00:00:00: Die Entwicklungen an den Börsen nach dem Angriff der USA und Israel auf den Iran waren deutlich, aber nicht sehr deutlich.
00:00:07: Vor allem waren sie eins regional sehr unterschiedlich.
00:00:10: Während der Dachs eine sehr deutliche Reaktion am Montag und Dienstag zeigte blieben die US-amerikanischen Börse erheblich gelassener.
00:00:17: Und in Deutschland hieß es mal wieder dass der Krieg nun an der Zapfsäule angekommen sei – die Benzinpreise stiegen auf lange nicht gesehene Höchststände.
00:00:26: Schuld daran?
00:00:27: ist der stark gestiegene Ölpreis.
00:00:30: Wieso gab es so starke Unterschiede bei der Reaktion an den Börsen, wie wird sich der Öl-Preis weiterentwickeln und welche Szenarien sind am wahrscheinlichsten?
00:00:39: Wir sprechen darüber in dieser Folge.
00:00:52: Hallo und herzlich willkommen zur onehundertzwierzigsten Folge.
00:00:55: Mikro trifft Makro.
00:00:56: Heute ist Freitag, der sechste März, zweitausendzechsundzwanzig.
00:01:00: Und mir zugeschaltet ist der Chefvolkswett der Dekabank Dr.
00:01:03: Ulrich Carter.
00:01:04: Hallo Ulrich!
00:01:05: Grüß dich.
00:01:06: Hallo Dirk so schnell sieht man sich wieder
00:01:08: Ja, oder hört sich wieder.
00:01:09: In dem Fall wir sehen uns auch tatsächlich obwohl wir nicht im selben Raum sitzen.
00:01:13: Wir machen nochmal ein kurzes Update zur aktuellen Situation an den Märkten.
00:01:18: kurz vor dem Wochenende haben wir gedacht ist das vielleicht noch mal ganz gut nochmal drauf zu schauen nachdem sich da vielleicht auch ein bisschen was sortiert hat.
00:01:25: erstmal die Reaktion die war schon deutlich am Montag und am Dienstag aber eben nicht sehr deutlich.
00:01:31: Und vor allem ist mir eins aufgefallen Ulrich, wir haben sehr regionale Unterschiede gehabt.
00:01:36: Also während in Deutschland und ich glaube auch in Asien sehr deutliche Reaktionen an den Börsen waren war es in den USA ja ein bisschen ruhiger eigentlich
00:01:43: Ja.
00:01:44: also ich glaube grundsätzlich muss man nach dieser ersten Kriegswoche festhalten An den Kapitalmärkten ist Stand heute so viel nicht passiert.
00:02:00: Man sieht es selbstverständlich und das ist richtig, DAX minus fünf Prozent im Japan minus zehn in Korea sogar minus zwanzig Prozent USA dagegen kaum verändert und einschließlich des US Dollars der ja aufgewertet hat gegenüberm Euro als aus Euro sich sogar ein leichter zuwachst zumindest zeitweise.
00:02:25: Die unterschiedlichen Reaktionen liegen natürlich einmal an der Nähe zum Konflikt.
00:02:32: Sowohl biografisch, aber auch von der ökonomischen Distanz natürlich Europa über die Erdölabhängigkeit natürlich sehr vulnerable.
00:02:43: das gilt auch für Asien.
00:02:46: es kommt noch eine weitere Komponente dazu zu diesen unterschiedlichen reaktionen.
00:02:52: Gerade in Asien, Japan und Korea sind die Kurszuwächse in den letzten Quartalen so schnell und so stark gewesen.
00:03:00: Da war auch einiges aufzuholen, dass hier teilweise einfach eine Korrektur von bisherigen Kursentwicklungen drin ist.
00:03:10: aber auch die anderen Marktsegmente.
00:03:12: also nehmen wir die Zinsmärkte da wird ein bisschen mehr Inflation eingepreist.
00:03:17: dabei ist alles nicht gravierend Und damit bleibt eben der Ölpreis das Markanteste, was an den Märkten geschehen ist, die stärkste Anstiege.
00:03:28: Aber trotzdem bleibt das Bild, dass die Märkte zwar intensiv beobachten aber keine gravierenden Risikenszenarien als wahrscheinlich ansehen.
00:03:39: und die große Frage ist nur ob es so bleibt denn der Konflikt dauert an.
00:03:45: Diejenigen, die gehofft haben nach einer Woche fest vorbei Die sind jetzt hier am Freitag dann schon enttäuscht, ob dir einige Anzeichen dafür.
00:03:55: Das ist eben nicht in ganz kurzer Zukunft in einigen Tagen alles schon wieder klar ist.
00:04:02: Genau man kann aber schon sagen die Lage hat sich ein bisschen beruhigt Aber irgendwie ist es noch gefühlt angespannt vorsichtig bei den Marktteilnehmern.
00:04:11: Also alle sind noch sehr darauf bedacht, was passiert als nächstes und beobachten die Lage sehr genau, sehr kleinteilig.
00:04:18: das heißt also es kann auch jederzeit nochmal einen stärkeren Ausschlag geben.
00:04:22: Ja, ich meine man muss auch mal sehen.
00:04:23: Es sind dann auch beispielsweise die technischen Funktionsweisen der Märkte, die natürlich auch eine Rolle spielen, wie sich die Kurse konkret erinnern.
00:04:31: also wir sehen im DAX jetzt beispielsweise kurzzeitig auf die zweiter Tage Linie aufgeprallt und auch kurzzeitig drunter gewesen aber dann eben wieder abgepralltt.
00:04:40: das gehört natürlich auch zu den tatsächlichen Marktkursen dazu.
00:04:45: ja wie gesagt es ist die Frage Wie der Konflikt weiter verläuft Und ob dieser Zustand der Marktreaktion dieses Moderate bleibt oder ob wir eben weitere Schwankungen und auch nochmal Schwankung nach unten sehen.
00:05:03: Ja, vor allem der Ölpreis.
00:05:04: Der stand ja im Mittelpunkt.
00:05:05: Du hast eben schon gesagt er ist stark nach oben gestiegen.
00:05:08: wie sieht es denn da aus?
00:05:09: hat sich da die Lage denn auch etwas beruhigt oder ist da auch noch Potenzial nach oben weiter?
00:05:14: Also auch da gilt erstmal was jetzt ich gerade auch festgestellt habe Marktreaktion eigentlich noch moderat Denn die unmittelbaren Prognosen waren ja Sperrung von Transport wegen Straße von Hormuz.
00:05:30: Dann ist der Ölmarkt bei einhundert Dollar pro Fass und auch schnell darüber, das ist dann gravierend.
00:05:39: Das ist nicht der Fall.
00:05:40: Der Markt, der Öp-Preis klettert eher so vom Tag zu Tag leicht nach... oben.
00:05:49: Das ist jetzt in der Mitte der Achtziger, wir haben noch ein bisschen Luft bis hundert.
00:05:53: aber die Lage ist ja so dass tatsächlich die Transportkapazität nicht nur eingeschränkt ist sondern zum Erliegen gekommen ist und da kann man durchaus erwarten das das noch weiter geht.
00:06:08: Die Ölmärkte preisen das dann relativ zügig auch ein.
00:06:12: Das sind ja alles die Finanzteile der Roel Märkte, es ist ja jetzt nicht so dass es physische Knappheiten gibt.
00:06:20: aber man macht sich dann eben Gedanken über die unmittelbaren Wochen in der Zukunft und die Preise die man dort erwartet.
00:06:28: werden wir heute schon in die Preisgestaltung aufgenommen?
00:06:33: Dann haben wir die Meldungen, dass die Transportunternehmen natürlich deutlich höhere Versicherungskosten aufrufen.
00:06:42: Die Risiken, die Straßen zu passieren sind generell auch physisch zu hoch.
00:06:47: Die Räder berichten dann auch von steigenden Transportpreisen aufgrund von steigenen Spritpreisen für die Schiffe.
00:06:56: also das sind alles Auswirkungen, die eben bereits jetzt schon laufen.
00:07:01: Der gestiegene Ölpreis hat sich ja unter anderem auch an der Zapfsäule niedergeschlagen, da liest man immer ganz gerne in den Medien.
00:07:07: Der Krieg ist jetzt in Deutschland an der Zapfsäule angekommen.
00:07:10: was ich mich dabei immer frage ist, dass Benzin das heute in meiner Tankstelle unterirdisch lagert?
00:07:17: Das ist ja gar nicht eingekauft worden jetzt gerade sondern das ist ja schon ewig darin, das ist sehr viel billiger eingekauft worden
00:07:23: d.h.,
00:07:23: die Preise müssten eigentlich gar nicht steigen Sondern wir müssten ja erst steigen, wenn das teurere Benzin quasi bei mir ankommt an der Zapfsäule.
00:07:32: Aber trotzdem steigt der Preis sofort!
00:07:34: Ist es so ein Vorwegnemen?
00:07:38: Also da muss man im Hinterkopf haben dass der Benzinmarkt in Deutschland und Europa generell schon sehr lange einen Städterstein des Anstoßes ist.
00:07:51: Wir haben zwar unterschiedliche Gesellschaften die sich zum niedrigsten Preis hinkonkurrieren sollten.
00:07:57: Also wir haben zwar offiziell Wettbewerb, aber die Frage wie viel dieser Wett Bewerb ist, die beschäftigt ja schon sehr lange die Kartellbehörden.
00:08:08: Das ist eine fast nunente Geschichte und es scheint jetzt auch so zu sein dass die Gesellschaften hier ein bisschen mehr reingepackt haben in die Preiserhöhungen als eben den Ölpreis.
00:08:17: Trotzdem, ich meine ob das jetzt ein oder zwei Wochen vorher oder später ist aus der gesamtwirtschaftlichen Perspektive macht es dann nicht so einen großen Unterschied.
00:08:28: Ob in den Wirkungen der Mechanismus bleibt steigt der Ölpreis an Steigen eben mit dem Benzinkosten und den Heizölkosten die unmittelbar ersten Produkte, die der Verbraucher merkt.
00:08:42: Und dann gibt es natürlich über Energie generell und weitere Übertragungswege.
00:08:50: Jetzt ist es natürlich reflexartig hier in Deutschland, gleich wieder mit dem Tankrabatt zu wählen.
00:08:54: Ich halte das für falsch.
00:08:58: Wir sollten uns mal abgewöhnen zu glauben, dass uns der Staat eben vor allen Problemen dieser Welt und allen Unanjämlichkeiten schützen kann.
00:09:05: Wir haben es halt im Krieg zu tun den die auch die Bundesregierung Grunde genommen unterstützt und da müssen eben auch die Konsequenzen getragen werden.
00:09:15: Und wenn man regulierend in einen Benzinpreis eingreifen will dann erstens zu einem viel späteren Stadium Das verbietet sich eigentlich jetzt hier, wo eben sehr wenig noch zu sehen ist.
00:09:33: Und dann vor allen Dingen auch um Abwärts-Tendenzen für die gesamte Konjunktur zu mindern.
00:09:42: das wäre so der Hintergrund aber da sind wir noch bei weitem
00:09:47: nicht.
00:09:48: Wie geht es denn grundsätzlich jetzt weiter?
00:09:51: Könnte nicht andere Länder aus der OPEC beispielsweise sagen, wir fördern einfach mehr und damit sinkt der Benzinpreis auch wieder.
00:09:58: Die greifen quasi da ein.
00:10:00: oder hängt sie wirklich am Transportweg los schlussendlich?
00:10:03: Nicht zwanzig Prozent der Kapazitäten ist nicht ausgleichbar zum Teil der Opec-Länderjahnung genau um Golf sitzen und damit ja betroffen sind, andere Länder können das kaum auffangen.
00:10:20: Die ganze OPEC selber hat zwar Überkapazitäten, die können auch hochgefahren werden aber wie gesagt es geht ja auch in den Transport und da bringt's nichts wenn die Golfstaaten jetzt noch mehr Produkte im Gegenteil.
00:10:31: Die werden jetzt natürlich weil sie länger voll sind.
00:10:33: In der nächsten Woche dann mit dem Meldung rauskommen dass also neben Qatar auch andere Länder die Produktion drosseln müssen und das zeigt eben dass die physische Aufstellung Erdölförderung auf der Welt eben nicht in der Lage ist, diesen zentralen Versorgungsweg hier einfach zu ersetzen.
00:10:50: Selbst das russische Öl ist dazu nicht erlage, aber die Russen freuen sich natürlich jetzt über höhere Preise und insbesondere Nachfrage aus Asien.
00:11:04: Ja, dann lass uns noch mal einen Blick werfen auf die anderen Märkte.
00:11:08: Du hattest vorhin schon ein bisschen was zu den Zinsmärkten gesagt?
00:11:10: Zu den Anleihen weil Aktien und Öl die stehen natürlich aktuell so ein bisschen im Mittelpunkt.
00:11:14: hat sich denn an den anderen Märkten irgendwas gezeigt wo man sagt da muss muss man mal im blick behalten.
00:11:19: Da könnte ich auch noch etwas entwickeln.
00:11:21: oder sagst du ne es sind tatsächlich hauptsächlich Aktien- und ölmärkte die man hier ein bisschen in blick behalten muss.
00:11:28: Nein Es ist alles im Rahmen.
00:11:30: es gibt keine weiteren Auffälligkeiten.
00:11:34: Wie gesagt, das wichtigste Schaminier ist der Ölpreis Richtung der Inflationsrate und dann über die Notenbanken zu den Zinsen hin.
00:11:43: Der ÖlPreis ist stark gestiegen.
00:11:44: Die Inflationerwartungen sind auch angestiegen im kurzfristigen Bereich in Europa um Nullkommar drei Prozentpunkte.
00:11:56: Wenn man bisher also glaubte, in den nächsten zwei drei Jahren gibt es eine Inflation von two point one Prozent.
00:12:01: Dann ist man jetzt halt bei zweieinhalb Prozent und im langfristigen Bereich das heißt auf fünf Jahre oder sogar noch länger gibt's ganz leicht die Inflationserwartungsanstiede von einem Zehntel.
00:12:13: Das ist ja klar dass das eine sehr lange Sichtweise ist, dass da die Effekte geringer sind.
00:12:18: Die Notenbanken halten sich wohl weisslich ins eine Situation zurück.
00:12:26: Den mag jetzt nicht schwindelig zu reden mit Dingen, die an irgendwelchen militärischen Fronten entschieden werden, wo man sich morgen dann wieder korrigieren müsste.
00:12:35: Also die Notenbanken schauen sich das an und kommunizieren erst mal dass sie sich das anschauen.
00:12:42: Das heißt also, dass nichts jetzt überall entschieden wird.
00:12:45: Und es wird auch so sein... sollte es eben stärkere ins Risikoszenario hineingehen und die Konjunktur schwächer werden, um die Inflation tatsächlich zunehmen.
00:12:56: Dann sind wir im Sommer bzw.
00:12:59: im Herbst, dass wir uns das ansehen müssen und ob dann die Notenbank entscheidet, die Zinsen anzuheben weil sie die Infrationsgefahren für zu groß halten oder ob die Notendanken durchschauen Und die Zinsen da lassen, wo sie sind.
00:13:16: Weil sie sagen, die Konjunktur ist eh zu sehr negativ belastet Das wird man dann im Herbst entscheiden.
00:13:23: Es gibt eine Hypothek mit denen die Notenbank rumlaufen.
00:13:26: das ist dass die Beobachter jetzt natürlich schon vorsorglich ein bisschen einprügeln auf die EZB und auch auf die FED mit der Episode von vor drei Jahren Wo es die notenbanken also Beginn des Ukraine-Kriegs und die Öp-Preise gegen Stark hoch.
00:13:45: Und die Notenbanken sagten, das ist nur vorübergehend, da gucken wir durch.
00:13:48: Und heute
00:13:50: bzw.,
00:13:51: während dann die Inflationen ganz stark anstieg, sagten alle, die Notembanken hätten es alles verschlafen.
00:13:57: Diesen Fehler sollten sie ihm jetzt nicht wiederholen!
00:14:00: Das ist wieder so ein typisches Beispiel wie wir zwei Situation haben, die sich ähneln der Öpreis Stieg mit dem Ukraine Krieg stark an.
00:14:08: Jetzt steigt er auch stark an.
00:14:10: Aber wo trotzdem Unterschiede sind, und die muss man sich dann im Herbst ansehen.
00:14:13: Wir hatten beispielsweise in den Jahr-Zweißen, der eben nicht nur den Energiepreis schockt, sondern wir hatten auch ganz starke Inflationstendenzen aus dem vielen, vielen Geld was aus der Coronahilfe noch übrig geblieben ist.
00:14:25: Starke Nachfragewiederöffnung der Wirtschaften überhaupt nach Corona Und die Hälfte der damaligen sehr hohen Inflations war diesem Corona Effekt zuzuschreiben.
00:14:36: aber das wird man eben im Herb
00:14:38: ab
00:14:38: wägen, ob etwas notwendig ist.
00:14:41: Aber auch das nur wenn es eben tatsächlich bis dahin überhaupt noch ein Thema ist und das können wir heute noch nicht sagen.
00:14:50: was ganz aktuell passiert ist dass die Märkte eine leichte Tendenz haben dann jetzt im Herbst Zinserhöhungen zu erwarten.
00:15:02: aber wie gesagt sind auch einige Basispunkte die da eingepreist sind.
00:15:07: Und insgesamt bleibt es dabei, man analysiert die Konsequenzen dessen was passieren kann jetzt aus dieser Situation heraus und das preist man jetzt ein.
00:15:20: Aber dieses Einpreisen ist sehr moderat, was dafür spricht dass eben gravierende Konse quenzen des Iran Kriegs von den Marktteilnehmern stand heute nicht erwartet werden.
00:15:32: plus vielleicht nochmal ganz kurz eure Einschätzung auf Basis der bis zum Zeitpunkt der Aufnahme.
00:15:37: Wir sind jetzt Freitag, dreizehn Uhr etwa vorliegenden Informationen.
00:15:42: Wie sehen denn eure Aussichten aus?
00:15:44: Ihr habt ja ein sogenanntes Hauptszenario entwickelt wo ihr sagt das ist ein regional und zeitlich begrenzter Konflikt es ist alles noch beherrschbar.
00:15:52: aktuell ist es soweit eingetreten und ist das Szenario an dem ihr auch weiter festhaltet
00:15:58: Das, was wir für Wahrscheinlichheiten hatten natürlich tatsächlich dann auch mit Vorausschätzungen über den am Ende physischen Konfliktverlauf zu tun.
00:16:09: Was wir nach der ersten Woche des Krieges jetzt an Erfahrung gemacht haben ist also erstens dass es wirklich eine neue Strategie ist wie die Regierung Trump bei militärische Themen herangeht gegenüber den Strategien, die man noch vor zwanzig Jahren hatte.
00:16:32: Als es im Irak Krieg und in Afghanistan Krieg immer mehr oder weniger erhieß all-in.
00:16:37: Das bedeutet mit Gesamter, mit ganzer Kraft eben militärische Ziele zu erreichen Und Trump hat das jetzt mehrfach gezeigt, dass er ob das das Einreifen in Achtgedroht zurück bis Bessyrien, Venezuela Und jetzt auch im Iran, dass er eher auf sehr selektive Maßnahmen setzt.
00:17:01: Selbst wenn die Kriegsangriffe natürlich sehr breit sind und auch die größte Kriegsaktion dieser Trump-Regierung darstellen.
00:17:11: Aber es ist doch eine ganz andere Art von militärischer Intervention als das bei den großen... Auch als Fehlschläge bekannten und deswegen eben geänderten Taktiken in Afghanistan mit Irak damals der Fall war hat zur Folge jetzt ganz konkret im Iran, dass das Regime im Iran eben weiter intakt ist.
00:17:32: Wahrscheinlich ist der Iran nicht in der Lage und es ist beruhigend für den Ölindustrie die Förderanlagen im Golf zu systematisch kaputt zu machen.
00:17:44: Er ist in der Lage eine Art Terror zu verbreiten indem er alles angreift wo er sozusagen dran kommt Und der ist in der Lage eben die Transportwege einzuschränken, so zumindest dass kein Schiff durchkommt.
00:18:03: Die Welt wartet jetzt auf eine Ende der Transportblockade auch durch solche Modelle wie Gleitschutz.
00:18:09: das wird natürlich auch ganz ganz wesentlich sein für die Kapitarnärkte.
00:18:14: aber es ist anscheinend unwahrscheinlich dass das jetzt in der kommenden Woche beispielsweise passiert Und deswegen, wie gesagt, kriegen wir erst mal Meldung, dass die Öeproduktion eben weiter gedrosselt wird.
00:18:26: Das wird den Öepreis auch noch weiter nach oben bringen und solange diese Dinge sich nicht fortbewegen werden die Kapitarmärkte und ganz besonders auch die Aktienmärkte nervös bleiben.
00:18:40: also es kann sehr gut sein das ist in der kommenden Woche untergeht dass wir auch noch mal niedrigere Kurse sehen, als wir sie schon gesehen haben.
00:18:49: Weil eben hier keine Klarheit in kurzer Zeit darzustellen ist.
00:18:54: Ändert das jetzt unser Szenario oder die Wahrscheinlichkeiten?
00:18:59: Also vielleicht mal kurz wie wir vorgehen.
00:19:01: Wir überprüfen also Tag für Tag... anhand der Informationen, ob das eben Ereignisse sind die sich im Golf abspielen oder auch Daten sind, die wir reinkriegen.
00:19:11: Also überprüfen, ob sie sich die Sichtweisen in allen Bereichen wo wir Aussagen waren und weiter halten lassen.
00:19:17: Das ist also die Inflation, die Konjunktur in den USA, in Europa auf den einzelnen Märkten Zinsen, Ölpreis usw.. Und wir würden bei beispielsweise längeren Verläufen jetzt, wir würden schrittweise auch Anpassungen vornehmen.
00:19:35: Beispielsweise haben wir die Inflation schon weil wir eben die Benzinpreise in Wickeln schon eingerechnet haben.
00:19:40: hier haben wir schon die Prognose nach oben angepasst aber auch ein Zehntel im Jahresdurchschnitt.
00:19:47: also man sieht es geht ganz langsam voran und im Allgemeinen kann man die Regeln aufstellen dass drei bis sechs Monate wahrscheinlich keine großen Prognosenänderung ervorrufen werden Aber drei bis sechs Monate an dieser Situation, das heißt Ölpreise im Bereich von neunzighundert oder darüber dann schon größere Änderungen hervorrufen.
00:20:11: Und am Ende ist es eben eine Einschätzung dass der und überhaupt wie sich der Konflikt entwickeln wird und begrenzt sein wird haben wir eigentlich unsere Sichtweise nicht geändert.
00:20:27: Deswegen bleibt auch diese Wahrscheinlichkeits-Einteilung, die wir mal gemacht haben, subjektiv so neunzig Prozent.
00:20:34: Wir bleiben bei einem regional und auch zeitlich begrenzten Konflikt.
00:20:40: Wir haben eine Reihe von politischen Mechanismen, die natürlich dann auch zum Tragen kommen.
00:20:45: in einer längegezogenen Konflikt und vor allen Dingen auch bei Kapitalmarktreaktionen in den Vereinigten Staaten, die wir noch kaum gesehen haben.
00:20:54: Kommt natürlich die US-Regierung mehr oder weniger unter Druck, um die Dinge zu beenden.
00:21:00: Und das ist ja auch die Strategie des Iranes eben so lange durchzuhalten bis eben die Auswirkungen gerade der Blockade im Ölbereich so groß werden dass die politischen Kosten für insbesondere die USA eben zu groß werden.
00:21:16: Trump kann das auch anstandslos dann umsetzen, er ist ja so unklar in seinen Zielsetzungen dass er sich stets verabschieden kann von der Aktion mit dem Aussage, dass die militärische Schwächung des Iranes und das Atomprogramm eben alles runtergefahren wurde und zerstört wurde sicherlich auch tragisch fürs iranische Volk wenn es dann einfach mit dem nächsten Mullah-Regime weitergeht.
00:21:46: Aber das sind die Möglichkeiten, die wir uns vorstellen und wie gesagt, das spricht auch dafür dass sich irgendwann die militärische Lage wieder entspannt.
00:21:58: aber sicherlich gibt's eben diese Risikoszenarien beispielsweise, dass der Iran morgen Luft wittert um noch mehr herauszuholen die Transportwege weiterblocken blockiert, wobei er sich da natürlich mit allen Nachbarn dann derartig anlegt und der Druck auch aus der Region natürlich riesig wird.
00:22:17: Also um es mal zusammenzufassen, Trump selber hat ja am Anfang an den ersten Tagen gesprochen von vier Wochen und das ist eine politische Einschätzung denke ich.
00:22:31: Das heißt also wenn die Ziele die er selbst verständlich im Hinterkopf hat natürlich den Regime wechseln oder auch sogar die amerikanischen Kontrolle über die iranische Ölförderung, neben dem Zerstörung der militärischen Kapazitäten des Irans.
00:22:52: Aber wenn das in dieser Zeit nicht erreichbar ist dann... werden die politischen Kosten eben zu hohen, dann wird es wahrscheinlich gegen Ende zu gehen.
00:23:06: Das ist für uns das... Diese Äußerung ist auch ein Zeichen, dass die Regierung in Washington selbst so denkt.
00:23:13: Aber bis dahin kann noch sehr viel passieren und deswegen heißt es für uns selbstverständlich sehr wachsam abwarten, beobachten und überprüfen ob unsere Interpretationen richtig sind Wenn unsere Szenarien richtig aufgestellt sind, dann bleibt es dabei.
00:23:33: Dass eben die Märkte sich danach auch wieder zurückbilden und wir hier eine weitere Episode in diesem epischender Ostkonflikt tragischerweise wieder erleben mussten?
00:23:45: Ja, genau.
00:23:46: Wir werden das Ganze natürlich dann auch hier im Podcast eng begleiten und im Zweifel wenn jetzt wichtigere Events stattfinden würden auch nochmal mit einer Zwischenfolge reagieren.
00:23:56: ansonsten hören wir uns dann nächste Woche wieder zur regulären Folge und da werden wir natürlich auch wieder drauf schauen.
00:24:02: was hat sich getan?
00:24:03: wie hat sich das ganze entwickelt?
00:24:05: gibt es Tendenzen die man vielleicht berücksichtigen muss?
00:24:09: Das war's von uns für heute Gar nicht so kurzen Update, sondern doch relativ ausführlichen Update.
00:24:15: Vielen Dank dafür Ulrich dass du dir die Zeit noch genommen hast heute am Freitag Mittag.
00:24:18: machen sie es gut und bis bald Tschüss!