentieren sogar mit dem Völkerrecht.

00:06:36: Wohl gemerkt im Regime dass man vor ein paar Wochen sich tausende eigenen Bürger niedergemäht hat.

00:06:41: Fühlen sich vielleicht auch sogar zu stark Stellen zu hohe Forderungen.

00:06:46: also Wie gesagt, die Ausgangspositionen sind herausfordernd.

00:06:50: Dann sind auch die Israelis da.

00:06:52: Die werden wahrscheinlich vor allen Dingen auf Zeit spielen.

00:06:55: Das gibt eben weiter Gelegenheit zu Angriffen auf die Hisbollah-Strukturen im Libanon.

00:07:00: Das sind dann auch gleichzeitig immer Angriffe auf die Zivilbevölkerung weil die Fanatiker sich ja immer unter den Bevölkerungen mischen.

00:07:06: also ein hochkomplexes Feld.

00:07:10: Also wir erwarten schon in unserem Hauptszenario dass dieses Puzzle am Ende schon gelöst wird.

00:07:14: irgendwie Der Druck, wie gesagt ist eben groß.

00:07:18: Aber wir erwarten jetzt nicht dass das jetzt in wenigen Zügen gradlinig und ein paar Tagen geschieht.

00:07:23: Dementsprechend muss man ja sagen die Märkte sind auch nicht da wo sie vor dem Krieg waren.

00:07:28: Ja aber die Märkte haben schon sehr euphorisch reagiert.

00:07:31: am gestrigen Mittwoch den achten vierten ist der DAX über fünf Prozent nach oben geschossen der MDAX sogar über sechs prozent nach oben Die Ölpreise fast zwanzig Prozent bergab gegangen.

00:07:42: In den USA war es ein bisschen verhaltener die Situation vielleicht, aber die Erleichterung hat sich doch schon Bahn geschlagen oder?

00:07:50: Ja du hast recht.

00:07:51: Das ist so richtig, aber heute geht's beispielsweise auch schon wieder in die Gegenrichtung.

00:07:54: Es waren ein bisschen übertrieben.

00:07:56: diese Euphorien da was wir wahrnehmen an den Finanzmärkten Diese schwierige politische Lage wird schon in der Stimmung Wiedergespiegelt.

00:08:07: Du sagst dass das gab starke Reaktionen.

00:08:10: Zehn Prozent beim Öl, Aktien sind fünf Prozent drauf in Europa.

00:08:15: Renditen sind deutlich runter aber die Nervosität am Markt bleibt, die ist weit

00:08:19: entfernt.".

00:08:21: Aber der Kern bleibt doch der Ölmarkt eigentlich?

00:08:23: Also das ist ja eigentlich der Kern um den sich alles hier dreht.

00:08:26: und wenn wir da jetzt vielleicht mal ein bisschen konkreter werden wie stellt ihr euch denn die weitere Entwicklung bei den Ölpreisen vor?

00:08:31: Alles auf Anfang so leicht wird es ja wahrscheinlich nicht gehen.

00:08:35: Also wir haben in dem ganzen Konflikt zumindest nach der ersten Woche, wo ja ganze Markter umdenken musste.

00:08:41: Wir haben nur mit einem Hauptszenario und einem Risikoszenario gearbeitet Das Positiv-Szenar, das kann man mal vergessen, dass es so wird wie vorher.

00:08:50: Das ist unwahrscheinlich geworden.

00:08:54: In unserem Hauptsenaio gehen wir also weiterhin von einem zeitlichen Regional begrenzten Konflikte aus.

00:09:01: Das war immer die Grundthese Aber mittlerweile eben einem Konflikt, der halt Spuren hinterlässt.

00:09:08: In der Makroökonomie des Jahres, das wird also noch anhalten.

00:09:14: Da ist also zuerst mal ein höherer Öp-Preis für den Rest des Jahres.

00:09:19: Höher als vor dem Krieg.

00:09:21: Wir gehen für die kommenden Monate immer noch von Öp preisen in der Nähe von neunzig US Dollar aus.

00:09:28: Dann erst in der zweiten Jahreshälfte würden wir erwarten, dass sich so langsam stabile politische oder zumindest ökonomische Rahmenbedingungen in einem Nachkriegsverhältnis herausbilden.

00:09:40: und dann der Preis.

00:09:41: Und die Översorgung ist sich langsam normalisiert und wieder unter den Neunzig US-Dollar sinkt.

00:09:47: Die Ölwirtschaft wird sich erholen aber das wird dauern.

00:09:50: und dann wollen wir schauen auf dem nächsten Jahr dann wieder auf diese Siebzig US Dollar.

00:09:55: Wir waren ja in einer Situation der Überversorgung des Weltmarktes.

00:10:00: Das hängt jetzt aber wirklich von dem Nachkriegsregime ab, ob wir da wieder hinkommen.

00:10:06: Wir halten die US-Sollern im kommenden Jahr dann aber eben wie gesagt erst im kommende Jahr.

00:10:12: und dann darf man nicht vergessen... Die Musik spielt beim Erdgas hier gerade für Europa!

00:10:18: Da sind im persischen Golf Produktionskapazitäten in Katar stärker in Mitleidenschaft gezogen worden.

00:10:23: Die müssen erst wieder rekonstruiert werden, also das Thema Gaspreis wenn nicht sogar Gasknappheit.

00:10:30: Das könnte in diesem Jahr noch häufiger auftauchen.

00:10:33: und eben wir gerade in Deutschland hier müssen die Speiche aufgefüllt werden

00:10:36: Zumal man ja sagen muss dass wir beim Erdöl oder beim Öl generell Produktionsprobleme haben derzeit, sondern eigentlich nur ein Lieferproblem.

00:10:44: Beim Gas sieht das jetzt ja dann anscheinend bisschen anders aus.

00:10:47: Das heißt beim Öl wenn angenommen die Straße wird wieder aufgemacht unter welchen Bedingungen auch immer, dann kommen die Tanker auch wieder an und die Ölproduktion läuft einfach ganz normal weiter.

00:10:58: da sind ja keine Produktionskapazitäten in der Mitteilenschaft gezogen worden.

00:11:02: aber das bringt mich nochmal zu einem ganz anderen Thema und das treibt ja den Menschen wirklich um nämlich das Benzin.

00:11:08: Dieser ganze Konflikt wird ja bei uns an der Zapfsäule ausgetragen, mehr oder weniger.

00:11:13: Das ist wie ein Seismograph für die aktuelle Entwicklung der Zeit.

00:11:17: Die Bundesregierung hat da jetzt auch einen Modell eingeführt und man kennt das aus Österreich.

00:11:21: beispielsweise glaube ich dass der Spritpreis vor hohen Schwankungen geschützt werden.

00:11:26: soll es so eine Kalkulierbarkeit geben.

00:11:28: Man hat sich überlegt, es darf noch eine Preisanpassung geben nämlich einmal um zwölf Uhr darf der Preis nach oben angepasst werden und ansonsten nur noch nach unten.

00:11:37: Klingt erst mal nach einem ganz guten Plan, ist aber irgendwie in Kombination vielleicht auch mit den Osterferien die Stadt gefunden haben parallel irgendwie ganz schön in die Hose gegangen.

00:11:47: Weil alle haben das Gefühl naja seitdem ist der Preis eigentlich nur noch teurer geworden und geht gar nicht mehr runter weil die Ölkonzerne oder die Mineralöl Konzerne eben sagen na ja ich weiß ja nicht was passiert.

00:11:58: also erhöhe ich mal dem Preis erst kräftig es hängen kann ich ihn immer noch machen sie dann aber nicht und es geht dann wieder hoch.

00:12:04: so ist zumindest dass was in der Bevölkerung jetzt ankommt wie sich's anfühlt.

00:12:08: Ist es denn tatsächlich nicht vorhersehbar gewesen, dass das genau so passiert?

00:12:13: Weil meine Einschätzung wäre gewesen, die wären erst mal jedes Mal um zwölf Uhr einfach erhöhen.

00:12:18: Ja, das ist eine politische Lachnummer.

00:12:20: also zumal die Politik ja gar nicht erklärt hat Wie soll der Mechanismus was soll überhaupt erreicht werden damit am Ende war es ja anscheinend ausschließlich so die Tat Die Zielsetzung der Konsument und die Autofahrerin eine größere Sicherheit hat.

00:12:38: Und nicht beim Weg auf zur nächsten Tankstelle von der nächsten Erhöhung, die im fünf Minuten Tag stattfinden überrascht werden.

00:12:47: aber das hat natürlich überhaupt nicht die Möglichkeit in irgendeiner Weise diese Preisentwicklungen einzudämmen.

00:12:55: also da hat sich die Politik Bärendienst jetzt ein typisches Aktionismus Thema.

00:13:00: wir müssen jetzt was machen.

00:13:01: uns fällt nichts ein.

00:13:03: Von all diesen Maßnahmen, die da vorgeschlagen wird haben wir Gott sei Dank einige nicht gemacht.

00:13:08: Also ich halte von direkten Preiseingriffen beim Benzin überhaupt nichts also so Tankdeckelsteuerreduzierung und so weiter.

00:13:16: das verschleiert eben den Mechanismus der notwendig ist um in einer solchen Lage von potenzieller Benzingknappheit irgendwas zu tun nämlich die Nachfrage einzudämmen.

00:13:28: Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir uns aus diesen Verhältnissen rauskaufen können.

00:13:32: Das geht eben nicht und deswegen ist es gut, dass es dazu nicht gekommen ist.

00:13:38: Temporäristempolämme finde ich durchaus in Ordnung.

00:13:41: Ist man an sich nachher aber schwer zu kontrollieren?

00:13:44: Und die Frage ist ja auch, ob sich das nicht generell von selbst machen.

00:13:48: Also ich hatte es auch länger auf der Autobahn unterwegs im Rahmen der Osterferien und hatte das Gefühl, es waren deutlich mehr Menschen langsam unterwegs.

00:13:58: also in dem Fall der Markt regelt dass tatsächlich in dem sofern weil die Leute einfach Sprit sparen wollen und langsam fahren?

00:14:04: In

00:14:04: der Tat!

00:14:04: Ich war auch Ostern unterwegs mir selber die Aufgabe gestellt wirklich günstig wie möglich zu fahren und dann hatte ich Angst, dass sich ein Verkehrshindernis mit hundert Sachen auf der rechten Spur darstellen würde.

00:14:19: Aber es war überhaupt nicht so weil alle haben sich so verhalten.

00:14:23: Fand ich echt beeindruckend!

00:14:24: Ich weiß nicht ob das was damit zu tun hat aber insofern ist die Frage, ob man noch mit Zwang nacharbeiten müsste.

00:14:31: Pendlerpauschale ist eine vernünftige Veranstaltung da heranzugehen.

00:14:36: Da sagen jetzt Politiker, das hat mit der Lebensrealität der Menschen nichts zu tun.

00:14:40: aber genau dass es die Aufgabe der Politik zu erklären was sinnvoll und nicht sinnvoll ist und nicht eben die Instinkte der Kommunikation in der Öffentlichkeit oder auch der Konsumenten einfach nur zu entsprechen.

00:14:56: Da hat eben die Politik wie gesagt eine Aufgabe.

00:14:59: Und bei der Pendena Bauschal ist halt der Vorteil, dass man die individuellen Verhältnisse der Einzelnen noch am besten geht.

00:15:06: Auch nicht perfekt, wenn man noch am Besten abgreifen kann und das ja sinnvoll.

00:15:10: Man soll ja diejenigen dann, wenn entlasten, diejenigen, die es haben nötigsten haben.

00:15:17: Insofern geht das in die richtige Richtung.

00:15:19: mal sehen was da überhaupt noch gebraucht wird.

00:15:22: Ich kann mich übrigens auch durchaus für so eine Sonderstelle bei den Mineralölkonzernen erwärmen, obwohl das natürlich auch eine heikle Veranstaltung ist.

00:15:33: aber es ist durchaus so dass die Anbieter eindeutig profitieren von der Lage.

00:15:39: ich meine braucht sich nur die Börsenbewertung anzuschauen und dann zu argumentieren dass diese hohen Gewinne jetzt in dieser Phase daraus kommen Dass sie jetzt die Belohnung dafür sind, dass die Ölfirmen Benzin auch in schwierigen Zeiten anbieten.

00:15:54: Also mich überzeugt das nicht.

00:15:56: Muss man natürlich eben vorsichtig rangehen um da nicht übers Ziel hinaus zu schießen.

00:16:03: Gut, das ist der ganze Komplex dieser Benzinpreistematik.

00:16:08: Wir hoffen ja eben, dass sich das auch entschärft.

00:16:10: dann über die Zeit.

00:16:11: aber wie gesagt Das wird jetzt nicht von heute auf morgen gehen.

00:16:14: Wichtiger als die reinen Ölpreise sind aber natürlich dann eben die weiteren Auswirkungen des Iran Kriegs und ich denke, das wird schon das weitere Thema.

00:16:23: Das wird immer wieder durchblitzen durch die wirtschaftliche Debatte in diesem Jahr selbst wenn der Iran-Krieg jetzt auch zügig zum Eindeck kommen weil die Folgen sind schon ein bisschen stärker und ein bisschen länger zu spüren als man das sonst so bei ähnlichen Konflikten am persischen Golf bisher gehabt hat.

00:16:42: Dann lass uns doch nochmal schauen, was dabei so überschlägig auf Basis der heutigen Informationen rauskommt an Auswirkungen.

00:16:49: Lass uns dabei aber auch vor allem mal nach Deutschland schauen denn da sollte es ja dieses Jahr mal Wachstum tatsächlich geben weil er zumindest prognostiziert von allen Wirtschaftsforschenden.

00:17:00: Der Scentix allerdings, das ist ein Stimmungsindikator der so ein bisschen abbildet auch wie ist die Börsenstimmung?

00:17:07: Wie ist so die Wirtschaftsstimmung im Land.

00:17:09: Der zeigt irgendwie nach Land unter also da sieht es gar nicht gut aus.

00:17:13: Die Stimmung ist am Boden, die Aussichten sind mau und das erhoffte Wachstum für zwei tausend sechsten zwanzig wird eigentlich jetzt durch die Energiepreise aufgefressen.

00:17:22: Und man kann eigentlich sagen wir reden eigentlich fast schon wieder von der Grünen Null im Moment.

00:17:26: oder

00:17:27: Ja gut zentics ist volatil ist sehr volatile.

00:17:30: zentix ist ein indikator der vom finanzmarkt teilnehmern gebildet wird und Da sind die ausschläge schon so ähnlich wie einen finanzmärkten selber.

00:17:40: Und das es in diesen zeit natürlich extrem.

00:17:43: was in deutschland gerade passiert ist Sehr, ja wir sagen kurios oder zumindest ungewöhnlich und auch vor allen Dingen nicht klar und transparent.

00:17:57: Ich würde sagen, Deutschland ist wirklich ein Sonderfall was die ökonomische Entwicklung angeht gegenüber anderen Volkswirtschaften.

00:18:04: Also das Thema ist wir haben ja auch schon ohne Iran Krieg einen extremen Strukturwandel in Deutschland über die ganzen Entwicklungen der letzten Jahre Die Stellung der Industrie, die hohen Energiepreise, die sonstigen politischen Themen in Deutschland Die machen die Lage wirklich besonders.

00:18:28: Jetzt ist richtig, jetzt hatte man damit gerechnet dass nach dieser dreijährigen Pause endlich soweit die Dinge sich eingeruckelt haben das wieder wachstum kommt zumindest auch mit den fiskalischen Impulse mit dem Geld was vom Start kommt selbst wenn auch diese Debatte ja in der Öffentlichkeit ein Nullnummer gewesen ist, weil die Thematik ja diejenige war dass das ganze Geld in die Sozialhaushalte geflossen ist.

00:18:51: Also selbst bei diesen eigentlich positiven Wachstumstreibern ist auch schon wieder Sand im Getriebe.

00:18:57: da sieht man eben wie seltsam die Situation hier in Deutschland ist.

00:19:01: und jetzt kommt dazu eine Indikatorenlage d.h.

00:19:06: also die Wirtschaftsdaten die auch zunehmend schwieriger einzuschätzen sind.

00:19:11: Also wir haben begonnen mit schwächen Daten am Anfang des Jahres, ohne Iran Krieg schon.

00:19:16: Die ersten Zahlen aus dem Januar waren gottenschlecht auf das Eingänge Export Themen Produktion und auf einmal jetzt die allernäuesten Zahlen.

00:19:26: Wir haben heute Industrieproduktion gekriegt.

00:19:28: Die neusten Zahlen sieht nicht mehr so schlimm aus weil wer heftigste Statistische Revisionen haben.

00:19:34: Anscheinend gibt es Erfassungsprobleme bei diesem ganzen Chaos, was in den deutschen Wirtschaftsstrukturen gerade los ist und deswegen sieht die Startbasis der Konjunktur in Deutschland zumindest vom Irankrieg gar nicht mehr so schlimm aus.

00:19:49: Wir haben jetzt also wieder ein Wachstumspegel für das erste Quartal nachdem es danach aussah als wäre dem ersten Quartall dass wir dann in Nullnummer werden.

00:19:58: hier Also da müssen wir schauen, wie sich das weiterentwickelt.

00:20:01: Aber generell kann man schlichtweg einfach sagen die Vorhersagen für alle Wirtschaften, für Amerika, für Europa und für Asien mussten etwas abgehobelt werden, die Konjunkturvorhersage allerdings jetzt.

00:20:16: wenn es sich tatsächlich von hier aus in dem Konflikt wieder zur Normalität bewegt dann sind die schlimmsten Befürchtungen auch nicht mehr in den Zahlen drin.

00:20:27: Man hatte geglaubt des Wachstums in Deutschland, was ja bei einem Prozent gesehen wurde.

00:20:32: Würde dann so Richtung Null Komma Fünf oder Null Kommer vier gehen.

00:20:35: die Wirtschaftsforschungsinstitute hatten das auch schon veröffentlicht.

00:20:41: jetzt wenn man sagt wir kommen dann doch auf dem Wirkding der Normalisierung werden dann diese Schleifspuren nicht mehr so stark sein.

00:20:51: Wir werden beispielsweise jetzt für die Deutschland Prognose runtergehen im Bereich von Null Komma sieben Prozent bis null Komma acht Prozent statt gut ein Prozent.

00:21:01: Das ist weniger als erwartet, aber eben auch keine keinen Zusammenbruch und ähnliches.

00:21:06: Auch für die Vereinigten Staaten.

00:21:08: ja da ist es nicht so sehr der Benzin preis der durchschlägt sondern Da sind auch andere Daten die sich verschlechtert haben.

00:21:14: also hier auch das immer von zwei Komma fünf Prozent wachstum jetzt runter auf.

00:21:21: Im schlimmsten Fall hätten wir sogar Zwei oder sogar unter zwei revidiert, aber das muss jetzt eben auch nicht mehr sein.

00:21:27: Also es gibt Schleifspuren im Wachstum.

00:21:30: dann müssen wir sehen ob die richtig eingeschätzt werden.

00:21:32: jetzt und natürlich klar ist ja selbstverständlich eben Anstiege der Inflation.

00:21:38: hier geht's Richtung drei Prozent.

00:21:40: Das ist eben schon in den Zahlen jetzt angelegt.

00:21:42: Drei Prozent in Deutschland in Europa in USA sogar Richtung vier Prozent.

00:21:48: Die sind ein Prozent höher als wir und auch da muss geschaut werden, ob sich daraus noch mehr entwickelt.

00:21:55: Und dann sind wir bei den Notenbanken... Die EZB hat schon gesagt dass sie selbst einen Ölpreisschock der ja vorübergehen wäre nicht einfach so durchwinken täte sondern die Zinsen schon geneigt sei wäre anzuheben.

00:22:12: das hat der Markt sehr deutlich eingepreist in der Spitze mit vier Zinssteigerungen in diesem Jahr Gegenwärtig sind es noch knapp drei, also da ist auch die Erwartung nach den letzten Geschehnissen zurückgekommen.

00:22:26: Wir glauben auch das ist ein bisschen übertrieben.

00:22:29: aber ich glaube auch schon dass die EZB was tun wird.

00:22:34: wir können uns vorstellen dass es so einen Versicherungsschritt nach oben gibt aber eben nur einen setzt aber voraus dass dann die Inflationswahnsignale von jetzt ab blasser werden.

00:22:46: Das sind eben die Themen, die uns im laufenden Jahr beschäftigen werden.

00:22:50: Wir werden jede Zahl danach abklopfen.

00:22:53: und kommt hier noch was Schlimmeres nach?

00:22:56: oder normalisiert sich das Geschehen wirklich?

00:23:01: Also ich würde sagen wenn man das mal so im Gesamtzusammenhang sieht es sind immer noch eher Beulen und Kratzer Statt eines Totalschadens in der Weltwirtschaft, das ist zur Zeit stand der Dinge.

00:23:21: Das ist vielleicht auch nochmal auf den Aktienmarkt schauen.

00:23:24: wie sieht denn eure aktuelle Einschätzung da aus?

00:23:27: Ist da jetzt erstmal alles im Eimer oder gibt es Hoffnung?

00:23:31: ich meine der gestrige Tag hat zumindest etwas Hoffnungen gebracht.

00:23:33: ja immerhin

00:23:34: Naja.

00:23:35: Ich glaube, wir beide müssen wenn man uns die ganzen Meldungen, die wir täglich lesen und einwerten dann durchaus auch zugestehen dass die Märkte eigentlich relativ stabil geblieben sind.

00:23:46: Also die US-Märkte haben ja kaum geschwankt.

00:23:49: Klar Europa und Asien waren stärker betroffen mit zehn, fünfzehn Prozent Rückgang aber von hohen Niveaus vor dem Iran Krieg Europa und Asien sind ja auch ökonomisch von der Energieabhängigkeit stärker betroffen, also insofern entspricht sich das schon.

00:24:07: Hier in Deutschland muss man vor allen Dingen glaube ich erstmal eins hervorheben die Anlegerinnen und Anlegers sind sehr besonnen sind sehr besonnen auch in dieser Phase.

00:24:16: Es gibt also wie an den Märkten generell nichts von Panik, natürlich steht da auch das Vertrauen dahinter dass man eben aufgrund dieses riesigen Drucks auf die Beteiligten davon ausgingen dass es eben zu Verhandlungen und zu Lösungen kommt.

00:24:29: aber man hat eben auch die Angst die Ängste die immer und Unsicherheiten die da immer mit verbunden sind hat man nicht durchwirken lassen in dem Sinne dass es zu Panikverkäufen gekommen ist.

00:24:41: Und aus Sicht der privaten Anleger, ist das auch genau richtig.

00:24:46: Der einzige Weg wie man solche Situationen eigentlich beschreiten kann die eingeschlagene eigene Vermögensstrategie beizubehalten.

00:24:55: mit Geopolitik kann man kein Geld verdienen.

00:24:58: wir sehen es ja jeden Tag welche Überraschungen in diesen Entscheidungen und in den Ereignissen geschehen, die kein Mensch voraussagen kann.

00:25:09: und zu glauben dass man damit billig einkaufen und teuer dann noch verkaufen kann ist eine Illusion.

00:25:15: Und ich finde es ein gutes Zeichen das sich also die Anlegerinnen und Anlegers wirklich da auch nicht ins Boxhorn haben jagen lassen.

00:25:25: Also alle diejenigen die sie dabei auch beraten und sagen in solchen Zeiten muss man tatsächlich dieses alte Wort von Ruhe bewahren haben da auch einen guten Job gemacht, es war eben richtig.

00:25:37: Wir haben jetzt die Kursstil ein bisschen runtergenommen.

00:25:39: wir waren ja bei siebenundzwanzigtausend im DAX für das nächste Jahr aber wie gesagt sind durchaus konstruktiv, wir sind noch auf sechsenzwanzigtausend, das ist eine geringere Steigerung.

00:25:51: aber man sieht eben auch schon dass wir Bewertungsniveaus Und auch Kursverläufe jetzt nicht vor dem Zusammenbrechen sehen.

00:26:01: Im Gegenteil, die Gewinnentwicklung ist ja trotzdem bei den Unternehmen bemerkenswert, weiterhin bemerkswert.

00:26:08: gut also wie gesagt auch hier eher boilen und kratzer als total schaden

00:26:14: Zumal ja auch Unternehmensgewinne bisher noch relativ gut aussehen.

00:26:22: Was bedeutet das?

00:26:23: Wir müssen versuchen die Gewinne aus den nächsten Quartalen abzugreifen und Aber auch da sehen wir jetzt nicht zwingend Gründe dafür, dass wir da zusammenbrechen.

00:26:35: Denn die Weltwirtschaft hat immer noch einen Wachstumszahl trotz aller Abschleifungen im Bereich von drei Prozent.

00:26:43: Jetzt leicht runter aber vorher waren wir eben drüber.

00:26:48: Aber das sind eben doch immer große Zahlen, die da herauskommen Und bestätigt wird es auch durch die eigenen Einschätzungen der Unternehmen selber.

00:26:57: Die Berichts-Saison hat gerade ja wieder begonnen und bisher sozusagen Unternehmen, das ist soweit schwierig herausfordernd aber managebar.

00:27:08: Aber klar!

00:27:09: Auch da werden wir genau hinhören was eben die Unternehmen uns in den kommenden Wochen erzählen kann.

00:27:13: Genau und das werden wir natürlich tun hier im Podcast.

00:27:15: Ulrich vielen Dank erst mal für die Einschätzung zu dieser doch sehr fragilen und komplexen Lage aktuell.

00:27:22: Ich glaube, das ist für euch auch nicht ganz leicht, dass immer dann wieder aufzugreifen jede Meldung zu bewerten.

00:27:27: Ist es jetzt relevant?

00:27:28: Für uns müssen wir irgendwas anpassen, müssen wir was ändern.

00:27:31: Es ist ja immer so ein Abwägen eigentlich der einzelnen Einflussfaktoren die ihr da worden seid.

00:27:36: Das sind intensive Zeitmögliche mal sein.

00:27:38: Ja,

00:27:39: ist schon tatsächlich nicht ganz einfach zumal wenn's dann auch solche erratischen Reaktionen seitens der US-Regierung gibt, die dann vielleicht auch nicht immer ganz hilfreichs sind.

00:27:49: Ich würde sagen, wir machen für heute hierzu alles weitere dann in der nächsten Folge.

00:27:53: Ich bin gespannt was wir zu besprechen haben und ich hoffe mal dass die Zeichen dann weiterhin auf Entspannung stehen in diesem Konflikt.

00:28:01: wenn Sie liebe Zuhörerinnen und Zuhöre Fragen haben an uns beziehungsweise an Ulrich natürlich Dann schreiben sie uns gerne an podcastatdk.de.

00:28:11: Wir nehmen Ihre Fragen gerne auf auch gerade zur aktuellen Situation.

00:28:14: Wenn sie da etwas umtreibt Dann können wir das gerne integrieren.

00:28:18: Das war's von uns für heute, machen Sie es gut und bis bald!

00:28:38: Tschüss!