00:00:00: Er mag einfach die großen Auftritte.
00:00:02: Und so sorgte Donald Trump direkt zum Jahresstart für eine handfeste Überraschung.
00:00:07: In einer schnellen Militärintervention durch US-Streitkräfte wurde der Präsident Venezuelas gefangen genommen und mit mediumwirksamer Begleitung in die USA gebracht.
00:00:17: Und er machte auch keinen Hehl daraus, worum es eigentlich ging.
00:00:21: Um Öl.
00:00:22: Zusätzlich erneuert er seine Forderung, Grünland besitzen zu wollen.
00:00:26: Dazu droht er dem Notenbankchef Ärger an, denn das Justizministerium hat den amtierenden Chef der Notenbank vor einer Grand Jury geladen.
00:00:34: Der Dachs bleibt seiner Linie jedoch treu und überschreitet zu Jahresbeginn sogar die Marke von ca.
00:00:39: und zwanzigtausend Punkten.
00:00:41: Wieder mal neue Höchststände.
00:00:44: Und auch international läuft es weiter positiv.
00:00:47: Dank intakter KI-Phantasie.
00:00:49: Und der Goldpreis?
00:00:50: läuft weiter nach oben.
00:00:52: Welche Auswirkungen haben die geopolitischen Interventionen und Ambitionen der USA?
00:00:57: Wann kommt jetzt denn endlich der KI-Crash von dem Allereden?
00:01:00: und woher kommt die Euphorie der deutschen Firmen?
00:01:03: Wir sprechen drüber in dieser Folge.
00:01:18: Und ersten Folge Mikro trifft Makro des Jahres.
00:01:26: Heute ist Mittwoch der vierzehnte Januar.
00:01:30: Und bei mir sitzt natürlich auch in diesem Jahr wieder der Chefvolkswirt der DK Bank, Dr.
00:01:34: Ulrich Kader.
00:01:35: Guten Morgen, Ulrich.
00:01:37: Guten Morgen, Dirk.
00:01:39: Ja, bist du denn gut ins Jahr-zwei-tausend-sechsundzwanzig reingestartet und der Influencer in Corona-Erkältungswelle im Gegensatz zu mir entfleucht?
00:01:48: Ja, bin ich, obwohl ich wie wahrscheinlich viele unserer Hörerinnen und Hörern im Bekanntenkreis über den Jahreswechsel viele Krankengeschichten erlebt haben, miterlebt haben ich auch.
00:02:02: Ich bin selbst verschont geblieben.
00:02:03: Ich habe aber ein bisschen was auch beigetragen.
00:02:05: Ich habe tatsächlich die Grippeimpfung gemacht.
00:02:07: Das heißt, wenn das gekommen wäre, dann zumindest leichter.
00:02:11: Vielleicht hat es es ja sogar verhindert.
00:02:13: Vielleicht sogar auch.
00:02:15: Ja, aber ansonsten war es ja auch ziemlich turbulent auf den Weltmeeren der Politik, sage ich jetzt mal so, wenn man so die ersten Tage des Jahres mal anschaut.
00:02:24: Also... Innerhalb von einer Woche hat Trump in Venezuela interveniert, hat russische Tanker festsetzen lassen, er hat den Anspruch auf Grönland erneuert, er hat Ankündigungen in Richtung Iran jetzt auch noch gemacht.
00:02:36: Wie verarbeitet ihr das denn alles?
00:02:38: Weil das sind ja unglaublich viele Meldungen, die sich ja auch immer wieder wirtschaftlich irgendwie auswirken.
00:02:43: Ihr müsst ja alles, was dort passiert, einordnen.
00:02:45: und diese Schlagzahl jetzt zu Anfang des Jahres, die war ja wirklich und ich habe noch nicht mal alles genannt, was man hätte nennen können.
00:02:51: Die war ja wirklich groß.
00:02:52: Ja, in der Tat.
00:02:53: Das ist richtig.
00:02:55: Also, den Neujahrsruhe war für uns vorbei dann am ersten Wochenende.
00:02:59: Samstag, Sonntag war ja das Thema Venezuela.
00:03:02: Und seitdem geht es ja wirklich fast im Minutentakt.
00:03:06: Du hast es gerade aufgezählt.
00:03:08: Trump hat ja auch in dieser Woche dann auch inpolitisch ziemlich dicke Dinger nicht nur angekündigt, sondern auch schon umgesetzt.
00:03:18: Also, er hat in Rüstungsfirmen beispielsweise.
00:03:20: Er will da weniger verboten Ausschüttungen zu machen.
00:03:23: Er hat die Hypotheken-Gesellschaften angewiesen, Anleihen zu kaufen.
00:03:31: Jetzt zum Schluss hat er dem Noten-Champagne-Chef Jerome Powell den Staatsanwalt auf dem Hals gehetzt.
00:03:37: Also es sind wirklich eine hohe Frequenz von... sehr, sehr sichtbaren Aktionen.
00:03:47: Es ist teilweise Taktik.
00:03:49: Trump ist immer im Mittelpunkt.
00:03:51: Er macht so viel, dass man es gar nicht mehr erkennt.
00:03:53: Das ist auch eine Nebelmaschine, was eben zu seiner Taktik dazu gehört.
00:03:57: Aber Nebel her ist eben sehr energisch in der Durchsetzung von der Agenda.
00:04:06: die er sich ja über lange Zeit, zumindest die MAGA-Fraktion bei den Republikanern, über lange Zeit vorgenommen haben.
00:04:13: Es ist eine geopolitische Agenda.
00:04:16: Make America Great Again bedeutet, dass Amerika ja verspürt hat, dass seine Position in der Welt am sinken ist und das hat sich diese Regierung vorgenommen, sehr energisch wieder rückgängig zu machen.
00:04:31: Man hat ja die... Ganz schriftlich niedergelegt.
00:04:34: Im November gab es die nationale Sicherheitsstrategie.
00:04:37: Es ist ein Papier, das jede Regierung regelmäßig machen muss, wo man so aufzählt, wie man die Stellung Amerikas und auch die Sicherung des amerikanischen Gesellschaftssystems umsetzen möchte.
00:04:53: Und da hat er tatsächlich Flöcke eingeschlagen,
00:04:56: die
00:04:57: anders sind als in den Papieren davor.
00:05:00: Ganz konkret.
00:05:02: geht es eben um den ganz ausgesprochenen Anspruch der Amerikaner in der sogenannten westlichen Hemisphäre.
00:05:11: Das ist insbesondere die Region Europa, Atlantik, Amerika, gesamte Amerika, Norden und Süden, die Vorherrschaft zu haben.
00:05:25: Und er ist eben da auch bereit, das nicht nur notfalls, sondern eben auch relativ schnell ohne das Völkerrecht zu machen, genommen so, wie er inpolitisch ja auch geneigt ist, sich um Einsprüche bis hin zu juristischen Dehnungen von demokratischen Mechanismen auch schneller gehört zu verschaffen und schneller umzusetzen, als das auf dem langwierigen Wege von Einsprüchen und Diskussionen und Verhandlungen geschieht.
00:05:55: das eben jetzt auch außenpolitisch.
00:05:59: Und darauf muss sich jeder einstellen.
00:06:01: Also jeder Politiker sowieso, das erleben die Europäer, den zum Beispiel jetzt gerade, wenn sie mit den Amerikanern verhandeln und auch jede Firma, die eben in dieser neuen Welt Geschäfte machen will.
00:06:16: Wir machen grundsätzlich, um das ganz holzschnittartig mal zu sagen, wir machen grundsätzlich daraus aus dieser Entwicklung Wobei man sagen muss, dass es in China ja das Gegenstück dazu gibt, ja, also auch einen Vorherrschaftsanspruch eben dann für eine andere Hemisphäre der Welt, also auf dieser Entwicklung weg von der Zusammenarbeit, der internationalen Zusammenarbeit hin zu den Vorherrschafts- und Eigeninteressen, machen wir eben daraus, dass die Weltwirtschaft sich wahrscheinlich auch auseinander dividieren wird.
00:06:50: Wir haben das an dieser Stelle ja auch schon ein oder zweimal.
00:06:53: angedeutet eben in Blöcke wieder.
00:06:57: Und es wird diese beiden großen Blöcke geben, politisch.
00:07:00: Ökonomisch kann man vielleicht dann noch argumentieren, dass es ein wenig mehr multipolar wird.
00:07:05: Das heißt also, dass es innerhalb dieser Blöcke dann auch noch regionale Zentren gibt, natürlich in westlichen Spheres, die Amerikaner, die Europäer.
00:07:13: Aber außenpolitisch gibt es dann vor allen Dingen eben zwei Lager.
00:07:18: Und da wird es für alle Länder der Welt dann schwierig werden, da noch Neutralität zu wahren.
00:07:23: Wahrscheinlich muss man sich dann in irgendeiner Weise dann zu einem dieser Vereine dann bekennen.
00:07:31: Ja, für die Europäer ist das jetzt eine schwierige Phase der Selbstfindung, weil viele wollen das eben nicht wahrhaben, diese Entwicklung.
00:07:43: und trauern natürlich der alten Zeit hinterher, wo die Welt eben auf Zusammenarbeit, auf internationale Zusammenarbeit, auf Regeln, auf internationale Institutionen, wie die UNO im ökonomischen Bereich.
00:08:00: Weltbank oder internationaler Währungsfonds oder Welthandelsorganisationen immer mehr vertraut haben, um eben auch im internationalen Verkehr, wie das im nationalen Wirtschaftsverkehr ja auch ist, Regeln eben zu etablieren, nachdem man sich dann hält und wenn man sich streitet, das eben vor einem gerichtsähnlichen Verfahren oder Gremium zu entscheiden, wo man dann eben auch seinen Positionen da legen kann und dann eben auch den Richterspruch dann auch akzeptiert.
00:08:32: Also das ist das Thema von gestern.
00:08:35: Ja, für die Europäer ist das schwer, da die Cat-Wende zu kriegen und das sehen wir bei vielen, vielen Dingen, gerade eben jetzt auch in dieser ersten Woche.
00:08:46: Das ist doch die ganzen Themen, die du jetzt so ein bisschen angeschnitten hast, sag ich jetzt mal noch mal ein bisschen tiefer legen, noch mal ein bisschen näher reinschauen, aber so nacheinander abschichten.
00:08:55: Lass uns beginnen mit Venezueder.
00:08:58: Das hat dann doch ziemlich überrascht irgendwie.
00:09:02: Es ging dann schneller als gedacht.
00:09:03: Es gab ja schon die ganze Zeit Angriffe auf diese venezulanischen Schiffe.
00:09:08: Da hat man schon gesagt, na ja, vielleicht wird er auch Venezueder selbst irgendwie angreifen.
00:09:12: Das stand aber noch in weiterfern.
00:09:14: Und dann auf einmal ging es ganz schnell.
00:09:15: Der Staatsschiff wurde gefangen genommen, wurde auch in die USA gebracht, schon vor Gericht gestellt.
00:09:20: Und gleichzeitig macht man irgendwie auch keine Heel draus.
00:09:22: Na ja, es ging auch um Öl.
00:09:24: Zum Beispiel, das war ja ein ganz klares wirtschaftliches Interesse, was dahinter steckt.
00:09:29: Wie ist es denn jetzt?
00:09:30: Also jetzt steht Venezuela unter der Hand der USA sozusagen.
00:09:35: Es werden Leute eingesetzt, die USA freundlich agieren werden.
00:09:39: Man will sich das Öl wieder zurückholen aus Venezuela.
00:09:42: Singt jetzt denn der Ölpreis?
00:09:43: Ist jetzt mehr Öl auf dem Markt?
00:09:45: Werden wir es an der Zapfsäule merken?
00:09:47: Was sind denn die wirtschaftlichen Auswirkungen, die aus dieser Causa Venezuela herauskommen werden?
00:09:53: Ja, du hast recht, es ist ja eine Lage, die sich schon länger aufgebaut hat.
00:09:57: Aus venezolanischer Sicht war die Bedrohung, die davor der Tür stand ja auch sichtbar und hat ständig zugenommen.
00:10:03: Das Militär war ja dann ständig in Alarmbereitschaft, was aber ja auch nicht unbegrenzt aufrecht zu erhalten ist und ist ja dann völlig überrumpelt worden, trotz dieser... Trotz dieser Lage.
00:10:17: Warum das jetzt gerade stattfindet, ist eigentlich auch nicht richtig zu begründen.
00:10:26: Es ist ja auch nicht so, dass Venezuela selber eine Bedrohung jetzt für die USA darstellt.
00:10:31: Insofern ist es auch eine Machtdemonstration aus den Vereinigten Staaten heraus.
00:10:40: Aber zu dieser Strategie gehört natürlich auch die Vorherrschaft in der eigenen Hemisphäre umzusetzen.
00:10:48: Und in dem Punkt war das venezuelanische Regime den Amerikanern schon sehr lange natürlich am Dornen Auge, weil der Einfluss Chinas eben in diesen Ländern, gerade in Lateinamerikas, immer größer geworden ist, den Ländern, die halt ... sich gegen die Vereinigten Staaten stellten.
00:11:07: Und die Zurückdrängung des großen Opponenten Chinas ist natürlich genauso auch Teil dieser Strategie und das ist wohl der große Hintergrund der Operation, die dann da umgesetzt worden ist.
00:11:21: Sehr riskant natürlich von der erstmal Durchführung, was hätte alles schiefgehen können.
00:11:26: Das ist nun überhaupt nicht passiert.
00:11:28: Es ist so, dass die Amerikaner in den Augen vieler Beobachter eben Verdeutlichung ihrer Fähigkeiten da abgeliefert haben, die beeindruckend war.
00:11:41: Und insofern ist eigentlich diese Angst, dass man sagt, jetzt führen sich andere Regime auch aufgerufen, China in Taiwan beispielsweise ähnlich zu agieren, ist eigentlich nicht so ganz plausibel, weil erstens brauchen diese Regimes Kein Vorbild.
00:12:03: Die würden sich sowieso nicht ans Völkerrecht halten, wie die Amerikaner jetzt auch nicht mehr.
00:12:06: Und zweitens schreckt das eher ab, was Amerika eben da demonstriert hat.
00:12:11: Aber das ist wohl so der Hintergrund.
00:12:13: Es sollte der Einfluss Chinas zurückgedrängt werden.
00:12:18: Und das war der Grund zu handeln.
00:12:22: Öl ist natürlich auch so eine Sache.
00:12:24: Es geht da um die Enteignung der amerikanischen Konzerne vor ein paar Jahren durch das venezolanische Regime von Maduro.
00:12:34: Auch da haben die Amerikaner nach ihrer Rechnung eben Ansprüche an Venezuela.
00:12:40: Das kann jetzt auch ein Gang gesetzt werden, die auch einzulösen.
00:12:44: Aber natürlich ist das nur ein Teil auch der gesamten Entwicklung, die jetzt für die Amerikaner da einsetzt.
00:12:53: Das Wichtigste ist natürlich die Frage, wie geht es weiter?
00:12:56: dann in der Aufstellung des Landes?
00:12:58: und da setzen die zweiten Risiken ein.
00:13:00: Eine waren die operativen Risiko der Militärintervention.
00:13:04: Jetzt ist natürlich die Frage, ist es tatsächlich möglich, ein Land so zu beeinflussen, dass die nächste Regierungszeit eben tatsächlich das liefert, was die Amerikaner haben wollen, nämlich den Einfluss der US-Politik in Venezuela.
00:13:19: Das ist naturgemäß eine ganz, ganz schwierige und auch in der Vergangenheit von vielen negativen Beispielen durchsetzte Aufgabe.
00:13:27: Es gibt viele berufende Kommentatoren, die sich dazu natürlich äußern.
00:13:31: Das wollen wir hier nicht vertiefen.
00:13:33: Aber das Öl selber ist zumindest in den Auswirkungen auf den Markt nicht relevant.
00:13:41: Winzo Illa hat zum Schluss so wenig produziert, dass selbst ein totaler Ausfall.
00:13:47: am Markt schnell ersetzt werden würden durch die Überkapazitäten, die in der OPEC da sind.
00:13:54: Und ob jetzt sehr große Kapazitäten an den Markt kommen, das muss man sehen.
00:14:00: Die Ölfirmen in den USA waren jetzt nicht so begeistert.
00:14:03: Natürlich ist das Öl in Wiedezweiliger billiger als das gefreckte Öl in den USA, das durch Fracking gewonnene
00:14:10: Öl.
00:14:12: Auf der anderen Seite wird natürlich genau dieser Teil der US.
00:14:15: Industrie dann schwer getroffen, wenn neue Angebote aus Venezuela auf den Markt kommen.
00:14:22: Also es gibt da auch dann kleinteilig Gewinner und Verlierer, aber die Regierung Trump hat das eben im Stile der großen Linien eben und da ging es darum den politischen, geopolitischen Zweck zu erreichen, einfach gemacht trotz der positiven und negativen Effekte am Ölmarkt.
00:14:42: Wie die Industrie darauf reagiert, das muss man dann jetzt sehen, aber der Ölmarkt, der für uns relevant wäre für die Konjunktur, wird dadurch nicht betroffen und das ist eben auch einer der Gründe, warum der Markt generell auch der Kapitalmarkt dann eben nicht reagiert hat auf die Vorkommnisse dann.
00:15:02: Dann steigen wir jetzt mal ins Flugzeug und fliegen nach Norden, dann kommen wir irgendwann nach Grönland.
00:15:07: Und auch Grönland.
00:15:09: Das ist ja anscheinend für alle ein ganz faszinierender Ort, der unglaublich wichtig
00:15:14: erscheint.
00:15:16: Man hat das Gefühl, seit letztem Jahr erst irgendwie wieder auf der Landkarte erschienen.
00:15:20: Wie kommt denn die Regierung, also die US-Regierung dazu, immer wieder dieses Thema aufzurufen?
00:15:25: Hat das militärische Gründe, also ich meine mich erinnern zu können, dass sie auch... einige Militärbasen in Grönland schon gab von den USA.
00:15:33: Die meisten sind zugemacht worden.
00:15:35: Ich glaube, eine ist noch übrig.
00:15:37: Das heißt, irgendwie in der Vergangenheit hat man es zumindest nicht gesehen.
00:15:40: Man hat das alles ziemlich runtergefahren.
00:15:42: oder hängen da irgendwelche wirtschaftlichen Interessen dran?
00:15:45: Eine andere Theorie, die ich jetzt gehört habe, fand ich auch spannend.
00:15:47: Durch den Klimawandel schmilzt das Eis.
00:15:49: Man kommt auf einmal an irgendwelche Bodenschätze ran vielleicht, will sich da schon in Position bringen oder hat es tatsächlich mit Russland und China zu tun?
00:15:56: Es sind einfach geopolitische Themen, die da gespielt werden in Grönland.
00:16:00: Wo kommt da denn der Impact?
00:16:02: Ich glaube natürlich auch letztes Rüst.
00:16:04: Es geht dann wirklich dieses große geopolitische Spiel, seit dem letzten Jahr mit der... Jumpsche Amtszeit jetzt eröffnet worden ist, aber auch schon vorher sich natürlich angedeutet hat mit den neuen Gegnerschaften in der Weltpolitik und Weltwirtschaft.
00:16:22: Grünland selber ist übrigens ein langer Aufgalopp.
00:16:24: Also die Amerikaner hatten sich ja schon vor über hundert Jahren von Russland Alaska auf die Weg des Kaufes einverleibt.
00:16:34: und das wollte man eigentlich auch mit Grünland machen, bloß die Dänen haben es damals schon abgelehnt.
00:16:39: Das heißt also, dieser Anspruch auf Grönland ist schon nicht ganz jung.
00:16:43: und das Thema
00:16:45: auch,
00:16:46: wie man sich Territorien, wenn man sagen, untertanen macht, obwohl man jetzt sie nicht als Staatsgebiet einverleibt, die ist auch in Amerika schon gut geprobt.
00:17:00: Es gibt viele Beispiele davon, wie Amerika im Einfluss und zwar sehr starken Einfluss auf andere Territorien auswirkt.
00:17:09: Zur Zeit ist es jetzt so, dass die Amerikaner tatsächlich sagen, dass im Zuge dieser weltpolitischen Einfluss fairen Strategie Grönland eben ein Sicherheitsrisiko ist.
00:17:24: Und man vor allen Dingen eben sagt, Grönland ist eben zu wenig gesichert.
00:17:30: Das ist eine starke Argumentation.
00:17:34: Die Rohstoffe sind sicherlich auch noch ein Punkt.
00:17:38: Da kann auch was dran sein.
00:17:40: Ich bin da kein Militärstrateg, um zu wissen, wie viele U-Boote und sonstige Einsächerungsversuche und Spionage und sonstige Dinge in der Arktis bereits stattfinden und wie das eben durch die Erwärmung dann auch begünstigt wird.
00:17:58: Es mag also wirklich was dran sein, würde ich durchaus
00:18:02: auch
00:18:03: unterstützen.
00:18:04: Aber bislang hat man solche Sachen ja dann über die NATO geregelt.
00:18:07: Es ist ja nur ein Territorium, was vollkommen innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnis ist.
00:18:13: Und die NATO hat solche Themen dann immer auch koordiniert.
00:18:17: Und das Neue ist eben, dass die Amerikaner sagen, nein, wir machen das nicht über die NATO, sondern wir wollen es tatsächlich als Teil unserer Einflussphäre am besten sogar das Staatsgebiet haben.
00:18:31: Trump eben sehr sehr öffentlichkeitswirksam.
00:18:34: We need Greenland.
00:18:36: Wir brauchen das.
00:18:38: Das ist natürlich das Neue.
00:18:39: Das ist die Ansage und das ist eben ein Anspruch, eine sehr aggressiv vorgetragene Forderung gegenüber Verbündeten.
00:18:50: Das ist der große Unterschied nicht gegenüber Ländern, die weiter entfernt sind oder sogar zum anderen Lager gehören, sondern die man eigentlich bis gestern noch als die Anhänger des eigenen Vereins eben bezeichnet hätte.
00:19:04: Und das ist eben das Prequere daran.
00:19:07: Also die Szenarien, die sich jetzt ergeben, sind extrem breit.
00:19:12: Und für uns ist natürlich das Wesentliche, ob es eine Einigung, es wird ja jetzt verhandelt, gerade heute, die Dänen sind in Washington, ob die Amerikaner eben noch Dazu bereit sind eben eine Einigung unter den bisherigen Infrastrukturen, d.h.
00:19:32: unter Dach der NATO, hinzubekommen.
00:19:36: Es ist ja bereits jetzt schon so, dass Amerika sehr, sehr weitgehende Bewegungsfreiheit in Grönlein besitzt.
00:19:43: Es gibt die Militärbasen und schon seit den Fünfzehrjahren haben die Dänen auch was das Thema Verteidigung angeht.
00:19:53: militärstrategischen Grünen dann sehr, sehr breiten Raum gelassen.
00:19:58: Wo man sich dann die Frage stellt, warum soll dieser Status eigentlich geändert werden?
00:20:02: Warum kann er nicht ausgebaut werden?
00:20:04: Da kommt natürlich die US-amerikanische Argumentation, dass man nicht mehr bereit ist, Europa zu verteidigen.
00:20:11: Wobei man hier ja sagen müsste, es ist ja jetzt hier da nicht Europa, sondern Amerika fühlt sich ja selber eben sehr stark über die grönländische Geostrategische Lage, diese Lücke, die da zwischen Europa und dem amerikanischen Kontinent ist, bedroht.
00:20:32: Aber das ist für uns eben das Wesentliche, ob es nochmal eine Regelung im Konsens über die NATO gibt oder ob eben Amerika einen eigenen Durchmarsch veranstaltet, wofür es auch sehr, sehr viele Möglichkeiten gibt.
00:20:45: Da brauchen wir gar nicht darauf einzugehen, wie.
00:20:48: Der zweite Fall würde eben das westliche Lager extrem schwächen.
00:20:54: Die NATO ist sowieso in keinem guten Zustand.
00:20:57: Und das Extremszenario dieses Durchmarsches, das hat sogar militärische Gewalt zu demonstrieren oder gar anzuwenden, würde eben die NATO tatsächlich sofort beenden.
00:21:06: Das wäre ne Hammer, das wäre tatsächlich wesentlich.
00:21:08: Aber hier fragt man sich natürlich jetzt wieder nach den Auswirkungen, auch nach den ökonomischen.
00:21:12: Warum hat der Markt so wenig reagiert?
00:21:15: Naja, das sind eben alles Veränderungen am System, die heute noch nicht ökonomisch wirksam werden müssen, aber sich über die Jahre dann doch widerspiegeln, in dem Sinne, dass europäische Interessen eben nicht mehr durchsetzbar sind und deswegen sich auch die Möglichkeiten für europäische Firmen verschlechtern.
00:21:36: Das sind alles Veränderungen Weichenstellungen.
00:21:39: wo man dann erst ein paar jahren sieht wo einen der zug dann eben hinbringt und die merkte können auf solche weichen stellungen nicht reagieren es sei denn es passiert tatsächlich etwas was sofort die lieferketten wieder unterbricht.
00:21:52: aber da sind wir ja nun im bereich von selbst grünland zur zeit nicht und deswegen diese scheinbaren nicht reaktion der merkte.
00:21:59: aber natürlich gucken die merkte hin und bei all diesen themen wir haben das thema iran auch noch kann natürlich jederzeit auf was passieren, was dann wirklich marktrelevant wird.
00:22:10: Aber die reinen Weichenstellungen und Veränderungen in diesem weltpolitischen System und in der Weltwirtschaft, die Blockbildung, das sind alles langsame, schleichende Entwicklungen.
00:22:22: Dann fliegen wir doch mal in den Iran weiter jetzt.
00:22:27: ist ja auch eine Revolution losgetreten worden eigentlich.
00:22:31: Also große Proteste, viele Gefangennahmen, angeblich sehr viele Tote auch mittlerweile.
00:22:39: Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat denn das?
00:22:41: Oder ist das alles nur erstmal politisch zu bewerten?
00:22:45: Ja, da muss man, glaube ich, sehr stark Experte für die iranische Gesellschaft und Entwicklung sein.
00:22:50: Das ist auch von so vielen Widersprüchen durchzogen, wie auch gerade die religiöse Stellung in dem Land ist, dass man sich da als Nicht-Experte fast gar nicht äußern darf.
00:23:03: Es ist also eine sehr stark innenpolitische Entwicklung.
00:23:05: Viele Geostrategien, mit denen
00:23:07: man auch
00:23:08: Kontakt hatte, haben eigentlich gesagt, das Regime wird das nicht mehr durchhalten, weil die Protesse ja nicht die Ersten sind jetzt, sondern auch schon lange laufen.
00:23:19: Und die Welle eben sehr groß war und deswegen wird dieses Regime dann auch fallen.
00:23:26: Mula-Regime.
00:23:28: Aber da ist natürlich die Vorhersage auch sehr willkürlich selbst für diese Experten.
00:23:35: Und das müssen wir einfach beobachten.
00:23:39: Die ökonomischen Konsequenzen gehen hier natürlich auch über den Markt für Rohöl.
00:23:45: Das heißt also ein Eingreifen der US-Amerikaner, was ja angedeutet worden ist, was anscheinend aber jetzt erst in diesen Tagen entschieden wird und was man eigentlich auch sehen müsste in dem Sinne, dass Amerikanern auch physisch... Militärressourcen Richtung dieses Landes aufbietet.
00:24:04: Das heißt also, insbesondere sind es gerne in die Schiffe, die dann die Flotten, die dann in Bewegung gesetzt werden.
00:24:10: Also ob das geschieht, weiß man nicht.
00:24:12: Aber natürlich ist dann das Thema Sperrung der Sprache von Hormuz und damit eben die Unterbrechung des Ölmarktes.
00:24:18: Dann kann es eben zu deutlichen Preisanstiegen kommen und das würde die Kapitalmärkte
00:24:22: auch eine
00:24:24: Unterbrechung bringen, je nachdem wie lange so ein.
00:24:27: zu einem Zustand anhält.
00:24:28: Und dann haben wir wieder natürlich die hochdynamische Situation in solchen Konflikten, die man von Tag zu Tag dann wieder unterschiedlich sich darstellen.
00:24:36: Das kann eine Phase sein, die uns begegnen kann in diesem Jahr.
00:24:41: Aber wie gesagt, das ist einfach in diesen großen, unvorhersehbaren politischen und dann auch militärischen Auseinandersetzungen diesen Verlauf überlassen.
00:24:56: Ich will diesen noch einen Punkt noch mit anfügen.
00:25:00: Sollte es tatsächlich ein Regimewechsel in Iran geben, hätte das sehr, sehr weitgehende Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten, denn der Antagonismus Iran, Saudi Arabien, die Unterstützung des Irans für viele, viele Gruppen im Nahen Osten, in Syrien, die Hezbollah, das würde alles wegfallen.
00:25:26: viele sprechen von einem gigantischen Möglichkeit von Ausgleich im
00:25:31: Nahen
00:25:31: Osten, was vielleicht auch ein bisschen zu euphorisch ist, aber es würde die Konfliktlage dieser fürchterlichen Konfliktgeschichte im Nahen Osten vollkommen verändern.
00:25:44: Das ist vielleicht auch wirklich mit vielen, vielen Chancen verbunden.
00:25:49: Aber das ist dann wirklich was längerfristiges.
00:25:51: Das würde dann sehr, sehr lange nachwirken.
00:25:54: Aber da bleibt uns nichts weiter, erst mal als demütig die Entwicklung jetzt in den nächsten Wochen und Monaten zu betrachten.
00:26:02: Dann lass uns mal nach Frankfurt zurückkommen.
00:26:05: Der DAX, so viel kann man sagen, den hat das alles irgendwie alles gar nicht so interessiert.
00:26:09: Man denkt immer, ja, alles ist Unsicherheit da, Unsicherheit dort, da passiert was, hier ist was los.
00:26:14: Der DAX sagt sich, nee, mir egal, kommen einfach nur von den Komponenten, die knacken wir jetzt einfach mal.
00:26:20: Beziehungsweise sagt natürlich nicht der DAX, sondern die Marktteilnehmer kaufen entsprechend viele Aktien nach und treiben den DAX eben da über diese Marke.
00:26:29: Irgendwie glaubt man doch, das kann ja alles gar nicht so wahr sein.
00:26:33: Deutsche Wirtschaft am Boden, Automobilbranche läuft nicht gut, Tausend Probleme, Rente, dies, das.
00:26:40: Es nimmt ja überhaupt keinen Ende an Themen, die hier auch in Deutschland diskutiert werden.
00:26:44: Und wir haben ja schon oft darüber gesprochen.
00:26:46: und trotzdem reibt man sich immer noch die Augen und sagt, wie kann denn das sein, dass der DAX immer weiter steigt und steigt?
00:26:51: Wo kommt denn diese ganze Euphorie her, die da drin steckt?
00:26:56: Wir machen eine Unterscheidung in zwei Punkten.
00:27:02: Das eine ist das, was wir eben gerade besprochen haben.
00:27:06: Da ist eine unglaublich unruhige geopolitische... Weltpolitik, die auch regionale Konflikte bis hin zu militärischen Auseinandersetzungen viel wahrscheinlicher macht als in der Zeit, in der die globalisierte Weltwirtschaft eben auf Zusammenarbeit gesetzt hat.
00:27:24: Und bei solchen Auseinandersetzungen, auch gerade wie die USA eben jetzt hier in dieser ersten Woche wieder angeheizt hat und angekündigt hat.
00:27:36: Da können natürlich Unterbrechungen des weltweiten Wirtschaftskreislaufs schnell passieren.
00:27:40: Wir haben gerade den Ölmarkt als wichtigen Punkt und als Archädesverse da besprochen.
00:27:47: Das kann jeweils immer geschehen, bis hin zu dem großen Risikoszenario des Taiwan-Konflikts mit China.
00:28:00: Das bleibt bestehen.
00:28:03: Gefährdung des weltwirtschaftlichen Kreislaufes und damit eben dann sofort zurückwirken auf die Börsen.
00:28:08: Das sind die Damokless Schwerter, die eben über dieser Art von Geoökonomik hängen.
00:28:16: Meistens sind solche Situationen dann auch wieder deeskalierbar, sodass eben auch die Marktreaktionen sich dann wieder zurückbilden.
00:28:27: Insofern müsste eigentlich der DAX tatsächlich sich auch jetzt hier vorsichtiger verhalten.
00:28:32: Gefahr ist natürlich, warum tut er das nicht?
00:28:33: Und da kommt eben der zweite Punkt rein, den wir eben jetzt auch sehen.
00:28:38: Und das ist eine ungeheure Dynamikwelle in der weltweiten Konjunktur und Wirtschaftsbewegung.
00:28:48: Die hat auch indirekt durchaus was zu tun mit der Umbau der Weltwirtschaft, denn wie gesagt, sie wird ja nicht abgerissen, sie wird umgebaut in mehr oder weniger zwei Hälften.
00:28:57: Wir haben dadurch eine große Investitionswelle, die gegenwärtig anläuft.
00:29:03: Das diskutieren wir hier im Tagesgeschäft für jeden sichtbar.
00:29:08: Das sind die Infrastrukturprogramme, die überall gefahren werden in Europa.
00:29:12: Wir haben es hier in Deutschland ja sehr stark gesehen.
00:29:15: Wir haben aber auch in Europa gerade schon sehr viel Geld ausgegeben auf europäischer Ebene, noch aus den Corona-Zeiten mit hunderten Milliarden, die da umgesetzt worden sind.
00:29:26: an Wachstumsinfrastrukturinvestitionen in den USA ähnlich.
00:29:33: Wir haben das Thema Rüstung, der Aufbau eines ganz neuen Sektors.
00:29:37: Und wir haben eine immer mehr erkennbare neue Technologie-Olympiade.
00:29:44: Ein Wettlauf um die besten Technologien, weil jeder der großen Blöcke, insbesondere der Amerikaner oder Chinesen, technologisch vorne sein will.
00:29:54: Und das setzt eine Investitionswelle in Gang.
00:29:57: Die wird auch nicht so schnell abgeblasen.
00:29:58: Das heißt, die Investitionen, wenn wir uns beispielsweise die amerikanischen KI-Unternehmen anschauen, die sind beschlossen, die werden umgesetzt.
00:30:02: Und das geht das gesamte Jahr hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier.
00:30:13: Mal schauen, wie weit das in den siebenundzwanzig noch reinragt, aber da gibt es auch große Wahrscheinlichkeit, dass sogar das nächste Jahr auch noch davon profitiert.
00:30:20: Und das ist der Hintergrund, warum die Märkte sagen, ja, wir sehen diese operativen Risiken, das kann immer irgendwo knallen, es kann passieren.
00:30:29: Aber das Fundamentale, das heißt also die Entwicklung von Firmen umsetzen, erträgen, gewinnen, die wird eben gerade durch diesen Umbau der Weltwirtschaft nach oben getrieben.
00:30:42: Und das betrifft insbesondere jetzt diese Jahre, sechsundzwanzig, siebenundzwanzig.
00:30:48: Und das ist der Hintergrund, warum der Markt antizipiert.
00:30:52: Es wird erst mal weitergehen mit den Gewinnsteigungen.
00:30:55: Dazu gehören dann eben auch steigende Kurse.
00:30:58: Wir hätten jetzt noch eine Million Themen eigentlich, die wir heute besprechen können.
00:31:02: Zwei würde ich nochmal rausgreifen wollen, die wir nochmal ganz kurz schneiden.
00:31:06: KI Crash kommt da jetzt endlich oder ist es wieder nur heiße Luft gewesen und es wurde viel geredet darüber, weil die Kurse eben hoch sind.
00:31:14: auf der Elektronikmesse in Las Vegas wurden jetzt auch wieder neue Produkte, neue Chips vorgestellt.
00:31:20: Geht es vielleicht doch weiter mit diesem ganzen KI-Thema?
00:31:23: Die Investitionen, wie gesagt, die gehen erstmal weiter.
00:31:26: Das ist also dieses Jahr, was da mehr der Meter verplant ist.
00:31:30: Und zwar nicht nur in dem Entwicklung von neuen Chips und im Training von neuen KI-Systemen, sondern es geht ja sehr weit eben auch in die Infrastruktur.
00:31:41: Energie ist das Thema.
00:31:42: Wo kriegt man den ganzen Strom her?
00:31:44: Da wird auch in Amerika viel gebaut.
00:31:47: Und das hat dann Ausstrahleffekte auf die ganze Wirtschaft.
00:31:51: Also das ist schon eben eine große Welle, die eben da durch die Volkswirtschaft geht.
00:31:56: Das ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und darauf bauen die Börsen.
00:32:00: Das andere Thema ist natürlich, ob es sich für jede KI-Firma jetzt individuell lohnt, ob die Einnahmen, die man dann diese Investitionen durch diese Investitionen kriegt, ob die das aufwiegen, ob die eine vernünftige Rente wirtschaften.
00:32:16: Da ist weiterhin nicht der Mantel des Schweigens, aber das Mantel ist der Ungewiss hat darüber.
00:32:22: Und das wissen die Unternehmen auch nicht.
00:32:26: Wir sehen schon der Herausforderungen, das heißt also, dass es nicht bei jedem Unternehmen klappen wird.
00:32:32: Das ist aber auch eine normale Entwicklung bei solchen Aufbau von ganzen neuen Sektoren.
00:32:38: Einige vergaloppieren sich eben und werden dann auch vom Markt im schlimmsten Fall von ganz vom Markt genommen, aber im mittleren Fall dann eben übernommen oder vorher geht der Börsenkurs zurück.
00:32:52: Und so eine entwickelnde Aufspeitung, auch dieser ganzen Story von KI und neuen Technologien, die erwarten wir.
00:33:02: Also auch Enttäuschungen.
00:33:04: Nicht enttäuscht hat aber der Goldpreis.
00:33:07: Der ist ja weiterhin von einem Höchststand zum Nächsten geeilt.
00:33:11: Also letztes Jahr mit extrem positiver Wertentwicklung abgeschlossen.
00:33:16: Der scheint auch nicht fallen zu wollen.
00:33:17: Also auch das geht weiter.
00:33:20: Nein, der Goldmarkt ist derjenige,
00:33:23: wo
00:33:25: etwas ängstlichere Naturen dann sagen würden, der verhält sich eben ganz vernünftig, weil die Risiken steigen, steigt eben auch der Wunsch nach Absicherung und Gold ist nach wie vor die Absicherung.
00:33:38: Das ist bestimmt ein Teil der Preisentwicklung.
00:33:42: Ein zweiter Teil der Preisentwicklung ist schlichtweg einfach das spekulative Element, das heißt der Goldpreis steigt und immer mehr springen auf den Zug auf.
00:33:51: Das ist wirklich eine ganz normale Spekulationswelle, die kann jede Aktie, jedes Marktsegment ereilen.
00:33:58: Wer vielleicht eine der Börsen weiß halten, die mal stimmt, die Hosse nährt die Hosse.
00:34:02: Genau.
00:34:04: Da könnte man mal eine Haken dran machen.
00:34:07: Das sieht
00:34:07: man immer wieder.
00:34:08: Dass es eben solche Phänomene gibt.
00:34:09: Der Preisbewegung nach oben beschleunigt sich.
00:34:13: Allein auf die Information hin, dass die Preise steigen.
00:34:15: Solche Wellen brechen sich aber.
00:34:17: Und beim Goldpreis kommt dann noch so eine strukturelle Nachfrage dazu, die Noten banken.
00:34:21: Das wird auch weitergehen.
00:34:23: Alles in allem wirkt sich natürlich dann am Ende alle drei Faktoren dann auf den Preis aus.
00:34:30: nach unserer Meinung nach dazu führen, dass der Goldpreis schon auch auf längere Sicht gut unterstützt ist durch eben tatsächlich Vorsichtsinvestitionen, die auch langfristig Bestand haben und auch Notenbanknachfrage, aber dass trotzdem auch so Elemente von Spekulationswellen, die sich auch mal brechen drin sind.
00:34:50: Das heißt also, wir können eben jetzt noch einen Anstieg sehen, aber dann auch mal wirklich einen Rückgang.
00:34:57: Der muss jetzt gar nicht mehr unter das Niveau gehen, wo wir jetzt sind, aber der vor allen Dingen dann auch Volatilität reinbringt.
00:35:04: Und insofern ist es eben beim Goldpreis so, wie mit jeder einzelnen Aktie.
00:35:08: Man hat zwar eine gute Geschichte dafür und es mag sein, dass es weitergeht.
00:35:13: Wir haben die Goldpreisprognose auch nach oben genommen.
00:35:15: Wir glauben auch, dass Gold eben, wie gesagt, auch längerfristig gut unterstützt ist.
00:35:20: Aber rein aus Risikogesichtspunkten ist es nicht sinnvoll, dann den Anteil dieses einen Assets eben im Portfolio Zusammenhang zu hoch zu nehmen und vor dem Hintergrund ja Investitionen ja aber man muss aufpassen das Kind nicht mit dem Bad auszuschütten.
00:35:36: Jetzt wollte ich eigentlich noch über Zinsen reden.
00:35:38: da gibt es eigentlich gar nicht viel Neues aber Zinsen werden ja durch die Notenbanken beeinflusst.
00:35:43: Kommen wir noch mal zur USA zurück.
00:35:45: Da wurde ja der Notenbankchef jetzt von Justizministerium vor eine Grand Jury vorgeladen.
00:35:51: Da geht es um angeblich Verschwendung von Geldern in seiner Amtszeit für die Renovierung des Bürogebäudes.
00:35:58: Was steckt denn dahinter?
00:36:00: Also das ist ja irgendwie dann doch jetzt ein bisschen... komisch.
00:36:04: Er geht ja sowieso demnächst, ein paar Monate hat er noch, dann im Mai folgt ein neuer Notenbankchef.
00:36:11: Von daher, um da jetzt Druck aufzubauen, das braucht es ja eigentlich nicht, er wird ja ohnehin ausgewechselt jetzt.
00:36:18: Ja, er hat aber noch eine Amtszeit bis um achtundzwanzig, das heißt also als Chef hört er auf.
00:36:26: Aber Trump möchte ihn auch ganz aus dem Gremium entfernen, weil er dann nämlich wieder jemanden reinsetzen kann, der ihm dann genehm ist.
00:36:35: Und darin liegt ihm die Präsence.
00:36:36: Also, dass die Stabilität im Finanzwesen, insbesondere bei den Erwartungen an die Inflation, die ruht in den letzten dreißigvierzig Jahren.
00:36:48: sehr stark darauf, dass wir wissen, die Notenbanken sind unabhängig, sind Technokraten, die gesetzliches Ziel haben, sie sollen die Währung stabil halten und das schaffen sie auch ganz gut.
00:36:57: Es macht keinen Spaß, weil man muss dann unangenehme Dinge machen, die Zinsen erhöhen und damit ist das nervt die ganze Wirtschaft und die Politik, aber man macht es eben, weil man so eine lange Amtszeit hat, weil man nicht bestraft werden kann und auch nicht rausgeschmissen werden kann, weil man sich eben um die Erfüllung seines Auftrags, gesetzlichen Auftrags kümmert.
00:37:17: Das ist so die Denke aus den letzten zwanzig, dreißig Jahren.
00:37:21: Und da kommt der Trump und sagt, damit mache ich Schluss, mache ich auch Schluss.
00:37:24: Ich will das nicht mehr.
00:37:25: Ich will andere Zinsen haben.
00:37:27: Ich will eigentlich die Zentralbank, dass die Zentralbank das macht, was ich sage.
00:37:31: Und das ist, das ist... aus Sicht von den Leuten, die sagen, das alte System war ganz gut.
00:37:37: Trotz Finanzkrisen, das hat aber andere Gründe.
00:37:40: Das ist eher das Thema Finanzaufsicht.
00:37:43: Wie kriegt man die Banken im Griff?
00:37:46: Aber rein das Management der Währung haben die Notenbanken in den letzten dreißig Jahren gut gemacht.
00:37:50: Und jetzt kommt jemand und will das aufheben und er sagt natürlich jeder, der sagt, Währungen sollten eigentlich schon stabil sein.
00:37:57: Das ist nicht gut.
00:37:58: Und das ist es auch.
00:38:00: Jetzt kann man sich wieder fragen, warum reagieren dann die Märkte nicht?
00:38:03: Warum gehen noch nicht mal die Inflationserwartungen, die man in den Märkten ja in verschiedenen Preisen in die CS ablesen kann?
00:38:09: Warum gehen noch nicht mal die nach oben?
00:38:13: Und da muss man sagen, vielleicht kann man es in so einem Bild gießen.
00:38:17: Also, was der Trump da gerade macht, ist, dass er an den Bremsen von dem Auto manipuliert.
00:38:26: mag diese Möglichkeiten, dass man den Wagen eben so schön abbremsen kann.
00:38:31: Mit gut funktionierenden Bremsen mag er nicht.
00:38:35: Er ist eher für Tempo und deswegen lockert er diese Bremsen.
00:38:38: Das ist das, was er gegenwärtig tut.
00:38:40: Das ist ja noch kein Unfall.
00:38:41: Der Wagen steht ja oder je nachdem fährt er, aber wenn es demnächst mal eine gefährlichere Situation im Straßenverkehr gibt, wenn man wirklich gebremst werden muss und zwar schnell.
00:38:53: weil man keine Ahnung in der Kurve ist und zu schnell reingefahren ist oder weil man einen Fußgänger sieht und so weiter, dann kann es sein, dass mit diesem Bremsen es nicht mehr funktioniert oder dass Trump vorher das Ding so beschleunigt hat, dass Bremsen gar nicht mehr möglich ist.
00:39:08: Das ist dann eine Situation, da würden die Märkte dann schon reagieren, wenn sie das feststellen, dass der Wagen nicht mehr zu Bremsen ist, dass die Inflation eben durch die Decke geht.
00:39:17: Dann reagieren die Märkte umseherhaftiger, weil sie wissen, der hat die Bremsen entfernt oder manipuliert.
00:39:23: Gegenwärtig sind wir halt in diesem Manipulationsstadium und da sagt man sich, oh, oh, das kann ganz schlimm enden, wenn der Wagen mal halt außer Kontrolle gerät, aber das ist er nicht.
00:39:32: Und das ist der Grund, warum die Märkte jetzt noch nicht reagieren.
00:39:35: Ja, da haben wir ganz schön viel besprochen heute.
00:39:37: Ja, das passiert auch.
00:39:38: Richtige
00:39:39: XXL-Folge ist das geworden heute.
00:39:41: Wollten wir eigentlich gar nicht.
00:39:42: Aber ich glaube, es war wirklich so viel zu besprechen, da konnten wir kein Thema weglassen eigentlich.
00:39:48: Also von daher...
00:39:48: Das Schlimme ist wahrscheinlich in den nächsten vierzehn Tagen genau so viel zu besprechen und alle sind Themen, die wieder neu sind.
00:39:56: Hoffentlich nicht ganz neu, vielleicht können wir auch mal als ein oder andere Thema abschließen, aber naja, schauen wir mal.
00:40:01: Also für heute machen wir auf jeden Fall zu, aber für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer gibt es nächste Woche noch mal ordentlich was auf die Ohren, denn wir haben wie in den vergangenen Jahren auch, aus dem Jahr zwanzigzehnte, unsere Reihe startklar auf ins neue Börsenjahr aufgezeichnet.
00:40:15: Und werden die dann auch entsprechend hier im Podcast ausspielen?
00:40:18: Den Auftakt macht dein Kollege Joachim Schallmeier.
00:40:21: Mit dem habe ich mal zurückgeschaut, volkswirtschaftlich auf zwei tausendfünfundzwanzig.
00:40:25: Was ist da so passiert?
00:40:26: Wie ist das alles aus heutiger Sicht denn einzuordnen?
00:40:28: Und was heißt das denn eigentlich für das aufkommende Jahr?
00:40:33: Da ist jetzt schon viel passiert dieses Jahr und ich glaube, er hat das ganz schön eingeordnet.
00:40:37: und tatsächlich das, was er gesagt hat, passt ganz gut zu dem Jahresauftakt.
00:40:41: Schauen wir mal, ob er mit dem Rest auch so recht hat oder ob sich da vielleicht noch die eine oder andere spannende Situation entgibt.
00:40:48: Dir auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die Einschätzung heute hier im Podcast.
00:40:51: Wir hören uns dann in vierzehn Tagen wieder.
00:40:54: Machen Sie es gut und bis bald.
00:40:55: Tschüss.
00:40:57: Mikro trifft.
00:40:58: Makro ist ein Podcast
00:41:00: der
00:41:00: DK Bank.
00:41:01: Weitere Informationen zur DK Bank finden sie unter www.dk.de.
00:41:07: schrägstrich.dk-gruppe.